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Kettner NOW 23.03.2026 (21:29)
Kettner NOW (Live-Sendung) 23.03.2026: Golfkrise, Ölpreis-Explosion & Gold
Die Welt hält den Atem an. Während am Persischen Golf ein Konflikt eskaliert, der das Potenzial hat, die gesamte globale Energieversorgung zu erschüttern, stürzen Asiens Börsen ab, explodiert der Ölpreis – und Gold zeigt ein Verhalten, das auf den ersten Blick paradox erscheint. Doch wer die Mechanismen der Märkte versteht, erkennt in der aktuellen Lage ein Muster, das sich in der Geschichte immer wieder wiederholt hat. Ein Muster, das kluge Anleger kennen sollten.
Persischer Golf: Das Pulverfass, das die Weltwirtschaft bedroht
Was vor wenigen Wochen als gezielte Militäroperation gegen den Iran begann, hat sich zum größten Nahostkonflikt seit Jahrzehnten entwickelt. Die Eskalationsspirale dreht sich mit beängstigender Geschwindigkeit. US-Präsident Trump stellte dem Iran ein 48-Stunden-Ultimatum: Die Straße von Hormus solle geöffnet werden – oder die USA würden iranische Kraftwerke bombardieren.
Teherans Antwort war keine Unterwerfung. Im Gegenteil.
Wenn ihr unsere Infrastruktur angreift, zerstören wir sämtliche Energieanlagen in der gesamten Golfregion – unwiderruflich.
So die Drohung des iranischen Parlamentssprechers. Eine Drohung, die man ernst nehmen muss. Denn durch die Straße von Hormus fließt ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung. Der Iran hat bereits eine Durchfahrtsgebühr von 2 Millionen Dollar pro Schiff eingeführt. Schiffe aus sogenannten Feindstaaten dürfen gar nicht mehr passieren. Und die Huthi-Milizen im Jemen drohen, auch das Rote Meer zu blockieren.
Trumps überraschender Schwenk – und Teherans Dementi
Am Montag dann ein unerwarteter Zug: Trump verlängerte sein Ultimatum um fünf Tage und wies das Pentagon an, Angriffe auf iranische Kraftwerke vorerst auszusetzen. Er sprach von „guten und produktiven Gesprächen". Doch Teheran dementierte umgehend – es gebe keinerlei Kontakt zu den USA. Nicht direkt, nicht über Vermittler.
Wer sagt die Wahrheit? Ehrlich gesagt: Das weiß gerade niemand. Und genau diese Ungewissheit ist Gift für die Märkte.
Russland warnt, Israel bombardiert
Kremlsprecher Peskow warnte die USA in aller Deutlichkeit: Angriffe auf Atomanlagen seien „extrem gefährlich" und könnten „irreparable Folgen" haben. Die Erinnerungen an Tschernobyl sollten Warnung genug sein. Gleichzeitig bombardiert Israel weiter Ziele in Teheran, während iranische Vergeltungsschläge israelische Städte wie Dimona und Arad treffen – in unmittelbarer Nähe israelischer Nuklearanlagen.
Die Bilanz ist erschreckend:
- 88 Verletzte allein in Arad durch iranische Angriffe
- Iranische Streumunition über Tel Aviv
- Das Raketenabwehrsystem Iron Dome hat offenbar versagt
- Reporter berichten von beispiellosen Explosionen in Teheran
Was hier passiert, ist längst kein regionaler Konflikt mehr. Es ist ein Flächenbrand, der die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zieht. Bundeskanzler Merz hat Vermittlungsdienste angeboten – doch wie glaubwürdig ist ein Vermittler, der einer Seite Waffen liefert?
Ölpreis-Explosion: Schlimmer als die Ölschocks der 1970er
Die wirtschaftlichen Folgen der Eskalation sind bereits jetzt dramatisch. Brent-Rohöl steht bei 112 Dollar pro Barrel – ein Anstieg von 55 Prozent seit Kriegsbeginn Ende Februar. Goldman Sachs erwartet, dass die Durchflussmengen durch die Straße von Hormus für sechs Wochen bei lediglich 5 Prozent des Normalwerts verbleiben.
Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur, hat die Lage mit einer Deutlichkeit beschrieben, die aufrütteln sollte:
Diese Krise ist schlimmer als die Ölschocks der 1970er Jahre und der Ukraine-Krieg zusammen. 11 Millionen Barrel Öl fehlen der Welt jeden Tag.
Die strategischen Reserven schmelzen dahin. 400 Millionen Barrel wurden bereits angezapft. Und dann sagte Birol etwas, das in Deutschland wie eine Bombe einschlagen sollte: „Die Situation wäre heute nicht so schlimm, wenn Deutschland die Kraftwerke noch hätte." Er rede seit fast 20 Jahren davon – „wie eine kaputte Schallplatte".
