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Kettner Edelmetalle

Staatliche Enteignung: Wie Schulden Vermögensbildung zerstören

22.08.2026PodcastKettner EdelmetalleBegleittext KI-generiert

Es gibt Sätze, die bleiben hängen. Weil sie unbequem sind. Weil sie eine Wahrheit aussprechen, die viele ahnen, aber selten so klar formuliert hören. Gerald Grosz, ehemaliger österreichischer Politiker, scharfzüngiger Publizist und einer der pointiertesten Kritiker des politischen Establishments im deutschsprachigen Raum, hat im Gespräch mit Dominik Kettner genau so einen Satz geliefert:

„Derzeit zielt alles darauf ab, dass wir zu Almosenempfängern des Staates werden und uns am Ende auch kein Eigentum mehr leisten können. Der Staat lässt uns genau so viel, dass wir Miete zahlen können – aber nicht, dass wir Eigentum bilden können."

Das ist keine Verschwörungstheorie. Das ist eine Zustandsbeschreibung. Und wer sich die Zahlen ansieht, die der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil im Sommer 2026 vorgelegt hat, wird den Verdacht nicht los, dass Grosz mit seiner Diagnose näher an der Realität liegt als jede Regierungserklärung.

203 Milliarden neue Schulden – und keine Antwort auf die Frage: Wofür?

Beginnen wir mit der nackten Arithmetik. 203 Milliarden Euro Neuverschuldung. Dazu ein Sondervermögen, das den Namen kaum verdient – denn Sondervermögen ist ein sprachlicher Taschenspielertrick für Sonderschulden. In der Summe steuert die Bundesrepublik auf eine Verschuldung zu, die in Friedenszeiten historisch beispiellos ist.

Und was passiert? Nichts. Die Wirtschaft springt nicht an. Die Rezession bleibt. Das Wachstum bleibt aus.

Grosz benennt den Grund präzise: Geld allein heilt keine strukturellen Krankheiten. Man kann Milliarden in ein System pumpen, das an Bürokratie erstickt – es wird nicht gesünder, es wird nur teurer.

„Diese künftigen Schulden sind kein Anreiz, wenn man die Strukturprobleme in Deutschland nicht endlich behebt."

Der Bürokratiemoloch – doppelt gemoppelt

Was Grosz als „toxische Mischung" bezeichnet, ist in Wahrheit ein Zangenangriff auf die unternehmerische Freiheit:

  • Ebene 1 – Berlin: Ein hausgemachter Bürokratieapparat, in dem für die Ansiedlung eines Betriebs buchstäblich tausende Genehmigungen erforderlich sind.
  • Ebene 2 – Brüssel: Ein Beamtenapparat der Europäischen Union mit zehntausenden Bediensteten, deren Direktiven, Verordnungen und Berichtspflichten die letzten Reste unternehmerischer Bewegungsfreiheit ersticken.
  • Ebene 3 – Politische Fehlentscheidungen: Energiepolitik, Industriepolitik, Migrationspolitik – ein Feld voller Weichenstellungen, die Kapital und Know-how aus dem Land treiben.

Grosz benutzt ein Bild, das hängen bleibt: Die europäische Bürokratie sei darauf ausgerichtet, „das kleine grüne Pflänzlein des Wachstums umzuschneiden". Wenn nicht Berlin die Sense schwingt, dann eben Brüssel.

Gesundheitsschutz? Nein – Abkassieren mit moralischem Etikett

Besonders entlarvend ist die Sache mit den sogenannten Gesundheitssteuern. Die Tabaksteuer soll um 55 Prozent steigen. Dazu kommen Plastiksteuer, Zuckersteuer, höhere Alkoholabgaben. Verkauft wird das als Prävention. Als Fürsorge. Als Schutz der Volksgesundheit.

Die Realität: Die erwarteten 4,4 Milliarden Euro Mehreinnahmen fließen nicht ins Gesundheitssystem. Sie landen im allgemeinen Haushalt.

