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03.02.2026
14:28 Uhr

Pekings Raffinessen: China ersetzt venezolanisches Öl durch iranische Lieferungen

Pekings Raffinessen: China ersetzt venezolanisches Öl durch iranische Lieferungen

Die geopolitischen Verwerfungen auf dem globalen Ölmarkt nehmen immer groteskere Züge an. Während Washington mit eiserner Faust die Kontrolle über Venezuelas schwarzes Gold an sich gerissen hat, reagiert China mit bemerkenswerter Flexibilität – und greift kurzerhand auf iranisches Rohöl zurück. Ein Schachzug, der die Absurdität der amerikanischen Sanktionspolitik einmal mehr entlarvt.

Washingtons Griff nach Venezuelas Ölreserven

Die Ereignisse überschlagen sich: Seit US-Präsident Donald Trump im Dezember eine Blockade gegen venezolanische Öltanker verhängte, sind die Lieferungen nach China drastisch eingebrochen. Am 3. Januar bombardierten US-Streitkräfte die venezolanische Hauptstadt, entführten Präsident Nicolás Maduro und übernahmen die Kontrolle über die Ölproduktion des Landes. Die Einnahmen aus dem venezolanischen Ölgeschäft fließen nun auf Konten in Katar – unter direkter Kontrolle des Weißen Hauses.

Man muss sich diese Dreistigkeit auf der Zunge zergehen lassen: Eine souveräne Nation wird ihrer wichtigsten Ressource beraubt, während die selbsternannte Weltpolizei die Beute unter ausgewählten Handelspartnern verteilt. Die globalen Handelsfirmen Vitol und Trafigura dürfen mit Washingtons Segen bis zu 50 Millionen Barrel venezolanisches Öl verkaufen.

Chinas unabhängige Raffinerien finden Alternativen

Doch Peking lässt sich nicht so leicht in die Knie zwingen. Die sogenannten "Teapot-Raffinerien" – unabhängige chinesische Verarbeiter – haben ihre Einkäufe von iranischem Schweröl massiv hochgefahren. Dieses lagert bereits in chinesischen Zolllagern und auf Tankern vor der Küste. Die Rabatte sind beträchtlich: Iranisches Schweröl wird mit einem Abschlag von etwa 12 Dollar pro Barrel gehandelt, da Teheran aufgrund der US-Sanktionen kaum Abnehmer findet.

Zum Vergleich: Russisches Urals-Öl wird mit ähnlichen Rabatten von 11 bis 12 Dollar pro Barrel gehandelt – ebenfalls eine Folge westlicher Sanktionen. Selbst das von Vitol angebotene venezolanische Öl kommt mit einem Nachlass von rund 5 Dollar pro Barrel auf den Markt.

Strategische Partnerschaft zahlt sich aus

Die Ironie der Geschichte: Vor Jahren importierte China praktisch kein venezolanisches Öl, da die notwendigen Raffinerie-Kapazitäten für Schweröl fehlten. Erst durch milliardenschwere Investitionen im Rahmen einer strategischen Partnerschaft wurde dies möglich. Vor der amerikanischen Übernahme bezog China durchschnittlich 394.000 Barrel pro Tag aus Venezuela – etwa vier Prozent seiner gesamten Seeimporte.

Indien als neuer Abnehmer?

Trump verkündete am Samstag, dass Indien künftig venezolanisches Öl kaufen werde, um russische Lieferungen zu ersetzen. "Wir haben diesen Deal bereits gemacht, das Konzept des Deals", erklärte der Präsident an Bord der Air Force One. Eine bemerkenswerte Aussage, bedenkt man, dass Neu-Delhi erst im vergangenen Jahr seine Käufe aus Venezuela einstellte – nachdem Trump einen 25-prozentigen Zoll auf Länder verhängt hatte, die venezolanisches Öl beziehen.

Die aggressive Sanktionspolitik Washingtons zwingt sowohl Indien als auch China zu permanenten Anpassungen ihrer Energieversorgung. Ob Russland, Venezuela oder Iran – die Liste der sanktionierten Ölproduzenten wächst stetig. Doch die Abnehmer finden stets neue Wege, ihren Bedarf zu decken. Die Frage bleibt: Wie lange kann dieses geopolitische Katz-und-Maus-Spiel noch weitergehen?

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionsentscheidungen sollten stets auf Basis eigener Recherchen und gegebenenfalls nach Konsultation eines Finanzberaters getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keine Haftung.

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