
Niederlande planen Steuer auf unrealisierte Gewinne: Ein Frontalangriff auf das Privateigentum

Ein fiskalisches Unwetter zieht über den Niederlanden auf, das weitreichende Konsequenzen für ganz Europa haben könnte. Die Regierung in Den Haag erwägt die Einführung einer Steuer auf unrealisierte Kapitalgewinne – ein beispielloser Vorstoß, der das Verhältnis zwischen Staat und Bürger fundamental erschüttern dürfte. Was sich hier anbahnt, ist nichts weniger als ein systematischer Vermögenstransfer von der Privatwirtschaft in die Staatskassen.
Der niederländische Präzedenzfall
Im März werden beide Kammern des niederländischen Parlaments über die Implementierung einer jährlichen Steuer auf unrealisierte Gewinne abstimmen. Sollte das Gesetz durchkommen, würden künftig sämtliche Wertsteigerungen – von Immobilien über Aktien bis hin zu Kryptowährungen – unter diese fiskalische Regelung fallen. Das Perfide daran: Bereits versteuertes Einkommen und Vermögen würde erneut besteuert, und zwar auf Basis rein hypothetischer Gewinne.
Besonders alarmierend erscheint die breite politische Unterstützung für diese Maßnahme. Sowohl rechte als auch linke Parteien tragen den Vorstoß mit – ein fiskalisches Hufeisen-Phänomen, das offenbar eine schwere nationale Finanzkrise antizipiert. Doch halt: Die Niederlande weisen eine Schuldenquote von lediglich 46 Prozent auf, die Neuverschuldung liegt bei knapp über zwei Prozent des BIP. Warum also dieser aggressive Griff in die Taschen der Bürger?
Europa auf dem Weg in die Planwirtschaft
Die Antwort liegt im größeren europäischen Kontext. Die Deindustrialisierung Deutschlands, der größten Industriebasis Europas, begann bereits 2018 und hat sich seither dramatisch beschleunigt. Massive Kapitalflucht ist die Folge. Was für Deutschland gilt, trifft die fragilen Peripheriestaaten noch härter.
Seit Jahrzehnten verschiebt sich Europas Wirtschaft von der Produktion hin zu Finanz- und Vermögensmodellen. Während die Finanzialisierung voranschreitet, wandern Produktion und Wertschöpfung zunehmend ins Ausland ab. Die europäischen Staaten sehen keinen Ausweg aus der wirtschaftlichen Todesspirale, die durch ausufernde Sozialsysteme, unkontrollierte Migration und schrumpfende industrielle Kernproduktivität entstanden ist.
Die Politiker kaufen Zeit durch die Enteignung der Bürgerersparnisse, um dem wachsenden Reformdruck auszuweichen.
Der europäische Vermögenssteuer-Flickenteppich
Die Niederlande stehen mit ihren Plänen keineswegs allein. Norwegen führte kürzlich eine Vermögenssteuer von etwa einem Prozent auf Nettovermögen über 160.000 Euro pro Person ein. Spanien wendet eine progressive Vermögenssteuer von bis zu 3,5 Prozent an, ergänzt durch eine sogenannte "Solidaritätsabgabe" für Vermögen über drei Millionen Euro. "Solidarität" – ein politisches Schlagwort, das rhetorisch die bevorstehende fiskalische Enteignung rechtfertigen soll.
Auch in Deutschland legen die Koalitionsparteien seit dem vergangenen Jahr den Grundstein für eine massive Ausweitung der Erbschaftssteuern. Es wäre unklug auszuschließen, dass das politisch beeinflusste Bundesverfassungsgericht künftig eine nationale Vermögenssteuer absegnen könnte.
Das amerikanische Spiegelbild
Wo immer das europäische Modell adaptiert wurde, kommen ähnliche Instrumente zum Einsatz. In New York kündigte der sozialistische Bürgermeister Zohran Mamdani diese Woche an, eine Haushaltslücke von zehn Milliarden Dollar mit einer Vermögenssteuer schließen zu wollen. In Kalifornien wurde der "Billionaire Tax Act" eingebracht – eine einmalige fünfprozentige Vermögensabgabe auf Nettovermögen über einer Milliarde Dollar. Die Abwanderung aus dem Golden State hat längst begonnen.
Physische Werte als Schutzschild
In Zeiten, in denen Staaten zunehmend aggressiv auf das Vermögen ihrer Bürger zugreifen, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber an Bedeutung. Sie bieten nicht nur Schutz vor Inflation, sondern auch eine gewisse Unabhängigkeit von staatlichen Zugriffen – vorausgesetzt, sie werden sachgerecht verwahrt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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