
Putin stärkt Achse mit China: Strategische Allianz gegen den Westen formiert sich
Während der Westen seine Sanktionspolitik gegen Russland immer weiter verschärft, festigt Wladimir Putin die strategische Partnerschaft mit China. Am kommenden Sonntag beginnt der russische Präsident eine mehrtägige Arbeitsreise ins Reich der Mitte, die weit mehr als nur diplomatische Höflichkeiten beinhalten dürfte. Die Reise unterstreicht einmal mehr, wie sehr sich die geopolitischen Machtverhältnisse verschoben haben – und wie wenig die westlichen Sanktionen ihre beabsichtigte Wirkung entfalten.
Mehr als nur Symbolpolitik
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die russisch-chinesischen Beziehungen als "besonders privilegierte strategische Partnerschaft" und betonte, deren Bedeutung könne derzeit kaum überschätzt werden. Diese Worte sind keine diplomatischen Floskeln, sondern spiegeln die Realität wider: Während Europa sich mit explodierenden Energiepreisen und einer schwächelnden Wirtschaft herumschlägt, bauen Russland und China ihre Handelsbeziehungen massiv aus.
Das Programm der Reise liest sich wie eine Demonstration der Stärke: Putin wird nicht nur an bilateralen Gesprächen mit Xi Jinping teilnehmen, sondern auch am Gipfeltreffen der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Tianjin. Diese Organisation, die als Gegengewicht zur NATO konzipiert wurde, gewinnt zunehmend an Bedeutung und umfasst mittlerweile fast die Hälfte der Weltbevölkerung.
Historische Dimension der Partnerschaft
Besonders symbolträchtig ist Putins Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Sieges im chinesischen Widerstandskrieg gegen Japan. Diese gemeinsame Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg schweißt beide Nationen zusammen und steht im krassen Gegensatz zur westlichen Geschichtsvergessenheit, die russische Beiträge zum Sieg über den Faschismus zunehmend marginalisiert.
"Die Bedeutung dieser Beziehungen kann derzeit kaum überschätzt werden"
Diese Aussage Peskows trifft den Nagel auf den Kopf. Während die deutsche Ampel-Regierung mit ihrer desaströsen Sanktionspolitik die eigene Wirtschaft ruinierte und letztendlich daran zerbrach, hat Russland längst neue Partner gefunden. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz mag zwar einen Kurswechsel versprechen, doch der angerichtete Schaden ist immens.
Die neue Weltordnung nimmt Gestalt an
Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als die Entstehung einer multipolaren Weltordnung. Die SOZ entwickelt sich zu einem ernstzunehmenden Gegengewicht zur westlichen Dominanz. Länder wie Indien, Pakistan und der Iran sind bereits Mitglieder, weitere Staaten stehen Schlange. Diese Entwicklung sollte dem Westen zu denken geben – tut es aber offenbar nicht.
Stattdessen setzt man in Washington und Brüssel weiter auf Konfrontation. Die von Trump verhängten Zölle treffen zwar auch China hart, doch das Reich der Mitte hat längst gelernt, sich anzupassen. Die Handelsrouten über Russland gewinnen an Bedeutung, neue Zahlungssysteme jenseits des Dollar-dominierten SWIFT-Systems entstehen.
Deutsche Interessen auf dem Spiel
Für Deutschland ist diese Entwicklung besonders bitter. Jahrzehntelang profitierte die deutsche Wirtschaft von günstiger russischer Energie und dem chinesischen Absatzmarkt. Diese goldene Ära ist vorbei – nicht wegen Putin oder Xi, sondern wegen einer ideologiegetriebenen Politik, die deutsche Interessen systematisch ignorierte.
Die neue Bundesregierung unter Merz steht vor einem Scherbenhaufen. Das angekündigte 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur mag gut klingen, wird aber durch Inflation und steigende Zinsen aufgefressen werden. Gleichzeitig entsteht im Osten eine Wirtschaftszone, von der Deutschland zunehmend ausgeschlossen ist.
Zeit für einen Realitätscheck
Es wird höchste Zeit, dass die deutsche Politik einen Realitätscheck vornimmt. Die Welt des Jahres 2025 ist nicht mehr die des Jahres 1990. Die unipolare Ordnung unter amerikanischer Führung bröckelt, neue Machtzentren entstehen. Deutschland muss sich fragen, ob es weiter als Juniorpartner Washingtons agieren oder eigene Interessen verfolgen will.
Putins Chinareise ist mehr als nur ein diplomatischer Besuch – sie ist ein weiterer Nagel im Sarg der alten Weltordnung. Während der Westen in ideologischen Grabenkämpfen versinkt, schmieden Russland und China an der Zukunft. Eine Zukunft, in der der Westen möglicherweise nur noch eine Nebenrolle spielt.
Die Frage ist nicht, ob diese neue Ordnung kommt – sie ist bereits da. Die Frage ist nur, ob der Westen rechtzeitig aufwacht und seinen Platz darin findet, oder ob er in selbstgewählter Isolation verharrt. Die Zeichen stehen nicht gut, doch noch ist es nicht zu spät für einen Kurswechsel. Dafür bräuchte es allerdings Politiker, die deutsche Interessen über transatlantische Dogmen stellen. Ob die neue Regierung dazu in der Lage ist, wird sich zeigen.
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