Grosz kennt dieses Muster aus Österreich in- und auswendig. Dort wurde die Tabaksteuer einst ebenfalls mit dem Versprechen eingeführt, dem Gesundheitsbereich zugutezukommen. Sein Fazit ist vernichtend:

„Kein einziger Cent fließt in den Gesundheitsbereich, sondern ins Globalbudget – und dort mittlerweile nur mehr in die Schuldenzinsenverwaltung."

Das ist der eigentliche Skandal. Nicht die Steuer selbst, sondern die moralische Verkleidung der Steuer. Wer Abgaben mit Gesundheitsargumenten begründet und das Geld dann in die Zinslast steckt, betreibt keine Politik – er betreibt Etikettenschwindel.

57 Cent für den Staat, 43 Cent für Sie

Kommen wir zur Zahl, die jeden Leser unmittelbar betrifft. Von jedem erwirtschafteten Euro bleiben dem deutschen Bürger im Schnitt 43 Cent. 57 Cent beansprucht der Staat – über Lohnsteuer, Sozialabgaben, Mehrwertsteuer, Energiesteuern, Abgaben, Gebühren.

Und diese Quote steigt weiter. Neue Mehrwertsteueranpassungen stehen im Raum. Neue Abgaben. Und über allem schwebt die Inflation – jene stille Steuer, für die kein Parlament je stimmen muss, weil sie sich schlicht von selbst erhebt.

Gleichzeitig – und das ist der Punkt, an dem selbst gutmütige Zeitgenossen die Fassung verlieren – erhöhen sich die politischen Entscheidungsträger ihre eigenen Diäten. Nicht symbolisch gekürzt. Nicht eingefroren. Erhöht.

Die Melkkuh und der Esel

Grosz findet dafür ein Bild, das brutaler kaum sein könnte. Der Leistungsträger, sagt er, sei „die Melkkuh, der Esel, der zuerst 50 Prozent abgibt und dann am Ende seines Leistungslebens in der Rente auch nur noch vom Staat abhängig ist".

Das ist der Kern der Sache: Es geht nicht nur um Geld. Es geht um Abhängigkeit. Ein Bürger, der nichts besitzt, ist kein souveräner Bürger. Er ist ein Bittsteller.

Warum Eigentum die eigentliche Frage der Freiheit ist

Hier wird das Gespräch grundsätzlich. Grosz argumentiert nicht ökonomisch, sondern ordnungspolitisch – und das macht seine Analyse so wertvoll.

Seine These: Wer Eigentumsbildung verhindert, zerstört Freiheit. Nicht metaphorisch. Ganz konkret.

  • Ökonomische Freiheit ist Bestandteil des Freiheitsbegriffs. Wer nicht frei über sein Erwirtschaftetes entscheiden kann, ist nicht frei.
  • Wohlstand ist Bestandteil von Sicherheit – ökonomischer wie sozialer Sicherheit.
  • Eigentum ist der materielle Unterbau der persönlichen Unabhängigkeit vom Staat.

Nimmt man dem Bürger die Fähigkeit, Eigentum zu bilden, nimmt man ihm mehr als Vermögen. Man nimmt ihm die Option, Nein zu sagen. Und genau dort, sagt Grosz, bewege man sich Stück für Stück in Richtung Planwirtschaft – weg von der sozialen Marktwirtschaft, deren tragende Säulen längst angesägt sind.

„Hier werden tragende Säulen eines funktionierenden Staates zerstört – und es geht alles immer ein Stück weiter Richtung Planwirtschaft, ein Stück weiter Raub der freien Entscheidung der Bürger."

Das Sozialsystem: Wenn das Versicherungsprinzip zur Verteilungsmaschine wird

Ein Kapitel für sich ist die Sozialpolitik. Grosz erinnert an ein Prinzip, das in der öffentlichen Debatte fast völlig verschüttet wurde: Das deutsche Sozialsystem ist im Kern ein Versicherungssystem. Es funktioniert nach dem Solidarprinzip – aber Solidarität setzt Einzahlung voraus.

