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Silber Dirhem Großreich der Abbasiden (8. bis 9. Jhd. | Arabische Blütezeit)

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  • Echtes Original: über 1.200 Jahre alt
  • Legendäre Epoche: Zeit der Kalifen
  • Kufische Schrift: reine Schriftkunst
Artikel-Nr: 2260663
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BeschreibungTechnische Daten

Original des Mittelalters

Kalifat der AbbasidenDirhem der Abbasiden

Vorderseite des StücksRückseite des Stücks

Sie sehen die Vorderseite.

Zwischen dem Tag, an dem dieses Stück entstand, und dem Tag, an dem Sie es in die Hand nehmen, liegen rund

1.200Jahre

  • Von Hand geprägt
  • Original, keine Nachprägung
  • 23mm Durchmesser
  • 30 Tage Rückgaberecht

Einordnung

Sieben Münzen, sieben Systeme.

Das Mittelalter kannte kein Weltgeld. Was einen Tagesritt weiter zählte, war eine eigene Frage, und wer Handel trieb, rechnete ständig um. Diese sieben Stücke stehen für sieben Antworten darauf.

  1. 621 bis 907

    Kaiserliches China

    China goss sein Geld, statt es zu prägen: flüssige Bronze in Formen, am Ende ein rundes Stück mit quadratischem Loch, damit sich tausend davon auf eine Schnur ziehen ließen. Kaiser Gaozu ließ 621 den Kaiyuan Tongbao einführen und schrieb ihm ein Gewicht vor, aus dem danach die chinesische Gewichtseinheit Qian wurde. Fast dreihundert Jahre blieb dieses Stück der Standard.

  2. 8. bis 9. Jahrhundert

    Kalifat der Abbasiden

    Von Bagdad aus regierte die größte Macht der damaligen Welt, und ihr Silberdirhem lief von Zentralasien bis nach Skandinavien. Er trägt kein Bild, nur Schrift: Glaubensbekenntnis, Prägeort, Jahr und Herrscher. Wikingergräber in Schweden sind voll davon, weil der Handel über die russischen Flüsse bis an die Ostsee reichte.

    Ihr Stück

  3. 1099 bis 1268

    Kreuzfahrerstaaten

    Nach der Eroberung Antiochias 1098 prägten die neuen Fürsten eigenes Geld, und es sieht aus, wie ihre Lage war: westliche Denarform, ein Kreuz, dazu ein behelmter Kopf, und Umschriften, die zwischen Lateinisch und Griechisch schwanken. Geld eines Staats, der zwischen zwei Welten lag und keine zweihundert Jahre hielt.

  4. 1284 bis 1797

    Republik Venedig

    Venedig führte 1284 unter dem Dogen Giovanni Dandolo den Golddukaten ein, später Zecchine genannt, mit 3,545 Gramm des reinsten Goldes, das die mittelalterliche Metallurgie herstellen konnte. An diesem Standard änderte die Republik bis zu ihrem Ende 1797 nichts. Über fünfhundert Jahre dasselbe Gewicht, dasselbe Bild: deshalb galt die Zecchine von Alexandria bis Antwerpen.

  5. 1371 bis 1463

    Rheinischer Goldgulden

    Im Reich prägten die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier zusammen mit der Pfalz nach dem Vorbild des Florentiner Guldens und stimmten ihre Münzen untereinander ab. Köln setzte den Apostel Petrus auf die Vorderseite und das Stadtwappen auf die Rückseite. Der rheinische Gulden wurde die Leitwährung des Reichs, in der man Preise nannte, auch wenn man mit Pfennigen bezahlte.

  6. 1381 bis 1407

    Meißnischer Groschen

    Der Fürstengroschen kam aus dem Silber des Erzgebirges und sollte dem rheinischen Gulden standhalten: rund dreiundzwanzig Stück auf einen Gulden. Ab 1396 prägte man ihn mit deutlich weniger Silber und sott die Rohlinge in Weinstein, damit die Oberfläche weiß blieb. Von außen sah der Groschen aus wie vorher.

  7. 14. bis 15. Jahrhundert

    Hohlpfennig

    Der kleinste Nenner des Alltags: ein Blättchen Silber, einseitig in eine weiche Unterlage geschlagen, sodass das Bild vorn heraussteht und hinten hohl bleibt. Schweidnitz in Schlesien setzte einen Eber darauf, das Wappentier der Stadt. Vierzehn Millimeter, ein Fünftel Gramm, und damit wurden Tuch, Getreide und Fuhrlohn bezahlt.

Zwei Antworten auf dieselbe Frage.

