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Kettner Edelmetalle
24.08.2026
11:31 Uhr
KI-generiert

300.000 neue Soldaten? Selenskyjs düstere Warnung an Europa

300.000 neue Soldaten? Selenskyjs düstere Warnung an Europa
Symbolbild: KI-generiert

Kiew schlägt Alarm: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, Russland bereite nach der Duma-Wahl im September die Einberufung von rund 300.000 zusätzlichen Soldaten vor. Er beruft sich dabei auf Erkenntnisse ukrainischer Geheimdienste. Eine offizielle Bestätigung aus Moskau gibt es nicht — und die Warnung fällt ausgerechnet auf den Tag, an dem die Ukraine den 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion begeht.

Die Zahl, die Europa nervös macht

Es bleibt nicht bei 300.000. Nachrichtenagenturen zufolge rechnet Selenskyj bis 2027 sogar mit einer Aufstockung um bis zu 500.000 Mann. Zum Vergleich: Die letzte große Mobilisierungswelle rief der Kreml im Herbst 2022 aus — sie löste damals in Russland seltene öffentliche Proteste und eine Fluchtbewegung junger Männer aus.

Genau deshalb, so die Lesart in Kiew, warte Moskau die Parlamentswahl ab. Ob es tatsächlich zu einem neuen Einberufungsbefehl kommt, ist offen. Klar ist nur: Politisch ist Selenskyjs Warnung ein Weckruf an die Verbündeten, nicht auf ein baldiges Kriegsende zu hoffen.

Frontlage angespannt, Luftabwehr am Limit

An der Front geht das Sterben unterdessen weiter. Besonders im Donbass bleibt die Lage nach ukrainischen Angaben kritisch, während Kiew im Südosten eigene Geländegewinne meldet. Bei der Luftverteidigung klemmt es: Es fehlt an Abfangraketen, und der kommende Winter mit erwartbaren Angriffen auf Kraftwerke und Leitungen wirft bereits seine Schatten voraus.

Am Montag treffen sich die Unterstützer erneut. Frankreich, Großbritannien und Deutschland leiten gemeinsam eine Sitzung der sogenannten „Koalition der Willigen“ — mit Emmanuel Macron, dem seit Juli amtierenden britischen Premierminister Andy Burnham und Bundeskanzler Friedrich Merz. Selenskyj soll aus Kiew zugeschaltet werden, auch EU-Ratspräsident António Costa nimmt teil.

27 Milliarden Dollar Loch — wer zahlt?

Macron hat zugesagt, französische Militärtechnik und Raketen schneller zu liefern und bei Partnern für zusätzliche Patriot-Systeme zu werben. Deutschland und Frankreich arbeiten zudem an europäischen Alternativen zur Abwehr ballistischer Raketen. Norwegen sagte am Sonntag rund 85 Milliarden Kronen für 2027 zu — etwa 9,2 Milliarden Dollar.

Doch das reicht hinten und vorne nicht. Selenskyj beziffert die Lücke im ukrainischen Verteidigungshaushalt 2027 auf rund 27 Milliarden Dollar. Die Frage, die in Berlin niemand gern laut stellt: Wie viel davon soll am Ende der deutsche Steuerzahler tragen — in einem Land, das gleichzeitig ein 500-Milliarden-Sondervermögen auf Pump stemmt und dessen Industrie seit Jahren schwächelt?

Der Preis der Unsicherheit

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart der Gipfel ein grundsätzliches Dilemma: Europa hat sich in eine Rolle manövriert, in der es dauerhaft finanzieren muss, was es militärisch nicht entscheiden kann. Kritiker der Bundesregierung bemängeln seit Langem, dass eine klare Strategie fehlt — jenseits immer neuer Milliardenzusagen.

Für Sparer und Anleger bedeutet ein Krieg ohne absehbares Ende vor allem eines: anhaltende Unsicherheit, steigende Staatsverschuldung und ein wachsender Druck auf Währungen. Historisch haben physische Edelmetalle wie Gold und Silber in solchen Phasen ihre Rolle als Wertspeicher bewiesen — als nüchterne Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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