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07.02.2026
08:01 Uhr

Wirtschaftsverbände verteidigen Connemann: Ein fragwürdiges Schauspiel der Solidarität

Wirtschaftsverbände verteidigen Connemann: Ein fragwürdiges Schauspiel der Solidarität

Was sich derzeit im deutschen Wirtschaftsverbandswesen abspielt, gleicht einem politischen Theaterstück der besonderen Art. Nicht weniger als 15 Wirtschaftsverbände haben sich in einem gemeinsamen Schreiben hinter die Mittelstandsbeauftragte Gitta Connemann von der CDU gestellt – und damit den Vorsitzenden des Mittelstandsverbands BVMW, Christoph Ahlhaus, öffentlich brüskiert. Doch bei genauerer Betrachtung drängt sich die Frage auf: Wem dient dieses orchestrierte Solidaritätsbekenntnis wirklich?

Der Auslöser: Kritik an der "Lifestyle-Teilzeit"

Im Zentrum des Konflikts steht die Debatte um die sogenannte "Lifestyle-Teilzeit" – ein Begriff, der die zunehmende Tendenz beschreibt, dass Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit aus persönlichen Gründen reduzieren, ohne dass zwingende familiäre oder gesundheitliche Notwendigkeiten vorliegen. Ahlhaus hatte Connemann für ihre Äußerungen zu diesem Thema kritisiert und sogar Rücktrittsforderungen erhoben. Eine durchaus legitime Kritik in einer Demokratie, möchte man meinen.

Doch statt einer sachlichen Auseinandersetzung folgte nun ein koordinierter Gegenschlag. Die Verbändeallianz betont in ihrem Schreiben mit bemerkenswerter Schärfe, dass der BVMW "nicht für den deutschen Mittelstand" spreche. Eine Aussage, die man durchaus als Anmaßung interpretieren könnte – denn wer bestimmt eigentlich, wer für wen sprechen darf?

Die Unterzeichner: Ein illustrer Kreis

Die Liste der Unterzeichner liest sich wie das Who's Who der deutschen Wirtschaftslobby. Von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft über den Verband der Deutschen Automobilindustrie bis hin zu den Familienunternehmern – sie alle stellen sich demonstrativ hinter Connemann. Man schätze ihre Arbeit sehr und sehe sie "an unserer Seite, um die notwendigen, aber leider ausbleibenden Reformen auf den Weg zu bringen", heißt es in dem Brief.

Ausbleibende Reformen – aber wer trägt die Verantwortung?

Hier offenbart sich die eigentliche Ironie dieser Solidaritätsbekundung. Die Verbände beklagen ausbleibende Reformen, während sie gleichzeitig eine Vertreterin jener Partei verteidigen, die seit Mai 2025 an der Regierung ist. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im Wahlkampf vollmundig versprochen, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen. Doch was ist seither geschehen? Ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen, das kommende Generationen mit Schulden belastet, und eine Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand weiterhin im Stich lässt.

Kritik als Tabu?

Besonders bedenklich erscheint der Umgang mit legitimer Kritik. Wenn 15 Verbände geschlossen gegen einen einzelnen Kritiker vorgehen, entsteht unweigerlich der Eindruck eines Kartells der Meinungsunterdrückung. Die Aussage, Ahlhaus' Kritik sei "falsch und nicht zielführend", wirkt dabei wie ein Versuch, jede Debatte im Keim zu ersticken.

Dabei wäre gerade jetzt eine offene Diskussion über die Arbeitsmoral in Deutschland dringend notwendig. Die Produktivität sinkt, der Fachkräftemangel verschärft sich, und immer mehr Menschen ziehen sich aus dem Arbeitsleben zurück. Wer diese Probleme anspricht, sollte nicht mundtot gemacht, sondern gehört werden.

"Mit seinem Schreiben spricht der Bundesverband mittelständische Wirtschaft nicht für den deutschen Mittelstand."

Diese Behauptung der Verbändeallianz ist nicht nur anmaßend, sondern auch gefährlich. Sie suggeriert, dass es nur eine legitime Stimme des Mittelstands geben dürfe – und zwar jene, die der aktuellen Regierungslinie folgt. Ein solches Denken hat mit pluralistischer Demokratie wenig zu tun.

Fazit: Solidarität oder Opportunismus?

Was als Verteidigung einer verdienten Politikerin daherkommt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als politisches Manöver. Die Wirtschaftsverbände, die sich so vehement hinter Connemann stellen, sollten sich fragen, ob sie damit wirklich den Interessen des deutschen Mittelstands dienen – oder lediglich ihre eigenen Zugänge zur Macht sichern wollen. Der deutsche Mittelstand, das Rückgrat unserer Wirtschaft, hätte jedenfalls eine ehrlichere Debatte verdient.

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