
Wirtschaft erteilt Merz-Regierung vernichtende Zensuren – Vertrauen auf historischem Tiefpunkt

Die Hoffnungen, die viele Deutsche in die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz gesetzt hatten, zerplatzen wie Seifenblasen. Eine aktuelle Umfrage des renommierten ifo Instituts offenbart ein erschütterndes Bild: Die deutsche Wirtschaft bewertet das wirtschaftspolitische Handeln der Großen Koalition mit einer kläglichen Durchschnittsnote von 4,2. Ein „Ausreichend" mit deutlicher Tendenz zum Sitzenbleiben – und das nach all den vollmundigen Versprechen des Wahlkampfs.
Versprochen, gebrochen: Die Bilanz der Merz-Regierung
Man erinnere sich: Friedrich Merz trat an, um Deutschland wirtschaftlich wieder auf Kurs zu bringen. Der Mann, der jahrelang die Ampel-Koalition für ihre wirtschaftspolitische Inkompetenz geißelte, wollte es besser machen. Doch was liefert er? Offenbar mehr vom Gleichen, nur in anderem Gewand. Die befragten Unternehmen sehen kaum Fortschritte bei den zentralen wirtschaftspolitischen Themen, wie Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen, nüchtern konstatiert.
Besonders vernichtend fällt das Urteil in der Sozial- und Rentenpolitik aus. Mit einer Note von 4,6 kratzt dieser Bereich bereits gefährlich am „Mangelhaft". Wer geglaubt hatte, eine konservativ geführte Regierung würde endlich die überfälligen Reformen im Rentensystem angehen, sieht sich bitter enttäuscht. Stattdessen herrscht Stillstand, während die demografische Zeitbombe unaufhaltsam tickt.
Energie, Industrie, Arbeitsmarkt – überall Versagen
Die Arbeitsmarktpolitik? Note 4,1. Die Industriepolitik? Note 4,2. Die Energie- und Klimapolitik? Ebenfalls 4,2. Selbst in Bereichen, die traditionell als Stärken einer unionsgeführten Regierung gelten sollten, herrscht bestenfalls Mittelmaß. Die Finanz-, Infrastruktur- und Digitalisierungspolitik erreicht mit einer glatten 4,0 gerade noch die Versetzung – mehr nicht.
Was besonders alarmieren sollte: Keine einzige Branche bewertet die Wirtschaftspolitik als gut. Weder die Industrie noch der Dienstleistungssektor sehen Anlass für Optimismus. Die Einigkeit in der Kritik ist geradezu erschreckend. Während einzelne Sektoren – insbesondere die Industrie und arbeitsmarktnahe Dienstleistungen – besonders harsch urteilen, verharren selbst die wohlwollendsten Einschätzungen im Bereich des Befriedigenden.
Die Forderungen liegen seit Jahren auf dem Tisch
Die Wünsche der Wirtschaft sind weder neu noch überraschend. Sie werden seit Jahren gebetsmühlenartig wiederholt:
40,4 Prozent der Befragten fordern den Abbau von Bürokratie und Regulierung. 37,1 Prozent verlangen Reformen bei Steuern und Abgaben. Weitere Schwerpunkte sind die Fachkräftesicherung, eine vernünftige Energiepolitik sowie dringend benötigte Investitionen in Infrastruktur und Standortbedingungen.
„Die Unternehmen erwarten nun konkrete Fortschritte bei den zentralen Reformthemen. Ankündigungen allein reichen aus ihrer Sicht nicht mehr aus."
Diese Worte von Klaus Wohlrabe sollten der Regierung zu denken geben. Doch wird sie zuhören? Die Erfahrung lehrt Skepsis. Statt die Wirtschaft zu entfesseln, hat die Große Koalition mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen neue Schulden aufgetürmt – obwohl Merz im Wahlkampf genau das Gegenteil versprochen hatte. Die Zeche werden kommende Generationen zahlen müssen, während die strukturellen Probleme ungelöst bleiben.
Ein Déjà-vu der Enttäuschung
Es ist ein bitteres Déjà-vu für alle, die auf einen echten Politikwechsel gehofft hatten. Die Ampel ist Geschichte, doch die Probleme sind geblieben – und mit ihnen offenbar auch die Unfähigkeit der politischen Klasse, sie anzupacken. Deutschland braucht keine weiteren Ankündigungen, keine neuen Schulden und keine Symbolpolitik. Es braucht Politiker, die endlich den Mut aufbringen, unpopuläre, aber notwendige Reformen durchzusetzen. Die aktuelle Umfrage zeigt: Davon ist die Merz-Regierung meilenweit entfernt.

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