
Deutschlands Gasspeicher im freien Fall: Droht der Kollaps noch vor Frühlingsende?
Während die Bundesregierung und die Bundesnetzagentur beschwichtigende Durchhalteparolen verbreiten, zeichnen die nackten Zahlen ein erschreckendes Bild: Die deutschen Gasspeicher leeren sich in besorgniserregendem Tempo, und ein kritischer Engpass könnte bereits Mitte März Realität werden. Doch wer erwartet hatte, dass die politisch Verantwortlichen angesichts dieser Entwicklung Alarm schlagen würden, sieht sich getäuscht.
Rekordtiefstände mitten im Winter
Der größte Gasspeicher Westeuropas in Rehden im Landkreis Diepholz weist mittlerweile nur noch einen Füllstand von erschreckenden 9,75 Prozent auf. Bundesweit liegt der Füllstand bei gerade einmal 29,12 Prozent – und täglich schrumpfen die Reserven um etwa ein Prozent. Ein simpler Dreisatz genügt, um zu erkennen: Bei diesem Tempo könnten die Speicher bereits Mitte März vollständig leer sein.
Besonders pikant: Dieser Wert von knapp 30 Prozent wurde im vergangenen Jahr erst am 1. April erreicht – also am Ende der Heizperiode. Wir befinden uns jedoch noch mitten im Winter, und der Januar war mit 1,6 Grad unter dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 ungewöhnlich kalt. So viel zum Thema Klimawandel, der nach Meinung mancher Ideologen strenge Winter längst der Vergangenheit hätte angehören lassen sollen.
Die Bundesnetzagentur: Meister der Verharmlosung
Während die Kurven auf den Diagrammen steil nach unten zeigen, verbreitet die Bundesnetzagentur unter ihrem Präsidenten Klaus Müller, einem ehemaligen grünen Umweltminister aus Schleswig-Holstein, unverdrossen rosaroten Optimismus. Auf der offiziellen Webseite heißt es lapidar:
„Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein."
Man fragt sich unwillkürlich, welche Daten die Behörde eigentlich auswertet. Oder handelt es sich schlicht um politisch motivierte Beruhigungspropaganda, die den Bürgern vorgaukeln soll, alles sei in bester Ordnung? Die Realität spricht jedenfalls eine andere Sprache.
Steigende Preise als unvermeidliche Konsequenz
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Kneller aus Nordrhein-Westfalen warnt eindringlich vor den Folgen dieser Entwicklung: Der drohende Gasmangel treibe Deutschland in eine teure Versorgungslage, weil man nun gezwungen sei, zu hohen Marktpreisen Gas nachzukaufen. Es ist eine alte Händlerweisheit, dass niedrige Speicherfüllstände, harte Winter und geopolitische Unsicherheiten die Gaspreise an der Börse in die Höhe treiben.
Allein der Preissprung innerhalb einer Handelswoche Mitte Januar betrug satte 25 Prozent – der höchste Stand seit vergangenem Juli. Rohstoffexperten der Commerzbank bezeichnen die Gasvorräte der EU als „ungewöhnlich niedrig". Deutschland liegt mit seinen Füllständen sogar deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 39,23 Prozent.
Das Energiewirtschaftliche Institut warnt
Eine aktuelle Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln zeichnet ein düsteres Szenario: Sollte die Kälteperiode bis Ende März andauern, könnte die Gasnachfrage um bis zu 120 Terawattstunden steigen. Um nicht unter einen kritischen Restspeicherstand von zehn Prozent zu sinken, müssten die europäischen LNG-Importterminals ihre Auslastung auf bis zu 90 Prozent steigern. Das dürfte nicht nur logistisch anspruchsvoll, sondern vor allem extrem kostspielig werden.
Die Zeche zahlt der Bürger
Die gestiegenen Einkaufspreise werden die Gasversorger üblicherweise zeitversetzt an ihre Kunden weitergeben. Für Millionen deutsche Haushalte bedeutet das: Die nächste Nebenkostenabrechnung dürfte schmerzhaft ausfallen. Doch die öffentlich-rechtlichen Medien wiegeln ab. Die Tagesschau verkündet beruhigend, für Verbraucher werde es „kurzfristig" nicht teurer. Was genau „kurzfristig" bedeutet – einen Tag, eine Woche, einen Monat? – bleibt im Dunkeln. Für solche Beschwichtigungen haben sich die GEZ-Gebühren wieder einmal gelohnt.
Merz auf Betteltour am Golf
Bundeskanzler Friedrich Merz versucht derweil, die Lage durch diplomatische Bemühungen zu entschärfen. Eine Reise in die Golfregion nach Katar soll neues Flüssiggas beschaffen. Der Versuch ist freilich nicht neu: Schon der frühere Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen war nach Doha gereist und hatte dort seine berühmten Verbeugungen gemacht. Gebracht hat es wenig.
Das Grundproblem bleibt ungelöst: Die EU-Klimaziele verhindern langfristige Handelsverträge, weil die Brüsseler Bürokraten keine Verpflichtungen eingehen wollen, die über Jahrzehnte laufen. Die Konsequenz dieser ideologiegetriebenen Politik ist absehbar: Frieren wird zur Alternative.
Ein hausgemachtes Desaster
Die aktuelle Gaskrise ist das Ergebnis jahrelanger politischer Fehlentscheidungen. Der überstürzte Ausstieg aus der Kernenergie, die Abhängigkeit von russischem Gas, die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines und die ideologisch motivierte Ablehnung langfristiger Lieferverträge haben Deutschland in eine prekäre Lage manövriert. Dass die Verantwortlichen nun so tun, als sei alles unter Kontrolle, grenzt an Realitätsverweigerung.
Die deutschen Bürger werden die Rechnung für diese verfehlte Energiepolitik bezahlen müssen – mit höheren Preisen, mit Versorgungsunsicherheit und möglicherweise sogar mit kalten Wohnungen. Es wäre an der Zeit, dass die Politik endlich Verantwortung übernimmt, statt die Probleme schönzureden. Doch danach sieht es derzeit leider nicht aus.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Energiepreise erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker für die Vermögenssicherung. Während Papierwerte und Energiepreise schwanken, behalten Edelmetalle ihren intrinsischen Wert und bieten Schutz vor Inflation und politischen Fehlentscheidungen.

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