
90-Milliarden-Kredit blockiert: Selenskyj fordert europäischen Notfallplan – und immer mehr Geld
Es ist ein Schauspiel, das sich mit ermüdender Regelmäßigkeit wiederholt: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht vor den Kameras und fordert. Mehr Geld, mehr Waffen, mehr Druck – und diesmal auch einen „Plan B". Denn der vor Weihnachten zugesagte 90-Milliarden-Euro-Kredit der Europäischen Union steckt fest. Blockiert von Ungarn. Und während Brüssel fieberhaft nach Auswegen sucht, stellt sich für den europäischen Steuerzahler eine ganz andere Frage: Wie lange noch?
Orbán als Sündenbock – doch die Fragen gehen tiefer
Selenskyj griff in einem Interview den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán mit ungewöhnlicher Schärfe an. Dieser stehe „auf der Seite des russischen Präsidenten" und blockiere „alles für die Ukraine" – Geld, Waffen und den EU-Beitrittsweg. Budapest betreibe Erpressung, so der Vorwurf aus Kiew. Die Europäische Kommission habe ihm erklärt, Ungarn knüpfe seine Zustimmung an Energiefragen: Man wolle russisches Öl, und solange die Ukraine dieses nicht durchleite, werde das Geld blockiert.
Man mag von Orbáns Russland-Politik halten, was man will. Doch der ungarische Premier ist einer der wenigen europäischen Staatschefs, der seit Beginn des Konflikts unbequeme Fragen stellt. Fragen, die in Brüssel und Berlin niemand hören will: Wie soll dieser Krieg enden? Wer bezahlt die Rechnung? Und vor allem – wann hört Europa auf, einen Blankoscheck auszustellen?
Milliarden über Milliarden – und kein Ende in Sicht
90 Milliarden Euro. Man muss sich diese Zahl einmal auf der Zunge zergehen lassen. Das ist mehr als der gesamte Bundeshaushalt für Bildung und Forschung über mehrere Jahre hinweg. Es ist Geld, das europäische Bürger erwirtschaften – Bürger, die selbst unter steigenden Energiepreisen, galoppierender Inflation und einer zunehmend maroden Infrastruktur leiden. In Deutschland fehlt vielen Menschen bereits das Geld zum Sparen, wie aktuelle Erhebungen belegen. Doch für die Ukraine soll es immer einen neuen Topf geben.
Selenskyj formulierte seinen Appell geschickt: „Wir brauchen einen Plan B", sagte er. Das gelte nicht nur für die Ukraine, sondern auch für Europa. „Wir alle brauchen diesen Plan B." Eine rhetorische Meisterleistung – denn damit wird die ukrainische Finanzierung zum gesamteuropäischen Projekt erklärt, an dem sich niemand vorbeimogeln darf. Wer nicht zahlt, steht automatisch auf der falschen Seite der Geschichte.
Auch Washington soll liefern – aber bitte ohne Gegenleistung
Bemerkenswert war auch Selenskyjs Adresse an US-Präsident Donald Trump. Er hoffe weiterhin auf Unterstützung aus Washington, verlangte jedoch mehr Druck auf Moskau statt auf Kiew. „Ich hoffe, dass sie uns helfen werden. Aber wir brauchen mehr Druck auf Russland – nicht auf mich", so der ukrainische Präsident. Eine erstaunliche Aussage, wenn man bedenkt, dass Trump seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 wiederholt signalisiert hat, dass er an einer diplomatischen Lösung interessiert sei – und nicht an einer endlosen Eskalationsspirale.
Doch Selenskyj bleibt bei seiner Linie. Russland habe den Krieg begonnen und viele Menschen getötet. Man werde alles tun, um den Konflikt schnell zu beenden, aber „nicht alles hängt von uns ab". Als zentrales Problem bezeichnete er fehlende Sicherheitsgarantien. Man könne Russland nicht vertrauen, weshalb die Ukraine internationale Truppen benötige, die einen möglichen Waffenstillstand überwachen und langfristig absichern sollten.
Die unbequeme Wahrheit: Europa zahlt, hat aber nichts zu sagen
Über sein Verhältnis zu Kremlchef Wladimir Putin äußerte sich Selenskyj ungewöhnlich offen: „Ich glaube, wir hassen einander." Putin habe versucht, die Ukraine zu besiegen und viele Menschen zu töten. „Er ist ein Mörder." Starke Worte. Doch sie ändern nichts an der strategischen Realität: Dieser Krieg wird nicht durch Emotionen beendet, sondern durch knallharte Verhandlungen.
Und genau hier liegt das Problem. Europa – allen voran Deutschland unter der neuen Großen Koalition von Friedrich Merz – hat sich in eine Position manövriert, in der es zwar zahlt, aber kaum Einfluss auf den Verlauf der Ereignisse hat. Das 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur belastet den Bundeshaushalt bereits massiv. Jeder weitere Milliarden-Kredit an die Ukraine verschärft die fiskalische Lage zusätzlich. Die Zeche zahlen am Ende die deutschen Steuerzahler – und ihre Kinder und Enkel gleich mit.
Es ist höchste Zeit, dass europäische Politiker den Mut aufbringen, eine ehrliche Debatte über die Grenzen der Solidarität zu führen. Solidarität mit der Ukraine – ja. Aber nicht um jeden Preis und schon gar nicht ohne eine klare Strategie, wie dieser Konflikt diplomatisch gelöst werden kann. Wer immer nur neue Milliarden bewilligt, ohne einen realistischen Friedensplan vorzulegen, der betreibt keine Außenpolitik. Der betreibt Insolvenzverschleppung – auf Kosten der eigenen Bevölkerung.
In Zeiten derartiger geopolitischer Unsicherheit und fiskalischer Verwerfungen erweist sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Anlageportfolio zur Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Wenn Staaten Schulden in schwindelerregender Höhe aufnehmen und die Inflation weiter befeuern, bieten Sachwerte einen Anker der Stabilität, den kein Politiker der Welt einfach wegdrucken kann.

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