Digitaler Euro: Experte kritisiert EZB-Pläne – 69% lehnen ab
Es geschieht selten, dass im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ein Experte zu Wort kommt, der die Pläne der Europäischen Zentralbank derart fundiert und schonungslos auseinandernimmt. Doch genau das ist kürzlich beim ZDF passiert – wenn auch bezeichnenderweise nicht zur Primetime, sondern lediglich im Online-Format ZDF heute live. Professor Gunter Schnabel vom Flossbach von Storch Research Institut stellte dort Fragen, die Millionen von Bürgern bewegen, aber in den Mainstream-Medien systematisch unter den Teppich gekehrt werden. Seine Kernbotschaft: Den digitalen Euro braucht eigentlich niemand.
Zwei Drittel der Bürger lehnen den digitalen Euro ab
Bereits zu Beginn der Sendung wurde eine Live-Umfrage eingeblendet, deren Ergebnis an Deutlichkeit kaum zu überbieten war. Von 114 abgegebenen Stimmen positionierten sich 69 Prozent klar gegen die Einführung eines digitalen Euro. Lediglich 19 Prozent befürworteten das Projekt, während 12 Prozent nicht einmal wussten, worum es sich dabei handelt.
Diese Zahlen spiegeln einen gesellschaftlichen Konsens wider, der von der politischen Klasse und den Zentralbankern konsequent ignoriert wird. Nur jeder fünfte Bürger sieht im digitalen Euro etwas Positives. Das ist ein vernichtendes Urteil – und es kommt nicht von irgendwelchen Randgruppen, sondern aus der Mitte der Gesellschaft.
„Ich glaube, ich wäre im Moment noch dagegen. Ich glaube, dass der Zahlungsverkehr eine private Aufgabe ist. Der muss nicht zwingend von einer staatlichen Institution, der Europäischen Zentralbank, übernommen werden. Derzeit funktionieren die privaten Zahlungssysteme sehr gut, und aus dieser Sicht gibt es für mich keinen Grund, jetzt einen digitalen Euro einzuführen."
– Professor Gunter Schnabel
Damit steckte der Wirtschaftswissenschaftler gleich zu Beginn die Pflöcke ein. Kein diplomatisches Herumlavieren, keine politisch korrekte Verbeugung vor dem Zeitgeist. Stattdessen eine klare Analyse: Das bestehende System funktioniert. Warum also etwas reparieren, das nicht kaputt ist?
Programmierbarkeit: Die Büchse der Pandora
Der wohl brisanteste Moment der Sendung kam, als die Moderatorin das Thema Programmierbarkeit ansprach – allerdings nicht ohne den obligatorischen Hinweis, dass solche Bedenken „teilweise in Verschwörungsbereiche" gingen. Eine bemerkenswerte Formulierung, wenn man bedenkt, dass die Einführung des digitalen Euro selbst noch vor wenigen Jahren als Verschwörungstheorie abgetan wurde.
Professor Schnabel ließ sich davon nicht beirren und sprach Klartext über die Gefahren einer programmierbaren Währung:
- Politische Steuerung: Transaktionen könnten nach politischen Kriterien genehmigt oder blockiert werden
- Verhaltenskontrolle: Ähnlich wie Chinas Social-Credit-System könnten Bonus- und Maluspunkte vergeben werden
- Klimapolitische Eingriffe: Flugreisen könnten bestraft, Bio-Einkäufe belohnt werden
- Konsumsteuerung: Die EZB könnte theoretisch entscheiden, wofür Bürger ihr Geld ausgeben dürfen
Das Szenario klingt dystopisch – ist aber technisch problemlos umsetzbar, sobald eine digitale Zentralbankwährung eingeführt ist. Wer heute Gold als Wertanlage besitzt, verfügt über einen Vermögenswert, der sich jeder digitalen Programmierung entzieht. Ein Goldbarren lässt sich nicht abschalten, nicht programmieren und nicht per Mausklick entwerten.
