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Bronze Cash-Münze Kaiser Tang Gaozu (ca. 618-907 n. Chr. | Altes China)

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  • Wendepunkt: neues Geldwesen ab 621
  • Meisterschrift: von Ouyang Xun
  • Echtes Original: über 1.100 Jahre alt
Artikel-Nr: 2260660
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BeschreibungTechnische Daten

Original des Mittelalters

Kaiserliches ChinaCash-Münze der Tang-Dynastie

Vorderseite des StücksRückseite des Stücks

Sie sehen die Vorderseite.

Zwischen dem Tag, an dem dieses Stück entstand, und dem Tag, an dem Sie es in die Hand nehmen, liegen rund

1.250Jahre

  • Gegossen, nicht geprägt
  • Original, keine Nachprägung
  • 24mm Durchmesser
  • 30 Tage Rückgaberecht

Einordnung

Sieben Münzen, sieben Systeme.

Das Mittelalter kannte kein Weltgeld. Was einen Tagesritt weiter zählte, war eine eigene Frage, und wer Handel trieb, rechnete ständig um. Diese sieben Stücke stehen für sieben Antworten darauf.

  1. 621 bis 907

    Kaiserliches China

    China goss sein Geld, statt es zu prägen: flüssige Bronze in Formen, am Ende ein rundes Stück mit quadratischem Loch, damit sich tausend davon auf eine Schnur ziehen ließen. Kaiser Gaozu ließ 621 den Kaiyuan Tongbao einführen und schrieb ihm ein Gewicht vor, aus dem danach die chinesische Gewichtseinheit Qian wurde. Fast dreihundert Jahre blieb dieses Stück der Standard.

    Ihr Stück

  2. 8. bis 9. Jahrhundert

    Kalifat der Abbasiden

    Von Bagdad aus regierte die größte Macht der damaligen Welt, und ihr Silberdirhem lief von Zentralasien bis nach Skandinavien. Er trägt kein Bild, nur Schrift: Glaubensbekenntnis, Prägeort, Jahr und Herrscher. Wikingergräber in Schweden sind voll davon, weil der Handel über die russischen Flüsse bis an die Ostsee reichte.

  3. 1099 bis 1268

    Kreuzfahrerstaaten

    Nach der Eroberung Antiochias 1098 prägten die neuen Fürsten eigenes Geld, und es sieht aus, wie ihre Lage war: westliche Denarform, ein Kreuz, dazu ein behelmter Kopf, und Umschriften, die zwischen Lateinisch und Griechisch schwanken. Geld eines Staats, der zwischen zwei Welten lag und keine zweihundert Jahre hielt.

  4. 1284 bis 1797

    Republik Venedig

    Venedig führte 1284 unter dem Dogen Giovanni Dandolo den Golddukaten ein, später Zecchine genannt, mit 3,545 Gramm des reinsten Goldes, das die mittelalterliche Metallurgie herstellen konnte. An diesem Standard änderte die Republik bis zu ihrem Ende 1797 nichts. Über fünfhundert Jahre dasselbe Gewicht, dasselbe Bild: deshalb galt die Zecchine von Alexandria bis Antwerpen.

  5. 1371 bis 1463

    Rheinischer Goldgulden

    Im Reich prägten die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier zusammen mit der Pfalz nach dem Vorbild des Florentiner Guldens und stimmten ihre Münzen untereinander ab. Köln setzte den Apostel Petrus auf die Vorderseite und das Stadtwappen auf die Rückseite. Der rheinische Gulden wurde die Leitwährung des Reichs, in der man Preise nannte, auch wenn man mit Pfennigen bezahlte.

  6. 1381 bis 1407

    Meißnischer Groschen

    Der Fürstengroschen kam aus dem Silber des Erzgebirges und sollte dem rheinischen Gulden standhalten: rund dreiundzwanzig Stück auf einen Gulden. Ab 1396 prägte man ihn mit deutlich weniger Silber und sott die Rohlinge in Weinstein, damit die Oberfläche weiß blieb. Von außen sah der Groschen aus wie vorher.

  7. 14. bis 15. Jahrhundert

    Hohlpfennig

    Der kleinste Nenner des Alltags: ein Blättchen Silber, einseitig in eine weiche Unterlage geschlagen, sodass das Bild vorn heraussteht und hinten hohl bleibt. Schweidnitz in Schlesien setzte einen Eber darauf, das Wappentier der Stadt. Vierzehn Millimeter, ein Fünftel Gramm, und damit wurden Tuch, Getreide und Fuhrlohn bezahlt.

Zwei Antworten auf dieselbe Frage.

Nichts ändern

Die Zecchine behielt über fünfhundert Jahre Gewicht, Feingehalt und Bild. Genau diese Sturheit machte sie zur Handelswährung des Mittelmeers: Wer sie annahm, musste sie nicht prüfen.

Jedes Jahr neu

Hohlpfennige wurden in manchen Gegenden regelmäßig verrufen, teils zweimal im Jahr: altes Geld wurde ungültig und musste gegen neues getauscht werden. Die Gebühr dabei war oft die einzige Steuereinnahme des Münzherrn, und wer zu spät kam, verlor einen Teil seines Geldes. Geld mit Verfallsdatum, sechshundert Jahre vor dem Begriff.

Aufbewahren

Dünner, als Sie denken.

Mittelalterliche Münzen sind keine modernen Ronden. Ein Hohlpfennig ist ein Fünftel Gramm Silberblech und verbiegt sich zwischen zwei Fingern, Gold ist weich genug, dass ein Fingernagel Spuren hinterlässt, und die dunkle Schicht auf Silber und Bronze ist Patina: über Jahrhunderte gewachsen, in Sammlerkreisen ein Echtheitsmerkmal und durch Putzen nicht zurückzuholen.

