
Japans Börse im Höhenflug: Takaichis Wahltriumph beflügelt den Nikkei auf historisches Rekordhoch
Was für ein Paukenschlag aus Fernost! Der japanische Leitindex Nikkei-225 hat am Montag ein neues Allzeithoch erreicht und damit die Finanzmärkte weltweit in Erstaunen versetzt. Der Auslöser dieser Euphorie: Die überraschend deutliche Zweidrittelmehrheit für die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) unter Regierungschefin Sanae Takaichi. Ein Ergebnis, das selbst hartgesottene Marktbeobachter nicht auf dem Schirm hatten.
Ein Kursfeuerwerk der Extraklasse
In der ersten Handelsstunde schoss der Nikkei-225 um atemberaubende 5,6 Prozent in die Höhe und erreichte dabei einen historischen Höchststand von 57.267 Punkten. Bis zur Mittagspause konsolidierte sich der Index zwar leicht, blieb aber mit einem Plus von 4,4 Prozent bei 56.663 Punkten deutlich im grünen Bereich. Der breitere Topix-Index, der die gesamte Börsenlandschaft Japans abbildet, legte ebenfalls um beachtliche 2,4 Prozent auf 3.785 Punkte zu.
Nozomi Moriya, Aktienstrategin der UBS in Tokio, brachte die Stimmung auf den Punkt: Die Anleger setzen darauf, dass Takaichi ihre Politik wachsender Staatshaushalte nun mit einer stabilen Regierungsmehrheit noch entschlossener durchsetzen kann. Unternehmen und Sektoren, die für wirtschaftliche Sicherheit stehen, dürften die Rallye anführen, so die Expertin.
Takaichis wirtschaftspolitische Vision treibt die Märkte
Die neue Regierungschefin hat unter dem Slogan einer „verantwortungsvollen proaktiven Haushaltspolitik" nicht weniger als 17 strategische Wachstumsfelder definiert. Diese will sie massiv fördern, um Japans Wachstumspotenzial zu steigern, die Position des Landes in globalen Lieferketten zu festigen und – besonders bemerkenswert – militärisch aufzurüsten, um China abzuschrecken. Eine klare Ansage, die an den Börsen offensichtlich auf fruchtbaren Boden fällt.
Rüstungs- und Technologieaktien gehörten folgerichtig zu den größten Gewinnern des Handelstages. Hier zeigt sich einmal mehr: Konservative Wirtschaftspolitik mit klaren Prioritäten und einer starken Verteidigungsstrategie wird von den Märkten honoriert. Ein Modell, von dem sich so mancher europäischer Politiker eine Scheibe abschneiden könnte.
Asiens Börsen im Aufwind
Der japanische Höhenflug strahlte auch auf die Nachbarmärkte aus. Der südkoreanische Kospi-Index legte sogar um 4,6 Prozent auf 5.990 Punkte zu. Der Hongkonger Hang Seng-Index gewann in der ersten Handelsstunde 1,5 Prozent und notierte bei 26.971 Punkten. Selbst der Shanghai Composite Index konnte um 1,2 Punkte auf 4.114 Punkte zulegen, während der Straits-Times-Index in Singapur um 0,6 Prozent auf 4.960 Punkte stieg.
Unterstützt wurden die asiatischen Märkte zusätzlich durch starke Kursgewinne an der Wall Street am Freitag. Die Euphorie der Anleger schien auch bis zur Mittagspause kaum abzuebben – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Investoren an die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung glauben.
Ein Lehrstück für Europa?
Während Japan mit einer klaren konservativen Wirtschaftspolitik die Märkte begeistert, dümpelt Deutschland weiterhin in einer wirtschaftspolitischen Orientierungslosigkeit vor sich hin. Die japanische Regierung setzt auf Wachstum, Sicherheit und strategische Investitionen – Konzepte, die hierzulande oft als überholt abgetan werden. Das Ergebnis spricht für sich: Rekordkurse in Tokio, während der DAX sich mit ganz anderen Problemen herumschlagen muss.
Für Anleger, die in diesen turbulenten Zeiten nach Stabilität suchen, bleibt Gold als bewährter Wertspeicher eine interessante Option. Während Aktienmärkte von politischen Ereignissen und kurzfristigen Stimmungsschwankungen getrieben werden, bieten physische Edelmetalle eine zeitlose Absicherung gegen Unsicherheiten – unabhängig davon, welche Regierung gerade an der Macht ist.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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