China als warnendes Beispiel
Besonders eindrücklich war Schnabels Verweis auf China. Das Land ist bei der Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung weltweit führend – und gleichzeitig das Land mit dem berüchtigten Social-Credit-System. Kein Zufall, wie der Professor unmissverständlich klarmachte.
„China ist auch ein Land, wo wir jetzt aus westlicher Sicht kein so großes Vertrauen in die Regierung hätten. Also da gibt es natürlich schon Potenzial, dass die digitale Währung missbraucht werden kann."
Was in China bereits Realität ist – die Verknüpfung von digitalem Geld mit Verhaltenskontrolle – könnte in Europa durch die Hintertür des digitalen Euro Einzug halten. Die technische Infrastruktur wäre identisch. Der einzige Unterschied läge im politischen Willen – und wie schnell sich dieser ändern kann, haben die vergangenen Jahre eindrucksvoll gezeigt.
Bargeld ist Freiheit – und genau deshalb wird es verdrängt
Ein zentraler Widerspruch in der gesamten Debatte um den digitalen Euro betrifft das Bargeld. Einerseits beteuern Politiker und Zentralbanker gebetsmühlenartig, dass das Bargeld nicht abgeschafft werde. Andererseits wird es Stück für Stück zurückgedrängt – durch Obergrenzen, durch die Schließung von Bankfilialen, durch die zunehmende Weigerung von Geschäften, Scheine und Münzen anzunehmen.
Professor Schnabel brachte es auf den Punkt:
„Wir haben da auch schon gesagt: Bargeld ist Freiheit. Und deswegen ist es auch wichtig, dass das erhalten bleibt."
Das Bargeld ist die letzte Rückfallposition – nicht nur bei einem Stromausfall, sondern auch bei geopolitischen Konflikten. Wenn die USA theoretisch Zahlungssysteme abschalten könnten, wie es bei Russland bereits geschehen ist, dann bietet Bargeld den einzigen Schutz. Und genau dieses Bargeld soll durch den digitalen Euro langfristig ersetzt werden.
Wer die Zeichen der Zeit erkennt, sichert sein Vermögen nicht nur mit Bargeld, sondern vor allem mit physischen Edelmetallen. Goldbarren und Goldmünzen sind seit Jahrtausenden das ultimative Zahlungsmittel – unabhängig von Stromnetzen, Zahlungssystemen und politischen Launen.
Das wandelnde Narrativ: Warum der digitale Euro angeblich nötig ist
Einer der aufschlussreichsten Momente der Sendung war Schnabels Analyse, wie sich die Begründungen für den digitalen Euro über die Jahre verschoben haben. Diese Wandlungsfähigkeit der Argumentation offenbart, dass es nie um ein konkretes Problem ging, das gelöst werden musste – sondern um ein politisches Projekt, das nachträglich mit wechselnden Rechtfertigungen versehen wird.
- Phase 1: Konkurrenz zu privaten digitalen Währungen wie Bitcoin
- Phase 2: Schaffung eines europäischen Zahlungssystems
- Phase 3: Schutz vor Donald Trump und geopolitische Autonomie
Die aktuelle Begründung – der Schutz vor den „Unwägbarkeiten" des US-Präsidenten – ist dabei besonders durchsichtig. Während der gesamten Sendung war die Einblendung „Digitaler Euro – Schutz vor Trump?" zu sehen. Ein klassisches Framing, das Angst schüren und den digitalen Euro als Rettungsanker verkaufen soll.
Doch die Wahrheit ist eine andere: Die wirtschaftlichen Verwerfungen zwischen den USA und Europa haben tiefere Ursachen als die Person im Weißen Haus. Sie wurzeln in jahrzehntelanger Fehlpolitik, ausufernder Staatsverschuldung und einer Geldpolitik der EZB, die den Euro systematisch entwertet hat.
