
Microsoft zwingt Nutzer in die Cloud-Falle: Word speichert jetzt automatisch bei OneDrive
Die digitale Bevormundung erreicht einen neuen Höhepunkt: Microsoft hat still und heimlich die Spielregeln geändert und macht seine Cloud zum Zwangsspeicherort für alle Word-Dokumente. Was als vermeintliche Komfortfunktion verkauft wird, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als weiterer Schritt in Richtung totaler Datenabhängigkeit.
Der schleichende Kontrollverlust über die eigenen Daten
Seit der neuesten Version von Microsoft Word für Windows landen sämtliche erstellten Dokumente automatisch in Microsofts Cloud-Dienst OneDrive – ob der Nutzer das will oder nicht. Die Voreinstellung greift ab Version 2509 und soll nach Angaben des Konzerns noch in diesem Jahr auch für Excel und PowerPoint eingeführt werden. Wer seine Daten lieber auf dem eigenen Rechner behalten möchte, muss aktiv werden und die Autosave-Funktion deaktivieren oder umständlich in den Einstellungen herumwühlen.
Besonders perfide: Schließt man Word ohne expliziten Speicherbefehl, fragt das Programm scheinheilig, ob der Inhalt in der Cloud verbleiben oder verworfen werden soll. Die Formulierung suggeriert, dass ein Nicht-Speichern in der Cloud gleichbedeutend mit Datenverlust sei – eine manipulative Taktik, die technisch weniger versierte Nutzer in die Irre führen dürfte.
Copilot lauert bereits auf Ihre Daten
Was Microsoft-Produktmanager Raul Munoz als Vorteil anpreist – nämlich den Schutz vor Datenverlust bei Programmabstürzen oder Stromausfällen – verschweigt die wahren Beweggründe. Denn sobald die Dokumente in der Cloud landen, erhält auch Microsofts KI-Assistent Copilot unmittelbaren Zugriff darauf. Die künstliche Intelligenz kann dann munter in privaten und geschäftlichen Dokumenten herumschnüffeln, natürlich nur zu unserem Besten, wie uns der Konzern glauben machen möchte.
Diese Entwicklung reiht sich nahtlos ein in den besorgniserregenden Trend der Tech-Giganten, immer mehr Kontrolle über unsere digitale Existenz zu erlangen. Was früher selbstverständlich war – die Hoheit über die eigenen Dateien auf dem eigenen Computer – wird schleichend zur Ausnahme degradiert.
Technische Pannen inklusive
Als wäre die Zwangsbeglückung nicht genug, räumt Microsoft auch noch peinliche Programmfehler ein: Ist der Startbildschirm deaktiviert, funktioniert die automatische Speicherung bei der ersten Datei jeder Sitzung nicht. Und wird eine zweite Word-Instanz geöffnet, versagt die Funktion ebenfalls. So viel zur angeblichen Zuverlässigkeit der Cloud-Lösung.
Zeit für digitale Selbstbestimmung
Diese Entwicklung sollte jeden aufmerksamen Bürger alarmieren. Während unsere Bundesregierung sich in Klimaneutralitäts-Fantasien verliert und mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen künftige Generationen in die Schuldenfalle treibt, überlassen wir kampflos unsere digitale Souveränität amerikanischen Konzernen. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hätte hier die Chance, endlich Flagge zu zeigen und europäische Alternativen zu fördern, statt weiter den digitalen Ausverkauf zu betreiben.
Wer seine Daten schützen möchte, sollte nicht nur die Autosave-Funktion deaktivieren, sondern sich grundsätzlich nach Alternativen zu Microsofts Produkten umsehen. Open-Source-Lösungen wie LibreOffice bieten volle Kontrolle über die eigenen Daten – ganz ohne Cloud-Zwang und KI-Schnüffelei. In Zeiten, in denen unsere persönlichen Informationen zum wertvollsten Rohstoff geworden sind, sollten wir sie nicht leichtfertig aus der Hand geben.
Die schöne neue Cloud-Welt mag bequem erscheinen, doch der Preis dafür ist hoch: Wir bezahlen mit unserer digitalen Freiheit und Privatsphäre. Es wird Zeit, dass wir uns diese Freiheit zurückholen – bevor es zu spät ist.
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