
1300 Jahre auf dem Meeresgrund: Byzantinischer Goldschatz vor Kroatien entpuppt sich als größter Wrackfund des Mittelmeers

Manchmal braucht es den Blick zurück in die Vergangenheit, um zu begreifen, was wahren Wert besitzt. Während unsere Politiker in Berlin mit Milliarden jonglieren, die auf keiner Deckung beruhen, und Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro aus dem Nichts zaubern, holen kroatische Archäologen einen Schatz aus dem Meer, der seit rund 1300 Jahren still am Grund der Adria ruht – und dessen Wert nicht durch Notenpressen und politische Willkür geschmälert werden kann. Gold bleibt Gold, gestern wie heute.
Ein Fund von historischer Dimension
Vor der süddalmatinischen Insel Mljet haben Unterwasserarchäologen des Kroatischen Restaurierungsinstituts am vergangenen Donnerstag ihre spektakulären Funde der Öffentlichkeit präsentiert. Aus einem byzantinischen Schiffswrack, das ins siebte oder achte Jahrhundert datiert wird, bargen die Forscher einen Goldschatz, der seinesgleichen sucht. Nach Reinigung und Restaurierung bringe der Fund über 600 Gramm reines Gold auf die Waage, wie das Institut mitteilte.
„Das ist eine beeindruckende Menge Gold, die größte, die je auf einem Schiffswrack im gesamten Mittelmeer gefunden wurde“, erklärte Forschungsleiter Igor Miholjek gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Was die Taucher ans Licht holten
Die Liste der Fundstücke liest sich wie ein Inventar aus einem kaiserlichen Schatzhaus. Vier goldene Gürtelgarnituren, besetzt mit Rubinen, Smaragden und Perlen, kamen zum Vorschein. Dazu mehrere Goldmünzen aus der Herakleischen Dynastie sowie – besonders bemerkenswert – ein goldener Siegelring, der das Bildnis eines Kaisers trägt. Solche Objekte trug niemand, der zufällig an Bord war.
Pavle Dugonjic, Leiter der Abteilung für Unterwasserarchäologie am Kroatischen Restaurierungsinstitut, betonte gegenüber Reuters, ein derartiger Siegelring mit Kaiserbildnis sei mit Sicherheit nicht von einer beliebigen Person getragen worden. Zusammen mit dem übrigen kostbaren Schmuck spreche der gesamte Befund gegen ein gewöhnliches Handelsschiff. Vieles deute vielmehr darauf hin, dass ein hochrangiger Reisender samt Gefolge an Bord gewesen sei.
Systematische Forschung seit 2017
Die Fundstelle Tatinica–Maharac bei der Ortschaft Polače wird bereits seit dem Jahr 2017 systematisch untersucht. Das versunkene Schiff transportierte mehrere Typen byzantinischer Amphoren, dazu Handelsgüter und Ausrüstung – darunter eine Waage samt Gewicht, Bleibarren und Bronzegeschirr. Selbst Teile des Schiffsrumpfs hätten die Jahrhunderte überdauert. Bereits zuvor geborgene Münzen hatten das Wrack in die zweite Hälfte des siebten Jahrhunderts datiert.
Ein Zeugnis vom Untergang eines Weltreichs
Der Archäologe Justin Leidwanger von der kalifornischen Stanford-Universität bezeichnete das Wrack gegenüber Reuters als das aus seiner Sicht wichtigste Schiffswrack seiner Epoche. Es liefere wertvolle Einblicke in die Seewege, die den Mittelmeerraum am Übergang von der Spätantike zum Mittelalter verbunden hätten – und in den beginnenden Zerfall des Byzantinischen Reiches.
Byzanz, jener stolze Nachfolger des Römischen Reiches mit Zentrum in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, geriet im frühen achten Jahrhundert in schwere Krisen und verlor nach und nach seine Territorien. Ein mahnendes Beispiel dafür, wie selbst mächtigste Reiche zerbrechen können, wenn innere Schwäche und äußerer Druck zusammentreffen. Wer die Geschichte kennt, weiß, dass kein Imperium vor dem Niedergang gefeit ist – eine Lektion, die auch manch heutiger Entscheidungsträger beherzigen sollte.
Gold – der Wert, der Jahrtausende überdauert
Was dieser Fund über alle historische Faszination hinaus so eindrucksvoll belegt, ist eine simple, aber ewige Wahrheit: Gold behält seinen Wert. Papierwährungen kommen und gehen, Reiche steigen auf und fallen, doch das Edelmetall, das ein byzantinischer Würdenträger vor rund 1300 Jahren mit sich führte, glänzt heute noch genauso wie am Tag seines Untergangs. Kein Inflationsschock, keine politische Fehlentscheidung, keine Notenbank der Welt konnte diesem Schatz etwas anhaben.
Während in Deutschland ein schuldenfinanziertes Sondervermögen nach dem nächsten aufgelegt wird und künftige Generationen die Zeche über Steuern und Abgaben zahlen sollen, mag dieser Fund als stille Erinnerung dienen: Wer sein Vermögen bewahren will, tut gut daran, auf beständige Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ihre Rolle als krisensicherer Anker über Jahrtausende hinweg bewiesen – als sinnvolle Beimischung zu einem gesunden, breit gestreuten Portfolio zur Vermögenssicherung.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.
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