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09.10.2026
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1,5 Millionen Euro am Tag: So teuer ist das WDR-Personal!

1,5 Millionen Euro am Tag: So teuer ist das WDR-Personal!
Symbolbild: KI-generiert

Mehr als 545 Millionen Euro hat der Westdeutsche Rundfunk (WDR) im Jahr 2025 allein für sein festangestelltes Personal ausgegeben. Das geht aus dem frisch veröffentlichten Jahresabschluss der größten ARD-Anstalt hervor, über den zuerst die „Welt“ berichtete. Pro Tag sind das fast 1,5 Millionen Euro, und bezahlt wird das größtenteils von den Beitragszahlern.

Kein anderer Posten in der Bilanz des Kölner Senders ist größer. Rechnet man nach, geht mehr als jeder dritte Euro, den der WDR ausgibt, an die eigene Belegschaft. Gemeint sind Gehälter und Pensionszusagen.

Ein Milliardenbetrieb auf Kosten der Haushalte

Das Geld kommt nicht vom Markt. Es kommt aus dem Rundfunkbeitrag, den jeder Haushalt und jedes Unternehmen in Deutschland zahlen muss, ob dort jemand WDR schaut oder nicht. Rund 1,264 Milliarden Euro flossen 2025 auf diesem Weg an den Sender.

Insgesamt kam der WDR auf Erträge von 1,635 Milliarden Euro, ausgegeben hat er 1,581 Milliarden Euro. Unterm Strich steht ein Überschuss von 54,5 Millionen Euro. Für einen Sender, der seit Jahren mehr Geld verlangt, ist das eine bemerkenswerte Zahl.

Mehr Verwaltung als Information und Unterhaltung

Der Jahresabschluss zeigt auch, wie groß der Apparat ist. Im Jahresdurchschnitt waren beim WDR rund 3.740 Stellen besetzt. Sie verteilen sich so:

  • 1.441 Stellen in Produktion und Technik
  • 922 Stellen im Bereich NRW, Wissen und Kultur
  • 688 Stellen in der Verwaltung
  • 502 Stellen in Information und Unterhaltung

Richtig gelesen: In der Verwaltung arbeiten deutlich mehr Menschen als im Bereich Information und Unterhaltung. Rein rechnerisch entfallen auf jede besetzte Stelle gut 145.000 Euro Personalkosten pro Jahr. Darin stecken allerdings auch die Pensionslasten, ein echtes Gehalt ist das also nicht. Was einzelne Redakteure verdienen, verraten die Gesamtzahlen nicht.

Die Pensionslast wächst

Ein Detail aus dem Zahlenwerk dürfte Beitragszahler besonders aufhorchen lassen. Die Aufwendungen für Altersversorgung, Vorruhestand und Altersteilzeit stiegen laut Jahresabschluss binnen eines Jahres um 8,1 Prozent auf 185,5 Millionen Euro. Diese Zusagen sind über Jahrzehnte gewachsen. Sie lassen sich kaum abbauen und belasten die Beitragszahler noch für Generationen.

Dazu kommen weitere große Ausgaben: 354,5 Millionen Euro für Urheberrechte und Honorare sowie rund 203 Millionen Euro für gemeinsame Programme von ARD und ZDF. Dazu zählen gekaufte Filme, Sportrechte und der Kinderkanal.

Reserven auf dem Konto, Klage in Karlsruhe

Nach der Finanzrechnung blieben dem WDR 2025 sogar 139,5 Millionen Euro an liquiden Mitteln übrig. Der Sender erklärt das mit Beitragsgeldern aus früheren Jahren, die er angespart habe. Dieses Geld fließe nun in eine Rücklage, damit der Rundfunkbeitrag bis 2028 stabil bleiben könne.

Das passt nur schwer zu dem, was die Sender gleichzeitig tun. ARD und ZDF klagen vor dem Bundesverfassungsgericht, weil die Länder die Erhöhung des Beitrags von 18,36 auf 18,94 Euro im Monat nicht umgesetzt haben. Die Anstalten sehen darin einen Verstoß gegen die Rundfunkfreiheit. Karlsruhe hat im Juni 2026 mündlich verhandelt. Inzwischen hat die zuständige Kommission KEF für 2027 eine kleinere Erhöhung auf 18,64 Euro empfohlen.

Wer kontrolliert eigentlich die Kosten?

Ein Unternehmen, das mehr als ein Drittel seines Budgets in die eigene Belegschaft steckt und eine größere Verwaltung als Informationsredaktion hat, müsste am Markt um seine Kunden kämpfen. Der WDR muss das nicht. Er kann sich auf einen Pflichtbeitrag verlassen, den kaum jemand umgehen kann.

Der Reformstaatsvertrag der Länder gilt seit Dezember 2025. Kritiker bezweifeln aber, dass er an diesen Strukturen viel ändert. Wenn Familien, Handwerker und Mittelständler jeden Euro zweimal umdrehen müssen, darf man vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk dieselbe Sparsamkeit erwarten. Die Zahlen aus Köln zeigen jedenfalls nicht, dass er sie schon gelernt hat.

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