
29 zu 20: AfD hängt die Union in neuer Umfrage klar ab

Neun Prozentpunkte Rückstand – und das nach vier Monaten Regierungsarbeit im Wahlkampfmodus. Im aktuellen INSA-Sonntagstrend für die "Bild", veröffentlicht am 13. September 2026, kommt die AfD auf 29 Prozent, die Union auf 20 Prozent. Für CDU und CSU ist das Ergebnis nur deshalb keine weitere Hiobsbotschaft, weil es in der Vorwoche noch schlechter aussah.
Ein halber Punkt Erholung – mehr nicht
Zuletzt war die Union in derselben Erhebung erstmals in dieser Legislaturperiode unter die psychologisch wichtige 20-Prozent-Marke gerutscht: auf 19,5 Prozent. Jetzt also wieder eine glatte 20 vorne. Von einer Trendwende zu sprechen, wäre kühn.
Der Rest des Tableaus: Die Grünen legen einen Punkt zu und stehen bei 14 Prozent – damit ziehen sie an der SPD vorbei, die unverändert 13 Prozent erreicht. Die Linke hält 10 Prozent, die FDP verharrt bei 4 Prozent und bliebe damit erneut vor der Tür des Bundestags. Das BSW verliert einen Punkt auf 3 Prozent und wäre ebenfalls raus.
Der Schatten von Sachsen-Anhalt
Der Zahlensturz kommt nicht aus dem Nichts. Nur eine Woche zuvor, am 6. September, hatte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt das politische Koordinatensystem verschoben. Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis erreichte die AfD dort 43,8 Prozent, die CDU stürzte auf 17,2 Prozent ab – ein Minus von rund 20 Punkten gegenüber 2021.
Es ist das stärkste Landtagswahlergebnis, das die AfD bislang irgendwo erzielt hat. Zum Vergleich: In Thüringen waren es 2024 knapp 33 Prozent. Bemerkenswert ist auch die Wahlbeteiligung – sie schnellte von 60,3 auf 77,8 Prozent hoch.
Woher die Stimmen kamen
Die Wählerwanderungsanalyse von infratest dimap liefert die unbequemste Zahl für die Kanzlerpartei: Rund 83.000 frühere CDU-Wähler sollen zur AfD gewechselt sein, dazu etwa 170.000 Menschen, die 2021 gar nicht gewählt hatten. Das ist keine Protestlaune, das ist eine Mobilisierung.
Wer Wähler zurückgewinnen will, muss liefern – nicht erklären, warum das Gelieferte nicht geht.
Rechnerisch bleibt nur die Notgemeinschaft
Auf Bundesebene bedeuten die INSA-Werte, dass es für Schwarz-Rot nicht mehr reichen würde. Medienberichten zufolge gilt inzwischen ein Dreierbündnis aus Union, Grünen und SPD als wahrscheinlichste rechnerische Option – ausgerechnet jene Konstellation, gegen deren Politik ein erheblicher Teil der Unions-Wähler 2025 gestimmt hatte.
Zur Erinnerung: Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 kam die Union auf 28,5 Prozent, die AfD auf 20,8 Prozent. Seither hat sich das Verhältnis nahezu umgekehrt. Migration, Energiepreise, das 500-Milliarden-Sondervermögen und die Frage, wer die Rechnung am Ende zahlt – aus Sicht unserer Redaktion sind das die Themen, an denen sich der Vertrauensverlust festmacht.
Was Bürger daraus mitnehmen
Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Prognosen. Aber sie zeigen Stimmungen – und die politische Unsicherheit in Deutschland ist derzeit spürbar hoch. Wer sein Vermögen breit aufstellt, denkt in solchen Phasen traditionell auch an physische Sachwerte wie Gold und Silber, die sich über Jahrhunderte als Ergänzung zur Vermögenssicherung bewährt haben.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.
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