
Goldenes Geschenk für Trump: Wie Apple sich Milliarden-Vorteile sichert
Ein graviertes Glaskunstwerk auf einem Sockel aus 24-karätigem Gold – mit diesem außergewöhnlichen Präsent empfing Apple-Chef Tim Cook den US-Präsidenten Donald Trump im Weißen Haus. Doch hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich ein knallhartes Geschäft, das dem Tech-Giganten Steuervorteile in Milliardenhöhe sichern könnte.
Ein Geschenk, das sich auszahlt
Die Szene im Oval Office hatte es in sich: Während Cook das „Einzelstück" – eine gravierte Siliziumscheibe aus amerikanischem Glas auf purem Gold – überreichte, kündigte er zeitgleich zusätzliche Investitionen von 100 Milliarden Dollar in den USA an. Ein geschickter Schachzug, denn Trump drohte just in diesem Moment mit drakonischen Zöllen von 100 Prozent auf importierte Computerchips.
„Die gute Nachricht für Unternehmen wie Apple ist: Wenn ihr in den Vereinigten Staaten baut oder euch unmissverständlich dazu verpflichtet, wird es keine Abgabe geben", verkündete Trump großzügig. Eine Ausnahme, die Apple vor Zusatzkosten von bis zu 900 Millionen Dollar bewahren könnte – ein wahrhaft goldener Deal.
Amerikanische Produktion als Trumpfkarte
Der Apple-Chef wusste genau, welche Saiten er bei Trump anschlagen musste. „Wir sind ein stolzes amerikanisches Unternehmen", betonte Cook und dankte dem Präsidenten dafür, ein „großer Befürworter von amerikanischer Innovation und Fertigung" zu sein. Die Ankündigung, dass künftig das gesamte Glas für iPhones und Apple Watches in einer Corning-Fabrik in Kentucky produziert werden solle, kam da wie gerufen.
Mit den neuen Investitionen steigt Apples Gesamtengagement in den USA auf beeindruckende 600 Milliarden Dollar. Ein Betrag, der selbst einen Trump beeindrucken dürfte – und der zeigt, wie viel dem Konzern die Zollfreiheit wert ist.
Fragwürdige Geschenkpolitik im Weißen Haus
Dabei ist es nicht das erste Mal, dass Trump wertvolle Präsente entgegennimmt. Bereits in seiner letzten Amtszeit erhielt er von Cook ein MacBook Pro im Wert von knapp 6.000 Dollar. Noch brisanter: Die geplante Übernahme einer luxuriösen Boeing 747-8 vom Golfstaat Katar, die Kritiker als klaren Verfassungsverstoß werteten. Nach US-Recht dürfen Regierungsbeamte eigentlich keine Geschenke ausländischer Regierungen annehmen.
Die Goldgeschenk-Affäre wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verflechtungen zwischen Big Tech und der Politik. Während normale Bürger unter steigenden Preisen und Inflation leiden, sichern sich Großkonzerne mit geschicktem Lobbying und glänzenden Geschenken milliardenschwere Vorteile.
Ein Muster, das sich wiederholt
Es zeigt sich einmal mehr: In der Welt der Superreichen und Mächtigen gelten andere Regeln. Während mittelständische Unternehmen unter der Steuerlast ächzen und kleine Betriebe um ihre Existenz kämpfen, können sich Konzerne wie Apple mit strategischen „Geschenken" und Investitionsversprechen von Abgaben befreien lassen.
Die deutsche Politik täte gut daran, aus solchen Beispielen zu lernen. Statt immer neue Belastungen für die heimische Wirtschaft zu erfinden, sollte sie endlich Rahmenbedingungen schaffen, die Investitionen und Arbeitsplätze im eigenen Land fördern. Doch von der aktuellen Großen Koalition unter Merz und Klingbeil ist hier wenig zu erwarten – zu sehr ist man mit ideologischen Grabenkämpfen und dem Verwalten des Status quo beschäftigt.
In Zeiten wie diesen, in denen die Wirtschaftspolitik zunehmend unberechenbar wird und Handelskriege drohen, gewinnen physische Werte wie Gold an Bedeutung. Während Aktien und Unternehmensanteile von politischen Entscheidungen abhängen, behält das Edelmetall seinen Wert – ganz ohne Geschenke an Präsidenten.