Sein Einwand ist klar formuliert: Sozialleistungen seien für Menschen gedacht, die sie brauchen – nicht für Menschen, die sie schlicht wollen. Und sie seien Teil eines Generationenvertrages, in den man zuvor eingezahlt hat.

Die Realität sieht anders aus. Grosz verweist auf die amtlichen Statistiken zum Bürgergeld, wonach ein sehr großer Teil der Bezieher keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzt beziehungsweise einen Migrationshintergrund hat. Das versprochene Narrativ – Zuwanderung sichere die Rente der Deutschen – hält er für widerlegt:

„Diese sogenannte Lüge von den Facharbeitern, die kommen und den deutschen Rentnern die Zukunft sichern – diese Lüge ist in sich zusammengebrochen."

Und die Zeche zahlt: der Mittelstand

Parallel dazu läuft ein Kürzungsprogramm, das man in Berlin „Reformen" nennt:

  1. Rentenanpassungen, die faktisch Kürzungen sind – real, nach Inflation gerechnet.
  2. Elterngeld-Streichungen ausgerechnet bei der niedrigsten Geburtenrate seit 1946.
  3. Zusammengestrichene Gesundheitsleistungen bei gleichzeitig steigenden Kassenbeiträgen.
  4. Explodierende Sozialausgaben an anderer Stelle.

Man bestraft, so Grosz, die Familien und die wenigen verbliebenen Leistungsträger „für ein Verbrechen, das nicht sie begangen haben, sondern die Politik".

„Der Krug ist bereits gebrochen"

Auf die Frage, wann der Punkt erreicht sei, an dem die Menschen sagen: Jetzt reicht's – antwortet Grosz ohne Zögern. Der Punkt sei längst erreicht. Der Krug gehe so lange zum Brunnen, bis er breche. Und er sei gebrochen.

Als Beleg führt er die Umfragewerte an: Die AfD bei rund 30 Prozent, die Union deutlich darunter. Man muss diese Zahlen nicht mögen. Man muss sie auch nicht politisch teilen. Aber man sollte sie als das lesen, was sie sind: ein Misstrauensvotum gegen ein System, das seinen Bürgern immer mehr abverlangt und immer weniger liefert.

Die entscheidende Frage: Wie schützt man sein Erspartes?

Am Ende des Gesprächs stellt Dominik Kettner die Frage, die alle Zuschauer umtreibt: Was würde Gerald Grosz einem Freund raten, der sein Vermögen vor dem Zugriff eines immer gieriger werdenden Steuerstaates schützen will?

Seine Antwort ist bemerkenswert nüchtern – und gerade deshalb überzeugend. Es gebe Methoden, die vollkommen legal zur Verfügung stünden. Und ganz vorne stehen dabei Gold und Silber.

Seine Begründung ruht auf drei Pfeilern:

  • Greifbarkeit: Gold ist kein abstrakter Wert wie ein Papiertitel, sondern physische Substanz. Man kann es in die Hand nehmen. Es existiert unabhängig von einer Datenbank, einem Depotauszug oder einem Emittentenversprechen.
  • Mobilität: Edelmetalle lassen sich transportieren. Vermögenswerte können bewegt werden – ohne eine Bank zu fragen, ohne einen Staat zu fragen.
  • Unabhängigkeit: Physisches Metall ist kein Anspruch gegen einen Dritten. Es ist Eigentum im ursprünglichsten Sinne des Wortes.
„Bei Gold wissen wir, dass es mobil ist. Dass man es mitnehmen kann. Dass man Vermögenswerte transferieren kann, ohne dass man eine Bank fragen muss, ohne dass man einen Staat fragen muss."

Warum physisch – und nicht auf dem Papier

Genau an diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Denn der Boom bei verbrieften Goldprodukten hält an – wir haben das in unserem Beitrag Papiergold im Comeback: Europas Anleger greifen zu ausführlich analysiert. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wem gehört das Metall wirklich, wenn es hart auf hart kommt?