  • Flach lagern, nicht stapeln

    Dünne Schrötlinge brauchen eine Unterlage über die ganze Fläche. Eine Kapsel oder ein Münzrähmchen, kein loser Beutel, in dem sich das Blech an einer Kante aufstellt.

  • Nur am Rand anfassen

    Fingerabdrücke enthalten Säure und Salz. Nehmen Sie das Stück zwischen Daumen und Zeigefinger am Rand, über einer weichen Unterlage.

  • Keine Mittel, keine Bürste

    Kein Essig, kein Silberputztuch, kein Ultraschall. Wer eine Verkrustung entfernen möchte, lässt das einen Restaurator machen, nicht die Küche.

Kaiyuan Tongbao – der Bronze-Cash, mit dem Kaiser Tang Gaozu Chinas Geldwesen neu erfand

Ein Stück Reichsgeschichte, das man in die Hand nehmen kann: Diese chinesische Cash-Münze aus Bronze stammt aus der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) und trägt die berühmteste Inschrift der ostasiatischen Münzgeschichte – Kaiyuan Tongbao (開元通寶). Vier Schriftzeichen, ein quadratisches Loch in der Mitte, eine warme, gewachsene Patina. Mehr braucht es nicht, um über tausend Jahre zu überbrücken.

Eingeführt wurde dieser Münztyp im Jahr 621 unter Kaiser Tang Gaozu, dem Dynastiegründer, der ursprünglich Li Yuan hieß, 618 die Sui-Dynastie stürzte und bis zu seiner Abdankung im Jahr 626 regierte. Was er damals anordnete, war weit mehr als eine neue Münze: Es war ein Systemwechsel. Bis dahin richtete sich der Wert chinesischer Münzen nach ihrem Gewicht – ab dem Kaiyuan Tongbao bestimmte der Staat den Wert. Ein Gedanke, der uns heute selbstverständlich erscheint und der in China vor rund 1.400 Jahren Premiere feierte.

Warum diese Münze in keiner Geschichts-Sammlung fehlen sollte

Die Inschrift bedeutet sinngemäß „umlaufender Schatz vom Beginn einer neuen Epoche“. Sie wird in der klassischen Reihenfolge oben – unten – rechts – links gelesen und stammt aus der Feder von Ouyang Xun, einem der berühmtesten Kalligraphen Chinas. Zum ersten Mal überhaupt gestaltete ein namhafter Schriftkünstler das Erscheinungsbild einer chinesischen Münze – ein Detail, das Sammler bis heute fasziniert.

  • Material: Bronze bzw. Kupferlegierung – nicht geprägt, sondern nach chinesischer Tradition in Formen gegossen

  • Durchmesser: 24 mm

  • Rohgewicht: 2,6 g

  • Nennwert: 1 Cash (Käsch) – die Grundeinheit des alten China

  • Ausgabeland: China, Tang-Dynastie

  • Erhaltung: Umlaufware mit authentischen Gebrauchsspuren. Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.

Das quadratische Loch war reine Praxis: Hunderte solcher Cash-Münzen wurden auf Schnüre gezogen und als „Strang“ transportiert. Genau deshalb sind viele Stücke abgegriffen – jede Kerbe, jede Tönung erzählt vom Marktplatz, vom Karawanenhandel, vom Alltag einer Weltmacht. Die Rückseite ist bei diesem Typ in aller Regel glatt und ohne Inschrift.

Vom Kaiserhof bis nach Japan, Korea und Vietnam

Der Kaiyuan Tongbao wurde nicht an einem einzigen Ort hergestellt, sondern in zahlreichen staatlichen Gießereien des Reiches – zunächst rund um Chang'an, das heutige Xi'an, den Ausgangspunkt der Seidenstraße, später auch in Luoyang und vielen Provinzstädten. Über 280 Jahre lang blieb der Typ in Produktion. Sein Vorbildcharakter reichte weit über China hinaus: Die Münzen Japans, Koreas, der Ryūkyū-Inseln und Vietnams übernahmen Form und Inschriftenlogik über Jahrhunderte.

Gold ist die älteste Währung der Menschheit – doch das Geld, das die Menschen täglich in Händen hielten, war über Jahrhunderte Bronze. Diese Cash-Münze ist ein Original aus genau dieser Welt.

Für wen sich dieses Stück eignet

  1. Einsteiger in die antike Numismatik: ein echtes, über 1.100 Jahre altes Original – ohne die Einstiegshürden, die viele antike Silber- oder Goldmünzen mit sich bringen.

  2. Themensammler: ideale Ergänzung zu römischen Bronzemünzen, keltischen Prägungen oder späteren chinesischen Käsch-Münzen der Ming- und Qing-Zeit.

  3. Sachwert-Freunde: ein greifbarer, unabhängig existierender Sammlerwert aus Metall, der nichts weiter braucht als eine Vitrine.

Im Vergleich zu einer modernen Anlagemünze aus Gold oder Silber steht hier nicht der Feingehalt im Vordergrund, sondern die historische Substanz: Der Wert dieser Bronze-Cash-Münze speist sich aus Alter, Seltenheit im Erhaltungsgrad und kulturellem Rang. Wer dagegen reine Edelmetall-Gewichte sucht, findet dafür klassische Barren und Anlagemünzen – beides ergänzt sich in einer durchdachten Sammlung hervorragend.

Da es sich um historische Umlaufware handelt, variieren Variante, Patina und Detailschärfe von Stück zu Stück. Genau das macht den Reiz aus: Sie erhalten kein Serienprodukt, sondern einen individuellen Zeitzeugen aus dem goldenen Zeitalter Chinas. Sicher verpackt und als Werteversand auf den Weg gebracht.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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