Nichts ändern

Die Zecchine behielt über fünfhundert Jahre Gewicht, Feingehalt und Bild. Genau diese Sturheit machte sie zur Handelswährung des Mittelmeers: Wer sie annahm, musste sie nicht prüfen.

Jedes Jahr neu

Hohlpfennige wurden in manchen Gegenden regelmäßig verrufen, teils zweimal im Jahr: altes Geld wurde ungültig und musste gegen neues getauscht werden. Die Gebühr dabei war oft die einzige Steuereinnahme des Münzherrn, und wer zu spät kam, verlor einen Teil seines Geldes. Geld mit Verfallsdatum, sechshundert Jahre vor dem Begriff.

Aufbewahren

Dünner, als Sie denken.

Mittelalterliche Münzen sind keine modernen Ronden. Ein Hohlpfennig ist ein Fünftel Gramm Silberblech und verbiegt sich zwischen zwei Fingern, Gold ist weich genug, dass ein Fingernagel Spuren hinterlässt, und die dunkle Schicht auf Silber und Bronze ist Patina: über Jahrhunderte gewachsen, in Sammlerkreisen ein Echtheitsmerkmal und durch Putzen nicht zurückzuholen.

  • Flach lagern, nicht stapeln

    Dünne Schrötlinge brauchen eine Unterlage über die ganze Fläche. Eine Kapsel oder ein Münzrähmchen, kein loser Beutel, in dem sich das Blech an einer Kante aufstellt.

  • Nur am Rand anfassen

    Fingerabdrücke enthalten Säure und Salz. Nehmen Sie das Stück zwischen Daumen und Zeigefinger am Rand, über einer weichen Unterlage.

  • Keine Mittel, keine Bürste

    Kein Essig, kein Silberputztuch, kein Ultraschall. Wer eine Verkrustung entfernen möchte, lässt das einen Restaurator machen, nicht die Küche.

Silber Dirhem der Abbasiden – Handelsgeld aus der arabischen Blütezeit

Kaum drei Gramm wiegt dieses Stück Metall. Und doch liegt darin ein ganzes Zeitalter: Der Silber Dirhem aus dem Großreich der Abbasiden stammt aus jener Epoche des 8. und 9. Jahrhunderts, in der Bagdad die reichste und gelehrteste Stadt der damals bekannten Welt war. Wer diese Münze in die Hand nimmt, hält echtes Umlaufgeld aus dem Mittelalter – kein modernes Erinnerungsstück, keine Nachprägung, sondern authentische Geschichte zum Anfassen. Für Sammler historischer Silbermünzen gehören diese Stücke zu den greifbarsten Zeugnissen einer untergegangenen Hochkultur.

Das Kalifat der Abbasiden: Weltmacht zwischen Maghreb und Zentralasien

Die Dynastie der Abbasiden übernahm 750 die Herrschaft über das Kalifat und löste damit die Umayyaden ab. Ihr Name geht auf al-ʿAbbās ibn ʿAbd al-Muttalib zurück, einen Onkel des Propheten Mohammed. Das neue Machtzentrum entstand am Tigris: Bagdad, offiziell Madinat as-Salam – die „Stadt des Friedens". Von dort aus regierten Kalifen wie al-Mansur, al-Mahdi und vor allem Harun al-Raschid (786–809) ein Reich, dessen Handelswege von Nordafrika bis nach Zentralasien reichten.

Es war eine Blütezeit der Wissenschaft, der Medizin, der Mathematik und der Dichtung. Harun al-Raschid ist bis heute jener Herrscher, an dessen Hof die Erzählungen aus „Tausendundeiner Nacht" angesiedelt sind. Der Dirhem war das Rückgrat dieses Wirtschaftsraums – und er reiste erstaunlich weit. Islamische Silbermünzen tauchen in Hortfunden von Skandinavien bis Nordengland auf, weil die Wikinger sie im Fernhandel gegen Pelze, Häute und Elfenbein eintauschten. Silber war die Weltwährung des Frühmittelalters, und der Dirhem war ihr wichtigster Träger.

Motiv: Kalligrafie statt Herrscherporträt

Wer ein Bildnis sucht, sucht vergebens. Islamische Münzen dieser Zeit verzichten bewusst auf Abbildungen – stattdessen trägt der Dirhem auf beiden Seiten arabische Schrift in der kantigen, streng gesetzten kufischen Kalligrafie. Im Zentrum der Vorderseite stehen mehrere Zeilen des Glaubensbekenntnisses, umgeben von einer Randumschrift, die traditionell Prägestätte und Prägejahr nach islamischer Zeitrechnung nennt. Die Rückseite wiederholt dieses Prinzip mit weiteren Zeilen im Feld und einer Umschrift entlang des Randes.

