
Schlimme Konjunkturdaten für Deutschland und die EU – kaum Hoffnung auf Besserung für Privathaushalte
In den USA kommt die Inflation seit einiger Zeit bereits zurück. Nun mehren sich auch die Anzeichen für eine Kehrtwende in Deutschland. Kursgewinne für deutsche Staatsanleihen, ein Nachgeben des Euro und sinkende Erzeugerpreise sind allesamt Indikatoren für einen nachlassenden Inflationsdruck und damit eine bald rückläufige Inflation. Derweil häuft Deutschland weiterhin mächtig Schulden auf und das Handelsdefizit ist weiterhin enorm. Die schwierigste Zeit steht uns trotz positiver Anzeichen wohl erst noch bevor.

Das Finanzministerium wies aktuell für Ende Oktober ungedeckte 103 Milliarden Euro aus.
Bildquelle: Alexandr Martynov, via Shutterstock
Die europäische Leistungsbilanz (Importe und Exporte) lag im September bei weiterhin schlimmen minus 8 Billionen Euro. Diese Zahlen gab die EZB bekannt. Damit verbesserte sich das Verhältnis von Exporten zu Importen zugunsten der Ausfuhr von Waren um 19 Billionen Euro, aber der Wert bleibt auf einem sehr hohen negativen Niveau. Grund für die Verbesserungen seien fallende Preise für Energie, so die EZB in ihrem Bericht. Im Klartext: Gehen die Preise für Öl, Gas & Co. wie vermutet bald wieder durch die Decke, steigen die Importe deutlich an und die Exporte brechen ein. Keine guten Zeichen für die deutsche Wirtschaft.
Bundesregierung macht weiter Milliarden-Schulden
Und so kommt bei den deutschen Exporteuren auch kaum Hoffnung auf. Die Stimmung in der Branche sei weiterhin auf „niedrigem Niveau“, erklärte das Bundesfinanzministerium in seinem vorgelegten Monatsbericht für den Oktober und beruft sich auf die Zahlen des ifo Instituts. Dessen monatlich gemessene Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe lagen im vergangenen Monat bei minus 5,3 Punkten. Laut ifo löst eine hohe Unsicherheit „Zurückhaltung bei Neuaufträgen aus dem Ausland aus“.
Erschreckend ist der aktuelle Blick auf den Haushalt und die Schulden des Bundes. Bis Ende Oktober dieses Jahres stand die Bundesrepublik bei Kreditgebern mit 1.498,2 Milliarden Euro in der Kreide. Damit hat sich der Schuldenberg seit Beginn des Jahres um 59,8 Milliarden Euro erhöht. Das Finanzministerium begründet die neuen Kredite mit einem erhöhten „Finanzierungsbedarf des Bundes für den Haushalt und die Sondervermögen einschließlich Darlehensfinanzierung“.
Aber es kommt noch schlimmer: Denn trotz der Milliarden-Kredite klafft für 2022 ein riesiges Loch im Bundeshaushalt. Das Finanzministerium wies für Ende Oktober ungedeckte 103 Milliarden Euro aus. Ein Minus, das wohl auch nicht über höhere Steuereinnahmen gedeckt werden kann. Denn auch hier läuft’s nicht wie wohl erhofft. Die Steuereinnahmen bislang liegen zwar 6,1 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum, aber das Plus reicht nicht mal annähernd, um das Loch in der Kasse zu stopfen.
Schuldenspirale schlägt zu und die Bürger bürgen
Mit anderen Worten: Die Bundesregierung macht weiterhin Politik, für die sie kein Geld hat. Während private Kreditnehmer vor der Schuldenspirale gewarnt werden, surft der Bund fröhlich auf genau diesem Kreisel bergab. Nur zur Erinnerung: Für jeden Kredit muss jemand bürgen. Das sind im Falle der Staatsschulden, wie das Wort schon sagt, die Bürger.
Unterdessen meldet das Statistische Bundesamt erstmals seit Mai 2020 fallende Erzeugerpreise. Im Oktober sanken die Preise für gewerbliche Produkte um 4,2 Prozent. Grund dafür, so Ökonomen, seien sinkende Energiepreise für Gewerbekunden. Dies deutet auch für Deutschland auf einen möglichen Rückgang der Inflation hin. Während die Inflation in den USA seit einiger Zeit rückläufig ist, steigt sie im Euroraum bislang stetig an. Ein Plus von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hatte das Statistische Bundesamt für den Oktober ausgewiesen.
Auf die Bürger dürften diese Zahlen kaum positive Auswirkungen haben. Weil Energie für den privaten Nutzer nicht günstiger wird und eine sinkende Inflation sehr wahrscheinlich nur in der Wirtschaft ankommt, können sich die Endverbraucher nicht auf Erleichterungen für ihr Portemonnaie freuen.
Fazit: Alle Kennzahlen zeigen bergab: BIP, Geschäftsklima & Co. zeigen ein düsteres Zukunftsbild!
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