Der Preis des Atomausstiegs
Man muss die Frage stellen: Wer hat Deutschland in diese verwundbare Lage gebracht? Wer hat die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet – mitten in einer sich zuspitzenden Weltlage? Es waren ideologiegetriebene Entscheidungen, die nun jeden einzelnen Bürger teuer zu stehen kommen. Rund 3.900 Euro pro Kopf hat der Atomausstieg bereits gekostet. Und angesichts der aktuellen Energiekrise dürfte das erst der Anfang sein.
Deutschland steht da: ohne Kernkraftwerke, mit einer fragilen Energieversorgung und einem 500-Milliarden-Euro-Schuldenberg. Die Asiens Börsen reagieren bereits:
- Japanischer Nikkei: fast 5 Prozent Verlust
- Südkoreas Börse: über 6 Prozent Einbruch – Handel musste ausgesetzt werden
- Hongkong und China: tief im Minus eröffnet
Gold und Silber: Warum der Rücksetzer eine Chance sein könnte
Und nun zum scheinbaren Paradox. Krieg, Chaos, Inflation – und Gold fällt? Der Goldpreis hat in den letzten Tagen spürbar nachgegeben. Silber hat seit seinem Hoch sogar rund 30 Prozent verloren. Auf den ersten Blick widerspricht das jeder Logik. Doch die Erklärung ist bei genauerer Betrachtung schlüssig.
Die explodierenden Ölpreise treiben die Inflationserwartungen so massiv nach oben, dass Zinssenkungen der Notenbanken in weite Ferne rücken. Höhere Zinsen machen verzinste Anlagen kurzfristig attraktiver – und Gold zahlt bekanntlich keine Zinsen. Hinzu kommen Zwangsverkäufe großer institutioneller Investoren, die Verluste bei Aktien ausgleichen müssen und dafür ihre Edelmetallbestände liquidieren.
Das historische Muster: Erst Ausverkauf, dann Rallye
Wer die Geschichte der Edelmetallmärkte kennt, erkennt ein wiederkehrendes Muster. In jeder großen Krise der vergangenen Jahrzehnte gab es zunächst einen Ausverkauf – bevor Gold seine Stärke als ultimative Krisenwährung eindrucksvoll unter Beweis stellte:
- Golfkrieg 1990/91: Zunächst Rücksetzer, dann deutlicher Anstieg
- Finanzkrise 2008: Gold fiel zunächst mit den Aktienmärkten – um dann von 700 auf über 1.900 Dollar zu steigen
- Corona-Crash 2020: Kurzfristiger Einbruch, gefolgt von neuen Allzeithochs
- Ukraine-Krieg 2022: Ähnliches Muster – erst Verunsicherung, dann Flucht in Sicherheit
Und die übergeordneten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Auf 12-Monats-Sicht liegt Gold rund 35 Prozent im Plus, Silber sogar über 90 Prozent. Der langfristige Trend ist intakt – und er wird durch die aktuelle geopolitische Lage eher verstärkt als geschwächt.
Wer jetzt Nerven bewahrt und die aktuelle Schwäche als Nachkaufgelegenheit begreift, könnte langfristig zu den Gewinnern gehören. Gerade Goldmünzen wie der Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker oder der Känguru bieten in solchen Phasen attraktive Einstiegsmöglichkeiten. Für Einsteiger kann das Gold Starter-Set ein sinnvoller erster Schritt sein.
China kauft weiter – unbeirrt und massiv
Während westliche Investoren in Panik verkaufen, kaufen die Asiaten tonnenweise. Chinas Zentralbank stockt ihre Goldreserven seit 16 Monaten ununterbrochen auf. Peking verfolgt eine klare Strategie der De-Dollarisierung und setzt dabei konsequent auf physisches Gold. Auch andere Zentralbanken weltweit – von Indien über die Türkei bis Polen – kaufen in einem Tempo, das historisch beispiellos ist.
Die Botschaft ist eindeutig: Die Staaten, die am schnellsten wachsen, vertrauen auf Gold. Nicht auf Papiergeld, nicht auf digitale Versprechen – auf physisches Edelmetall. Wer sich umfassender absichern möchte, findet mit dem Gold Krisenschutzpaket M oder dem Gold Krisenschutzpaket XXL Lösungen für verschiedene Anlagesummen.
Rheinland-Pfalz: Ein politisches Erdbeben erschüttert die Republik
Auch innenpolitisch hat es am Wochenende ordentlich gekracht. Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die politische Landschaft Deutschlands nachhaltig verändert. Die Ergebnisse im Überblick:
- CDU: 30,5 % – stärkste Kraft
- SPD: 27 % – herbe Verluste in einer einstigen Hochburg
- AfD: 20 % – Ergebnis verdoppelt, stärkstes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland aller Zeiten
- Grüne: Von über 9 auf 7,5 % abgestürzt
- FDP: 2,1 % – krachend aus dem Landtag geflogen
20 Prozent für die AfD – trotz medialem Dauerfeuer, trotz Verbotsdebatten, trotz ständiger Ausgrenzung. Die Bürger haben gesprochen, laut und deutlich. Die Energiewende-Träumereien, die Bevormundung, die ideologiegetriebene Politik – all das wird an der Wahlurne quittiert.
