
Gefangenenaustausch in Abu Dhabi: Erste Erfolge der Trump-Diplomatie im Ukraine-Konflikt

Während Europa weiterhin auf Eskalation setzt, zeigen die von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in den Vereinigten Arabischen Emiraten erste konkrete Ergebnisse. Am Donnerstag einigten sich beide Kriegsparteien auf den Austausch von 314 Kriegsgefangenen – ein humanitärer Lichtblick inmitten eines Konflikts, der nun bereits ins vierte Jahr geht.
Amerikanische Vermittlung trägt Früchte
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bestätigte das Abkommen und betonte, dass trotz der noch ausstehenden erheblichen Arbeit solche Schritte beweisen würden, dass nachhaltige diplomatische Bemühungen greifbare Resultate liefern könnten. Eine bemerkenswerte Aussage, die man von europäischen Politikern in dieser Form kaum vernimmt.
Der russische Unterhändler Kirill Dmitriew zeigte sich gegenüber staatlichen Medien optimistisch und erklärte, die Dinge bewegten sich in eine gute, positive Richtung. Gleichzeitig kritisierte er jedoch scharf die europäischen Nationen, die versuchten, den Fortschritt zu stören und sich in den Prozess einzumischen. Eine Kritik, die angesichts der jüngsten Rhetorik aus Brüssel und Berlin nicht von der Hand zu weisen ist.
Die großen Fragen bleiben ungelöst
Trotz des positiven Signals durch den Gefangenenaustausch gibt es bei den entscheidenden Streitpunkten – insbesondere der Territorialfrage – keine erkennbaren Fortschritte. Moskau beharrt weiterhin auf der Abtretung jener Teile des Donbass, die noch unter ukrainischer Kontrolle stehen. Selenskyjs kategorische Weigerung bedeutet, dass Russland bereit ist, diese Frage auf dem Schlachtfeld zu klären.
Unterdessen fordert der ukrainische Präsident immer mehr von Europa. Er drängt auf eine Flugverbotszone und erklärt, alle Sicherheitsgarantien für die Ukraine würden die Sicherheit dieses Teils Europas stärken. Kiew sei bereit, seine Drohnen gegen Luftabwehrraketen und polnische MiG-29-Kampfjets einzutauschen.
Polens zwiespältige Rolle
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, der sich in Kiew aufhielt, verkündete pathetisch, er wolle dort sein,
weil dies der Ort auf der Weltkarte ist, an dem alle Menschen sehr klar sehen können, wie durch ein Vergrößerungsglas, was gut und was böse ist.Solche moralischen Absolutismen mögen rhetorisch wirksam sein, bringen den Frieden jedoch keinen Schritt näher.
Immerhin kündigte Tusk ein neues Hilfspaket von 47 Millionen Euro an, hauptsächlich für gepanzerte Ausrüstung bestimmt. Die maximalistischen Forderungen Kiews erfüllte er damit jedoch nicht.
Trumps pragmatischer Ansatz
Präsident Trump lobte Putin zu Beginn der Woche dafür, einer vorübergehenden Feuerpause bei Angriffen auf Kiew zugestimmt zu haben. Ein Ansatz, der sich wohltuend von der europäischen Strategie unterscheidet, die offenbar mehr auf Waffenlieferungen als auf Verhandlungen setzt. Die trilateralen Gespräche in Abu Dhabi, die am Mittwoch begannen, könnten – sollten sie erfolgreich sein – als Beweis dienen, dass Diplomatie und nicht Eskalation der Weg zum Frieden ist.
Für die 314 Kriegsgefangenen und ihre Familien ist dieser Austausch jedenfalls mehr als nur ein symbolischer Erfolg. Es ist ein Zeichen der Hoffnung in einem Konflikt, der bereits viel zu viele Opfer gefordert hat.

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