Ein Zertifikat ist ein Versprechen. Ein Goldbarren im eigenen Tresor ist ein Fakt. Und genau dieser Unterschied entscheidet in Krisenzeiten über alles.

Der Goldpreis selbst hat in den vergangenen Monaten eine bemerkenswerte Robustheit gezeigt. Wie wir in der Analyse Gold zittert um die 4.000er-Marke – doch die Bodenbildung hält stand beschrieben haben, zeigt sich das Metall bemerkenswert widerstandsfähig – während gleichzeitig die Notenbanken der Welt in einem Ausmaß Gold akkumulieren wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Ein Signal, das man nicht überhören sollte

Wenn ausgerechnet jene Institutionen, die Papiergeld drucken, in großem Stil physisches Gold kaufen – was sagt das über ihr Vertrauen in das eigene Produkt aus? Und wenn in den USA sogar über goldgedeckte Staatsanleihen diskutiert wird, ist das mehr als ein Randthema. Es ist ein Eingeständnis.

Wie surreal die monetäre Debatte inzwischen geworden ist, zeigt auch unser Beitrag Trump auf der Dollar-Münze: Wenn Papiergeld sich selbst inszeniert – während Politiker sich auf Münzen verewigen lassen, glänzt Gold ganz ohne Inszenierung.

Vom Denken zum Handeln: Wie Eigentumsbildung heute funktioniert

Grosz' Analyse endet mit einem Appell zur Eigenverantwortung. Und genau dort beginnt die praktische Arbeit. Denn Empörung allein schützt kein Vermögen.

Der Einstieg in physisches Gold ist heute niederschwelliger als je zuvor. Wer klein beginnen möchte, findet mit einem 1 Gramm Gold Maple Leaf oder dem 1/200 Unze Gold „Gold Mark" 2026 in Polierter Platte einen bezahlbaren Einstiegspunkt.

Für den systematischen Vermögensaufbau eignen sich Goldbarren – etwa der teilbare 5 x 1g Münzbarren UnityBar von Heimerle und Meule, der maximale Flexibilität bietet.

Die Klassiker unter den Anlagemünzen

Wer auf international anerkannte, hochliquide Stücke setzt, kommt an den großen Namen nicht vorbei. Unter den Goldmünzen gehören dazu:

Fazit: Wer nichts besitzt, hat nichts zu verlieren – und nichts zu sagen

Man kann Gerald Grosz für zugespitzt halten. Man kann seine Rhetorik als zu scharf empfinden. Aber die Faktenlage, auf die er sich stützt, ist nicht zu bestreiten:

  1. Die Verschuldung erreicht Dimensionen, die ohne massive Geldentwertung kaum bedienbar sind.
  2. Die Abgabenquote hat einen Punkt erreicht, an dem Leistung sich kaum noch lohnt.
  3. Neue Steuern werden mit moralischen Etiketten versehen und landen im Schuldendienst.
  4. Eigentumsbildung wird für breite Bevölkerungsschichten zunehmend unmöglich.
  5. Und über allem schwebt eine Bürokratie, die Wachstum systematisch verhindert.

Wer in dieser Gemengelage darauf hofft, dass „die Politik" es schon richten wird, hat die vergangenen zwanzig Jahre nicht aufmerksam verfolgt.

Die Alternative heißt nicht Resignation. Sie heißt Eigenverantwortung.

Gold hat kein Parlament, das über seinen Wert abstimmt. Keine Notenbank, die es beliebig vermehren kann. Keinen Finanzminister, der es per Federstrich entwertet. Es ist – seit über 5.000 Jahren – schlicht das, was es ist: Eigentum in reinster Form.

Und genau deshalb ist die Frage, die Gerald Grosz aufwirft, letztlich keine ökonomische, sondern eine zutiefst politische: Wollen Sie Almosenempfänger sein – oder Eigentümer?

Das Video zum vollständigen Gespräch finden Sie oben. Es lohnt sich, die knapp gehaltene, aber gedanklich dichte Argumentation von Gerald Grosz im Original zu hören. Manche Sätze wirken erst dann richtig nach.

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