
Absturz im Sonntagstrend: Die Union taumelt auf ihren tiefsten Wert seit fĂĽnf Jahren

Es ist ein Befund, der jedem Strategen im Konrad-Adenauer-Haus den kalten Schweiß auf die Stirn treiben dürfte: Die Union, einst die staatstragende Volkspartei dieses Landes, sackt im neuesten INSA-„Sonntagstrend“ für die „Bild am Sonntag“ auf magere 21 Prozent ab. Ein Minus von einem Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche – und damit der schwächste Wert seit Ende 2021. Wer in Berlin noch von einer „bürgerlichen Wende“ träumt, wird von der Realität der Demoskopie eingeholt.
Die AfD enteilt – und der Abstand wächst
Während die CDU/CSU weiter bröckelt, thront die AfD unverändert bei satten 29 Prozent. Acht Prozentpunkte Vorsprung – das ist keine statistische Schwankung mehr, das ist ein politisches Erdbeben. Die SPD verharrt bei kümmerlichen 12 Prozent, die Grünen kommen auf 14, die Linke auf 11, das BSW und die FDP dümpeln bei jeweils 3 Prozent vor sich hin. Die Botschaft an die Regierenden ist unmissverständlich: Der Wähler hat genug.
Ein Kanzler im freien Fall
Besonders bitter liest sich die persönliche Bilanz des Bundeskanzlers. Ganze 77 Prozent der Befragten gaben an, mit der Arbeit von Friedrich Merz unzufrieden zu sein – sechs Punkte mehr als noch Ende April. Nur noch klägliche 15 Prozent halten dem Mann aus dem Sauerland die Treue. Man erinnert sich: Derselbe Merz, der im Wahlkampf vollmundig versprach, keine neuen Schulden zu machen, und der dann ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket durchpeitschte und die Klimaneutralität ins Grundgesetz schrieb. Wer hätte gedacht, dass gebrochene Versprechen sich in Umfragewerten niederschlagen?
Das Warnsignal, das niemand hören will
INSA-Chef Hermann Binkert findet deutliche Worte. Gegenüber der „Bild“ erklärte er, eine Regierung, der es nicht einmal gelinge, die eigenen verbliebenen Wähler zu überzeugen, werde scheitern. Das Ausmaß der Unzufriedenheit gehe weit über das hinaus, was im zweiten Amtsjahr einer Bundesregierung üblich sei.
Eine Regierung, der es nicht einmal gelingt, die verbliebenen eigenen Wähler zu überzeugen, wird scheitern.
Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, was hier geschieht. Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD, angetreten unter dem ambitionierten Titel „Verantwortung für Deutschland“, trägt offenbar weder Verantwortung noch erkennt der Bürger darin sein Deutschland wieder. Sozialreformen werden mit dem hohlen Merkel-Echo „Wir schaffen das“ angekündigt – ein Satz, der bei vielen Deutschen längst zum Synonym für politisches Versagen geworden ist.
Wenn das Vertrauen schwindet, zählt das Beständige
Die Lehre aus diesen Zahlen reicht weit über die Parteipolitik hinaus. Wenn Regierungen das Vertrauen ihrer Bürger derart verspielen, wenn Schuldenberge wachsen und die Inflation am Vermögen der Sparer nagt, dann stellt sich für jeden vernünftigen Menschen die Frage nach Beständigkeit. Politische Versprechen mögen verfallen wie billiges Papiergeld – physische Edelmetalle wie Gold und Silber hingegen haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie ihren Wert behalten. In Zeiten politischer Orientierungslosigkeit kann eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle ein solider Anker innerhalb eines breit gestreuten Vermögens sein.
Für den „Sonntagstrend“ befragte INSA im Zeitraum vom 1. bis 5. Juni 2026 insgesamt 1.206 Personen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache – ob man sie in Berlin nun hören möchte oder nicht.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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