Fiat-Währungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – ein Novum
Für aufmerksame Beobachter war ein besonderer Moment der Sendung fast schon historisch: Professor Schnabel verwendete den Begriff „Fiat-Währungen" im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Ein Terminus, der normalerweise dem kritischen Finanzdiskurs vorbehalten ist und in den Mainstream-Medien gemieden wird wie der Teufel das Weihwasser.
Seine Aussage hatte es in sich: Immer mehr Menschen weltweit verlieren das Vertrauen in Papierwährungen. Man sehe das an der Entwicklung der Fiat-Währungen gegenüber Gold oder Immobilien. Die Schlussfolgerung des Professors war eindeutig: Die EZB sollte ihre Priorität darauf legen, den Euro stabil zu halten – statt ein neues digitales Zahlungssystem zu schaffen.
Dass das Vertrauen in Fiat-Währungen weltweit erodiert, zeigt sich nicht zuletzt am stetig steigenden Goldpreis. Zentralbanken rund um den Globus kaufen Gold in Rekordmengen – ein unmissverständliches Signal, dass selbst die Hüter des Papiergeldes ihrem eigenen System nicht mehr vollständig vertrauen. Wie internationale Goldströme zeigen, hat das Edelmetall in der geopolitischen Neuordnung eine Schlüsselrolle übernommen.
Die Schweiz als Vorbild
Besonders bemerkenswert war Schnabels Verweis auf die Schweizerische Nationalbank, die nach eingehender Prüfung festgestellt hat, dass eine digitale Zentralbankwährung für Endverbraucher schlicht nicht benötigt wird. Die Schweiz – bekannt für ihre pragmatische Finanzpolitik und ihren Respekt vor der Privatsphäre ihrer Bürger – kommt damit zu einem diametral entgegengesetzten Ergebnis als die EZB.
Dieser Kontrast sollte jedem zu denken geben. Während die EZB mit Hochdruck an der Einführung des digitalen Euro arbeitet, winkt die Schweizer Zentralbank gelassen ab. Wer hat hier wohl die nüchternere Analyse?
Die AMLA: Das unsichtbare Kontrollnetz
Was in der ZDF-Sendung bezeichnenderweise nicht thematisiert wurde, ist mindestens ebenso beunruhigend wie das, was besprochen wurde. Die AMLA – die neue EU-Behörde gegen Geldwäsche – wurde mit keinem Wort erwähnt. Dabei ist sie ein zentraler Baustein im Gesamtbild der finanziellen Überwachung.
Die AMLA wird perspektivisch Zugriff auf die Vermögensdaten aller EU-Bürger haben. In Kombination mit einem digitalen Euro entsteht ein lückenloses Überwachungsnetz, das jeden Cent erfasst, der bewegt wird. Die Trias aus digitalem Euro, digitaler Identität und AMLA als Kontrollbehörde bildet ein System, das in seiner Gesamtheit eine neue Qualität der staatlichen Kontrolle über die Finanzen der Bürger darstellt.
- Digitaler Euro: Vollständige Transparenz aller Transaktionen
- Digitale ID: Eindeutige Zuordnung jeder Transaktion zu einer Person
- AMLA: Zentrale Erfassung und Überwachung aller Vermögenswerte
Wer sein Vermögen vor diesem Zugriff schützen möchte, sollte rechtzeitig handeln. Physische Edelmetalle wie Wiener Philharmoniker, Maple Leaf oder Känguru-Münzen bieten einen Grad an Privatsphäre und Unabhängigkeit, den kein digitales System replizieren kann.
Politische Manipulation: „Wer gegen den digitalen Euro ist, ist gegen Europa"
Besonders entlarvend war eine Aussage von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, die in der Sendung eingespielt wurde. Seine Worte waren ein Paradebeispiel für politische Manipulation:
„Angesichts der geopolitischen Lage muss jetzt jeder, dem Europa wirklich am Herzen liegt, verstanden haben, dass man jetzt den Knoten durchschlagen muss."
Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer den digitalen Euro ablehnt, dem liegt Europa nicht am Herzen. Eine klassische Guilt-by-Association-Taktik, die darauf abzielt, jede sachliche Kritik im Keim zu ersticken. Statt auf die berechtigten Bedenken von zwei Dritteln der Bevölkerung einzugehen, wird moralischer Druck aufgebaut.
Diese Rhetorik kennen wir. Sie wurde in der Vergangenheit bei zahlreichen politischen Projekten angewandt, die gegen den Willen der Mehrheit durchgesetzt wurden. Umso wichtiger ist es, sich nicht einschüchtern zu lassen und die eigene finanzielle Souveränität aktiv zu schützen.
Warum physisches Gold der beste Schutz bleibt
In einer Welt, in der digitale Währungen zum Instrument politischer Kontrolle werden können, gewinnt physisches Gold eine Bedeutung, die weit über die reine Wertanlage hinausgeht. Gold ist seit über 5.000 Jahren ein anerkanntes Zahlungsmittel – es hat jede Fiat-Währung, jedes Imperium und jede Finanzkrise überlebt.
Auch aktuelle Entwicklungen wie in Simbabwe zeigen, dass goldgedeckte Währungen in einer Welt des schwindenden Vertrauens in Papiergeld eine Renaissance erleben. Was dort im Kleinen funktioniert, bestätigt eine universelle Wahrheit: Gold ist das einzige Geld, das keiner Gegenpartei bedarf.
Für Anleger, die jetzt handeln möchten, bieten sich verschiedene Einstiegsmöglichkeiten:
- Für Einsteiger: Das Gold Starter-Set als solide Basis
- Für den mittleren Vermögensschutz: Das Gold Krisenschutzpaket S
- Für umfassenden Schutz: Das Gold Krisenschutzpaket M
- Für maximale Absicherung: Das Gold Krisenschutzpaket XXL
Klassische Anlagemünzen wie der American Eagle, die Britannia oder der China Panda bieten zudem den Vorteil weltweiter Bekanntheit und Handelbarkeit – unabhängig davon, welches digitale Zahlungssystem gerade funktioniert oder nicht.
Eine Alibiveranstaltung mit Seltenheitswert
So erfrischend die kritischen Töne bei ZDF heute live auch waren – man sollte sich keine Illusionen machen. Die Sendung lief nicht zur Primetime im heute journal, sondern in einem kleinen Online-Format. Wenige Wochen vor der entscheidenden Abstimmung im EU-Parlament zum digitalen Euro wirkt das Ganze wie eine Alibiveranstaltung: Man kann hinterher behaupten, das Thema kritisch beleuchtet zu haben.
Dass ein Professor im öffentlich-rechtlichen Fernsehen den Begriff „Fiat-Währungen" verwendet, über Programmierbarkeit spricht und auf Chinas Social-Credit-System verweist – das hat tatsächlich Seltenheitswert. Doch die wirklich unbequemen Fragen – zur AMLA, zur vollständigen Vermögenserfassung, zur schleichenden Bargeldabschaffung – blieben ungestellt.
Die Uhr tickt. Die EU-Institutionen arbeiten mit Hochdruck daran, den digitalen Euro Realität werden zu lassen. Wer seine finanzielle Freiheit und Privatsphäre bewahren will, sollte nicht darauf warten, dass die öffentlich-rechtlichen Medien ihn rechtzeitig warnen. Die Zeit zu handeln ist jetzt – nicht wenn der digitale Euro bereits eingeführt ist und die Optionen schwinden.
Physisches Gold kennt keinen Programmierer, keinen Ausschaltknopf und keine politische Steuerung. Es ist, was es seit Jahrtausenden war: der ultimative Speicher von Wert und Freiheit.