SPD in der schwersten Krise seit Jahrzehnten
Bei der SPD herrscht blankes Chaos. Parteichef Lars Klingbeil hat in einer Schalte des Parteivorstands indirekt seinen Rücktritt angeboten: „Wenn er das Problem sei, solle man es offen sagen." Die Zahlen sind verheerend:
- In Baden-Württemberg nur noch 5,5 Prozent
- In München den Oberbürgermeister verloren
- In Rheinland-Pfalz – einer einstigen Hochburg – deutlich abgestraft
Die SPD verliert den Kontakt zu den Menschen. Und sie weiß es. Die Partei, die einst für den kleinen Mann stand, hat sich in ideologischen Debatten verloren und die realen Sorgen der Bürger – steigende Energiepreise, Inflation, Sicherheit – aus den Augen verloren.
Briefwahl: Fragen, die gestellt werden müssen
In Brandenburg zeigte sich bei einer Landratswahl erneut ein auffälliges Muster: An den Urnen lag die AfD-Kandidatin mit 54 Prozent klar vorn. Bei der Briefwahl kam der CDU-Kandidat auf über 70 Prozent. Das gleiche Muster wie schon im Januar im Nachbarkreis. Man muss solche Fragen stellen dürfen, ohne gleich in eine Ecke gestellt zu werden. Transparenz und Vertrauen in demokratische Prozesse sind Grundpfeiler unserer Gesellschaft.
BGH-Urteil: Klimaklagen der Umwelthilfe abgeschmettert
Eine gute Nachricht zum Schluss: Der Bundesgerichtshof hat die Klimaklagen der Deutschen Umwelthilfe gegen BMW und Mercedes abgewiesen. Die Umwelthilfe wollte per Gericht erzwingen, dass ab 2030 keine Verbrenner mehr verkauft werden dürfen.
Klimapolitik gehört ins Parlament, nicht in den Gerichtssaal. Privatpersonen können Autobauern nicht vorschreiben, welche Produkte sie verkaufen.
So die klare Ansage des BGH. Ein Sieg für den Rechtsstaat und ein Sieg für die Vernunft. Die Umwelthilfe will natürlich vors Verfassungsgericht – aufgeben kennen die nicht. Aber dieses Urteil setzt ein klares Zeichen: Deutschland braucht keine Verbotspolitik durch die Hintertür. Industriepolitik wird im Parlament gemacht, nicht von selbsternannten Klimarettern vor Gericht.
Was bedeutet das alles für Ihr Vermögen?
Fassen wir die Lage zusammen. Die Welt steht an einem Wendepunkt:
- Geopolitik: Am Persischen Golf droht ein Flächenbrand mit globalen Folgen für Energieversorgung und Wirtschaft
- Energie: Der Ölpreis explodiert, Deutschland steht ohne Kernkraftwerke da – verwundbarer denn je
- Finanzmärkte: Asiens Börsen stürzen ab, die Volatilität steigt dramatisch
- Innenpolitik: Die Ampel ist zerstört, die SPD in der Krise, das Vertrauen in die Politik erodiert
- Edelmetalle: Kurzfristiger Rücksetzer – aber langfristig sprechen alle Zeichen für Gold und Silber
In Zeiten wie diesen zeigt sich der wahre Wert von physischen Edelmetallen. Sie sind keine Spekulation, kein Versprechen auf einem Bildschirm, kein Eintrag in einer Datenbank. Goldbarren und Goldmünzen sind greifbarer Wert – seit Jahrtausenden. Sie haben jeden Krieg, jede Inflation und jede Krise überdauert. Daran ändert auch ein kurzfristiger Rücksetzer nichts.
Die Zentralbanken der Welt – allen voran Chinas Zentralbank – kaufen Gold in historischem Ausmaß. Auch die USA sichern sich Zugang zu Goldressourcen weltweit. Wenn Staaten so handeln, sollte das jedem privaten Anleger zu denken geben.
Ob American Eagle, Britannia, China Panda oder Lunar-Serie – die Auswahl an bewährten Anlagemünzen ist groß. Für den Einstieg eignet sich das Gold Starterpaket S, für eine breitere Absicherung das Gold Krisenschutzpaket S.
Die Geschichte lehrt uns eine einfache Wahrheit: Papiergeld kommt und geht. Gold bleibt. In einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät, ist das keine Ideologie – sondern gesunder Menschenverstand.
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Kettner NOW 23.03.2026 (21:29)