Die Stücke wurden von Hand gehämmert. Deshalb ist jedes Exemplar leicht unregelmäßig gerundet, jede Schrötlingsform ein Unikat. Genau diese handwerkliche Individualität macht den Reiz aus – zwei identische Dirhems gibt es nicht.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

  • Edelmetall: Silber

  • Nennwert: Dirhem

  • Ursprungsland: Großreich der Abbasiden

  • Rohgewicht: 2,9 g

  • Durchmesser: ca. 23 mm

  • Feinheit und Feingewicht: variierend (historische Handprägung)

  • Prägejahr, Prägestätte, Kalif: diverse – Zuteilung nach Verfügbarkeit

  • Erhaltung: Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.

  • Serie: Geschichte

Bitte beachten Sie: Da es sich um über 1.200 Jahre altes Umlaufgeld handelt, sind Prägejahr, Prägeort und Größe der Schrötlinge nicht einheitlich. Auch Feinheit und Feingewicht schwanken. Sie erwerben ein historisch gewachsenes Original mit Gebrauchsspuren – kein maschinell gefertigtes Produkt.

Warum dieser Dirhem Sammler und Anleger anspricht

  • Historische Tiefe: ein Zahlungsmittel aus der Hochzeit des Abbasiden-Kalifats, geprägt in der Ära von Bagdad, Kufa und al-Muhammadiya

  • Echtheit statt Replik: originales Umlaufgeld, kein moderner Nachguss

  • Kleines Format, große Wirkung: mit rund 23 mm handlich, ideal für Vitrine, Sammelalbum oder als Geschenk mit Erzählwert

  • Silber als bewährter Sachwert: das Metall behält seine physikalischen Eigenschaften über Jahrhunderte – diese Münzen beweisen es eindrucksvoll

  • Endliches Angebot: historische Stücke lassen sich nicht nachproduzieren; was auf dem Markt ist, ist da

Gold und Silber sind die ältesten Währungen der Menschheit. Sie haben Kalifate, Königreiche und Papiergeldsysteme überdauert – und ihre Kaufkraft dabei nie an das Vertrauen in eine Regierung binden müssen.

Silber als Sachwert – gestern wie heute

Was den Dirhem im 9. Jahrhundert wertvoll machte, gilt unverändert: Silber besitzt einen inneren Wert, der nicht von einem Versprechen abhängt, sondern von seinen physischen Eigenschaften. Anders als Fiat-Geld lässt es sich nicht beliebig vermehren. Hinzu kommt die moderne Komponente: Die Industrie fragt Silber in Elektronik, Solartechnik und Medizintechnik in großem Umfang nach, während das verfügbare Angebot begrenzt bleibt.

Deshalb schätzen viele Käufer Silber als Inflationsschutz und als Krisenschutz. Kleine Silbereinheiten sind zudem seit jeher ein praktisches Tauschmittel – der Dirhem selbst ist der historische Beweis dafür. Und für Vermögen, das über Generationen weitergegeben werden soll, hat physisches Edelmetall eine Eigenschaft, die kaum ein anderer Sachwert bietet: Es altert nicht.

Steuerlich gilt in Deutschland: Gewinne aus dem Verkauf physischer Silbermünzen sind bei einer Haltefrist von mindestens einem Jahr grundsätzlich steuerfrei. Bitte klären Sie Details Ihrer persönlichen Situation mit Ihrem Steuerberater.

Im Vergleich: Dirhem, Denar und moderne Anlagemünze

Neben dem römischen Denar oder dem mittelalterlichen Pfennig nimmt der abbasidische Dirhem eine Sonderstellung ein. Der Denar zeigt Kaiserporträts, der Dirhem hingegen reine Schriftkunst – ein völlig anderer ästhetischer Zugang, der viele Sammler gerade deshalb reizt. Gegenüber modernen Anlagemünzen wie einer Silber-Unze liegt der Unterschied auf der Hand: Der Dirhem trägt weniger Metall, dafür aber eine Provenienz, die sich nicht prägen lässt. Sein Wert speist sich aus Seltenheit, Alter und Nachfrage bei Sammlern, nicht allein aus dem Feingewicht. Wer beides möchte, kombiniert historische Stücke mit gängiger Anlageware – das ist die klassische Kombination aus Leidenschaft und Substanz.

Der Versand erfolgt als Werteversand. Da jedes Stück ein Einzelstück ist, kann die Verpackung variieren.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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