
Tausende Iraker melden sich freiwillig zur Verteidigung Irans gegen möglichen US-Angriff

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erreichen einen neuen Höhepunkt. In der irakischen Provinz Diyala haben sich fast 5.000 Menschen bereit erklärt, im Falle eines amerikanischen Angriffs auf den Iran dessen Verteidigung zu unterstützen – und zwar ohne jegliche Vergütung.
Freiwillige erklären Bereitschaft zum Kampf
Die Unterzeichner einer entsprechenden Erklärung bekundeten ihre Absicht, sowohl den Irak als auch dessen östlichen Nachbarn sowie die vom Iran unterstützten bewaffneten Gruppen zu verteidigen. In der Stellungnahme heißt es wörtlich, man verkünde die Bereitschaft, die eigenen Sicherheitskräfte, die Volksmobilisierungseinheiten und die Islamische Republik Iran zu unterstützen. Eine amerikanische Intervention in der Islamischen Republik werde kategorisch abgelehnt.
Ammar al-Tamimi, ein führender Vertreter der vom Iran unterstützten Badr-Organisation, die die Versammlung in Diyala koordinierte, betonte gegenüber dem Sender Rudaw, dass die Freiwilligen keiner spezifischen bewaffneten Fraktion angehörten. Vielmehr handele es sich um Freiwillige, die als Reservekräfte für die Sicherheitsdienste bereitstünden. Die Formation umfasse 4.947 Namen, deren Organisationsstruktur dem Diyala-Operationskommando vorgelegt werde.
Anhaltende Spannungen zwischen Washington und Teheran
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund weiter eskalierender Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten, obwohl beide Staaten derzeit Gespräche im Oman führen. Washington verhängte neue Sanktionen, die darauf abzielen, Irans Ölexporte einzudämmen. Diese Maßnahmen betreffen unter anderem 14 Schiffe, die unter den Flaggen von Ländern wie der Türkei, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten fahren, sowie 15 Unternehmen und zwei Einzelpersonen.
Amerikanische Flugzeugträger befinden sich weiterhin in Position vor den iranischen Küstengewässern. Das US-Zentralkommando veröffentlichte Aufnahmen, die den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln bei einem Versorgungsmanöver im Arabischen Meer zeigen.
Militärische Drohgebärden beider Seiten
Der Sprecher der iranischen Armee, Brigadegeneral Mohammad Akraminia, erklärte, das Militär sei kriegsbereit. Ein solcher Konflikt würde die gesamte Region und alle US-Stützpunkte erfassen, sollte Washington dies wünschen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gewarnt, dass wahrscheinlich schlimme Dinge geschehen würden, falls keine Einigung erzielt werden könne.
Der iranische Außenminister Araghchi stellte klar, dass der Iran im Falle eines amerikanischen Angriffs nicht über die Fähigkeit verfüge, das US-Territorium direkt anzugreifen. Stattdessen würden amerikanische Stützpunkte in der Region ins Visier genommen, was die gesamte Region in einen Krieg hineinziehen würde.
Historische Verbindungen zwischen Irak und Iran
Der Irak unterhält seit dem Krieg von 2003, der zum Sturz Saddam Husseins führte, enge Beziehungen zum Iran. Sowohl Teheran als auch Washington konkurrieren seither um Einfluss im Irak, wo weiterhin Tausende US-Soldaten stationiert sind und zahlreiche politische Parteien sowie bewaffnete Gruppen mit dem Iran verbündet sind.
Iran-nahe Gruppen im Irak wie Kataeb Hezbollah und Harakat al-Nujaba haben landesweit Rekrutierungsstationen eingerichtet, darunter auch in Bagdad, um Freiwillige für den Fall eines US-Angriffs auf den Iran zu gewinnen. Die Entwicklungen verdeutlichen die komplexe Gemengelage in einer Region, die seit Jahrzehnten von Konflikten und Stellvertreterkriegen geprägt ist.

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