
Deutschlands Gasspeicher vor dem Kollaps: Arktische Kälte trifft auf politisches Totalversagen
Was jahrelang von kritischen Stimmen prophezeit wurde, nimmt nun erschreckende Gestalt an: Die deutschen Gasspeicher leeren sich in bedrohlichem Tempo, während eine arktische Kältewelle das Land fest im Griff hält. Der Füllstand ist auf alarmierende 31,25 Prozent abgestürzt – und das ist erst der Anfang einer Katastrophe, die sich mit mathematischer Präzision ankündigt.
Nur noch Wochen bis zum Notbetrieb
Die nackten Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Mit einem täglichen Rückgang von etwa 0,73 Prozent wird der kritische Schwellenwert von 20 Prozent in gerade einmal 16 bis 18 Tagen erreicht sein. Doch die Realität ist noch düsterer, als es die Statistiken vermuten lassen. Denn was viele nicht wissen: Unterirdische Gasspeicher funktionieren nicht wie Stahltanks. Mit sinkendem Füllstand fällt auch der Druck – und damit die Möglichkeit, überhaupt noch Gas zu entnehmen.
Der Speicher Wolfersberg etwa ist mit kläglichen 4,57 Prozent Restgas bereits seit längerer Zeit außer Betrieb. Einer der größten deutschen Speicher, Rehden, ist auf 9,09 Prozent gefallen und konnte zuletzt nur noch 0,32 Prozent abgeben. Technisch gesehen ist Rehden bereits leer – das verbliebene Gas lässt sich schlicht nicht mehr fördern.
Bayern steht vor dem Blackout
Besonders dramatisch stellt sich die Lage im Süden Deutschlands dar. Der Speicher Breitbrunn kann bei einem Füllstand von 16,35 Prozent nur noch vier bis sechs Tage liefern. Damit verliert Bayern bereits am kommenden Wochenende seinen wichtigsten Puffer für München und die dortigen Gaskraftwerke. Eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet der CSU-regierte Freistaat als erstes in die Knie gehen könnte.
Auch Berlin steht vor massiven Problemen: Der Speicher Rüdersdorf ist auf 21,61 Prozent gefallen. Bei einer täglichen Entnahme von 1,31 Prozent ist spätestens um den 18. Februar Schluss. Die Hauptstadt hängt dann direkt an der Fernleitung – was bei anhaltender Kälte zu gefährlichen Druckabfällen führen kann.
Die Wetterprognosen verheißen nichts Gutes
Als wäre die Situation nicht schon prekär genug, sagen die Meteorologen für die kommenden Wochen anhaltend eisige Temperaturen voraus. Eine arktische Kältewelle breitet sich bis weit nach Westen und Süden aus. Der gesamte Februar wird im Norden des Kontinents bis in den Norden und Osten Deutschlands deutlich zu kalt ausfallen – oder besser gesagt: so kalt, wie es früher einmal normal war.
In Moskau fielen innerhalb von 24 Stunden knapp 60 Zentimeter Schnee – so viel wie seit 203 Jahren nicht mehr. In Saransk türmten sich sogar über einen Meter Schnee. Diese Wetterlage macht einen Hoffnungsschimmer zunichte: Die Kälte wird bleiben, der Gasverbrauch wird hoch bleiben.
Das Erbe einer desaströsen Energiepolitik
Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in Jahren ideologiegetriebener Energiepolitik, die jede Warnung in den Wind schlug. Kohlekraftwerke wurden gesprengt, Atomkraftwerke abgeschaltet, und die Abhängigkeit von Gaskraftwerken stieg ins Unermessliche. Gleichzeitig wurden Heizungen aggressiv auf Wärmepumpen umgestellt und Elektroautos als Heilsbringer propagiert – was den Strombedarf massiv in die Höhe trieb.
Eine Energiepolitik, die die Diversität der Erzeugung und Verteilnetze kaputt macht und auf ein Strom-Monopol mit unzuverlässigen Quellen wie Solar und Wind hinarbeitet, kann nur ins Desaster führen.
Die deutschen LNG-Terminals wie Mukran sind wegen der Eislage mittlerweile außer Betrieb. Die Niederlande, deren Speicher selbst auf 23,99 Prozent abgefallen sind, werden bald die Lieferungen an Deutschland zum Selbstschutz einstellen müssen. Belgien steht mit 30,69 Prozent nicht viel besser da.
Wer wird zuerst frieren?
Die bange Frage, die sich nun stellt: Wer wird zuerst abgeschaltet? Die Speicher der Industrie – etwa in Frankenthal bei BASF oder im Chemiepark Bernburg – leeren sich dramatisch. In wenigen Tagen werden nicht priorisierte Nutzer vom Netz genommen werden müssen. Die Reihenfolge der Abschaltungen wird zum politischen Sprengstoff.
Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis: Dieses Desaster war vorhersehbar, es wurde vorhergesagt, und es wurde ignoriert. Die Verantwortlichen in Berlin haben jahrelang eine Energiepolitik betrieben, die Deutschland in genau diese Abhängigkeit und Verwundbarkeit geführt hat. Nun zahlen die Bürger die Zeche – im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrer Wärme.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Deutschland diese selbstverschuldete Krise ohne größere Schäden übersteht. Die Prognosen sind düster, die Reserven schwinden, und die Kälte bleibt. Ein Lehrstück darüber, wohin ideologische Verblendung führt, wenn sie auf die harte Realität trifft.

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