
Digitaler Wahnsinn: EU will Bürgern den Beipackzettel wegnehmen
Die Brüsseler Bürokraten haben wieder einmal zugeschlagen. Diesmal im Visier: der gute alte Beipackzettel. Während die deutsche Wirtschaft auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020 abgestürzt sei und Trump mit seinen Zöllen Europa in ein "Horrorszenario" treibe, beschäftigen sich die EU-Technokraten mit der Digitalisierung von Medikamenteninformationen. Man könnte meinen, es gäbe keine drängenderen Probleme.
Der nächste Schritt zur totalen Digitalisierung
Im Rahmen einer geplanten Reform des europäischen Arzneimittelrechts sollen gedruckte Beipackzettel nach und nach durch elektronische Varianten per QR-Code und Smartphone ersetzt werden. Was auf den ersten Blick modern und fortschrittlich klingen mag, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als weiterer Angriff auf die Selbstbestimmung der Bürger – insbesondere der älteren Generation.
Thomas Preis, Präsident der Apotheker-Spitzenorganisation ABDA, warnte eindringlich: Elektronische Packungsbeilagen könnten die gedruckten ergänzen, dürften sie aber keinesfalls komplett ersetzen. Seine Begründung sei einleuchtend: "Jeder muss sich barrierefrei über sein Arzneimittel informieren können. Das ist gerade auch bei Notfällen wichtig."
Die vergessene Generation
Besonders pikant: Während die EU-Kommission von digitaler Innovation schwärmt, haben viele ältere Menschen überhaupt keinen Zugang zu digitalen Anwendungen. Stellen Sie sich vor: Die 85-jährige Rentnerin, die nachts ihre Herzmedikamente nehmen muss, soll erst ihr Smartphone suchen, den QR-Code scannen und dann im Internet nach Nebenwirkungen suchen? Ein Szenario, das an Realitätsferne kaum zu überbieten ist.
"Mein Plädoyer lautet: gedruckt und digital, damit niemand abgehängt wird"
Diese Worte von Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, treffen den Nagel auf den Kopf. Doch in Brüssel scheint man für solche Bedenken taub zu sein. Die Technokraten träumen von einer volldigitalisierten Welt, in der jeder Bürger permanent online sei und sein Leben per App organisiere.
Die wahren Motive hinter der Reform
Offiziell gehe es darum, den europäischen Pharmasektor wettbewerbsfähiger zu machen und Lieferengpässen besser begegnen zu können. Doch wie genau soll das Weglassen von Papier-Beipackzetteln Medikamentenengpässe lösen? Diese Logik erschließt sich wohl nur den hochbezahlten EU-Beamten in ihren Brüsseler Elfenbeintürmen.
Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass hier unter dem Deckmantel der Modernisierung weitere Kontrollmechanismen etabliert werden sollen. Wer digital auf Medikamenteninformationen zugreift, hinterlässt Spuren. In Zeiten, in denen der Einsatz von Staatstrojanern diskutiert werde und die digitale Überwachung stetig zunehme, sollte dieser Aspekt nicht unterschätzt werden.
Frankreich als Warnung
In einigen EU-Staaten wie Frankreich warnen Verbraucher- und Patientenschützer bereits vor dem kompletten Verschwinden der Papier-Beipackzettel. Was dort passiere, könnte bald auch Deutschland drohen – es sei denn, der Widerstand formiert sich rechtzeitig.
Die Apotheker haben bereits Stellung bezogen. Sie befürchten nicht nur eine Benachteiligung ihrer älteren Kunden, sondern auch zusätzliche Belastungen für ihre Betriebe. Sollen sie etwa für jeden Kunden ohne Smartphone den digitalen Beipackzettel ausdrucken? Ein bürokratischer Irrsinn, der seinesgleichen sucht.
Zeit für Widerstand
Es ist höchste Zeit, dass sich die Bürger gegen diese Bevormundung zur Wehr setzen. Der Beipackzettel mag nur ein kleines Stück Papier sein, doch er steht symbolisch für viel mehr: für das Recht auf analoge Alternativen, für die Berücksichtigung aller Generationen und für den Schutz vor totaler Digitalisierung.
Während die Merz-Regierung nach 100 Tagen eine gemischte Bilanz aufweise und mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Inflation weiter anheize, sollte sie sich lieber um die wirklichen Sorgen der Bürger kümmern. Dazu gehört auch, sich in Brüssel gegen solche realitätsfernen Vorhaben zu stemmen.
Die Botschaft muss klar sein: Fortschritt ja, aber nicht auf Kosten der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Ein gedruckter Beipackzettel mag in der digitalen Welt altmodisch erscheinen, doch er ist ein unverzichtbares Stück Patientensicherheit – und das muss er auch bleiben.
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