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06.08.2025
08:46 Uhr

Wenn das Herz versagt: Wie aus einem Infarkt neue Stärke erwächst

Was macht ein Mann, der mit 38 Jahren einen Herzinfarkt erleidet? Er könnte sich zurückziehen, in Watte packen, jede Anstrengung meiden. Oder er könnte das tun, was Ferruccio Labita tat: Acht Jahre nach dem lebensbedrohlichen Ereignis steht er um halb sieben Uhr morgens mit 150 anderen Radfahrern am Start eines 850 Kilometer langen Extremrennens durch Slowenien. Eine bemerkenswerte Geschichte über Mut, Vertrauen und die erstaunliche Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers.

Der Schock, der alles veränderte

Als Ferruccio Labita 2016 mit starken Brustschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, erhielt er eine niederschmetternde Diagnose: Seine Arterien waren zu 80 Prozent verstopft. Mit nur 38 Jahren erlitt er einen Herzinfarkt - ein Schicksal, das in unserer modernen Gesellschaft immer mehr junge Menschen trifft. Die Ärzte setzten mehrere Stents ein, metallische Gefäßstützen, die seine verstopften Arterien wieder öffneten.

Doch mit der körperlichen Rettung begann erst die eigentliche Herausforderung. Zwei Jahre lang kämpfte Labita mit Angst und Panikattacken. Die Psychokardiologin Christiane Waller vom Klinikum Nürnberg kennt dieses Phänomen nur zu gut: Viele Patienten entwickelten nach einem Herzinfarkt massive Ängste vor einem erneuten Ereignis, manche verlören sogar das Vertrauen ins Leben selbst.

Die unterschätzte Macht der Psyche

Was viele nicht wissen: Die Psyche spielt eine entscheidende Rolle für unsere Herzgesundheit. Die noch junge Fachrichtung der Psychokardiologie erforscht diese Zusammenhänge und kommt zu erstaunlichen Erkenntnissen. Chronischer Stress, insbesondere zwischenmenschliche Konflikte und dysfunktionale Beziehungen, setzen unserem wichtigsten Muskel massiv zu.

"Wenn man dauerhaft diese Stressantwort im Körper aktiviert hat, dann steht der Körper dauerhaft unter einem chronischen Entzündungsprozess", erklärt Waller die gefährliche Kettenreaktion.

Die Gutenberg-Gesundheitsstudie der Universität Mainz liefert beeindruckende Zahlen: Menschen mit hoher psychischer Resilienz hätten ein um 38 Prozent geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ihre Sterberate läge sogar um 36 Prozent niedriger - und das selbst dann, wenn andere Risikofaktoren wie Alter oder Bluthochdruck berücksichtigt würden.

Natürliche Herzmedizin: Von Oxytocin bis Omega-3

Während die moderne Medizin zweifellos Leben rettet, zeigt die Forschung zunehmend, wie wichtig ein ganzheitlicher Ansatz für die Herzgesundheit ist. Regelmäßige Bewegung, bewusste Atmung, Yoga und Meditation könnten Stress und Blutdruck nachweislich senken. Eine Ernährung reich an Gemüse und gesunden Fetten halte die Gefäße geschmeidig.

Besonders faszinierend ist die Rolle des sogenannten Kuschelhormons Oxytocin. Es werde bei Berührungen durch vertraute Menschen, beim Kontakt mit dem eigenen Kind oder Partner ausgeschüttet. Dieses Hormon binde an spezielle Rezeptoren im Herz, verbessere die Durchblutung und senke den Blutdruck. Ein natürlicher Herzschutz, der in unserer zunehmend digitalisierten und vereinsamten Gesellschaft oft zu kurz kommt.

Der lange Weg zurück ins Leben

Für Ferruccio Labita wurde das Fahrrad zum Therapiegerät. Kilometer um Kilometer eroberte er sich das Vertrauen in seinen Körper zurück. Die Kardiologin Conchita Ruiz-Mohné vom Krankenhaus Porz am Rhein bestätigt: Theoretisch sei nach einem Herzinfarkt sogar wieder Leistungssport möglich - abhängig davon, wie schwer der Infarkt war und wie viel Herzmuskelgewebe geschädigt wurde.

Der entscheidende Faktor sei jedoch die mentale Komponente. Patienten müssten wieder Vertrauen in ihren Körper fassen, spüren, dass er belastbar ist. "Das ist meistens Kopfsache", betont Psychokardiologin Waller.

Ein Triumph der Willenskraft

850 Kilometer später erreicht Ferruccio Labita das Ziel in Triest. Was für die meisten Teilnehmer eine sportliche Herausforderung darstellt, ist für ihn ein persönlicher Triumph über Angst und Zweifel. Seine Geschichte zeigt: Ein Herzinfarkt muss nicht das Ende sportlicher Ambitionen bedeuten. Mit der richtigen medizinischen Betreuung, psychologischer Unterstützung und eisernem Willen kann aus der Krise neue Stärke erwachsen.

In einer Zeit, in der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur Volkskrankheit geworden sind - nicht zuletzt durch den Stress unserer modernen Lebensweise und die Folgen verfehlter Gesundheitspolitik - macht Labitas Geschichte Mut. Sie zeigt, dass der menschliche Körper zu erstaunlichen Comebacks fähig ist, wenn wir ihm die richtige Unterstützung geben und auf die Signale unseres wichtigsten Organs hören.

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