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Kettner Edelmetalle
06.03.2026
09:28 Uhr

Amerikas Waffenarsenale unter Druck: Droht den USA im Iran-Krieg die Munitionsknappheit?

Während US-Präsident Donald Trump und sein Verteidigungsminister Pete Hegseth – der sich selbst ungeniert als „Kriegsminister" tituliert – der Weltöffentlichkeit versichern, die Vereinigten Staaten könnten den Krieg gegen den Iran „problemlos so lange fortführen wie nötig", mehren sich hinter den Kulissen die Warnsignale. Die Frage, die derzeit führende US-Medien von Bloomberg bis zur Washington Post umtreibt, ist so simpel wie beunruhigend: Wie viel Munition haben die USA eigentlich noch?

Sieben Konflikte gleichzeitig – und die Vorräte schwinden

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der demokratische Senator Mark Warner warnte eindringlich davor, dass die Munitionsbestände der Vereinigten Staaten „nur noch gering" seien. Man müsse lediglich zusammenrechnen, was allein im vergangenen Jahr für die Angriffe gegen die Huthi-Rebellen verbraucht worden sei, und dies mit dem Bedarf der sieben verschiedenen militärischen Konflikte addieren, in die der Präsident sein Land verwickelt habe. Das Ergebnis dieser Rechnung dürfte selbst eingefleischten Optimisten den Schweiß auf die Stirn treiben.

Besonders kritisch wird es offenbar bei den hochmodernen Waffensystemen. Patriot-Abwehrraketen, jene Systeme, die auch für die Verteidigung europäischer NATO-Partner von zentraler Bedeutung sind, könnten ebenso knapp werden wie die legendären Tomahawk-Marschflugkörper. Das Wall Street Journal brachte die Lage auf den Punkt: „Die USA beeilen sich, die Iran-Mission zu erfüllen, bevor die Munition ausgeht." Ein Satz, der es in sich hat.

Noch sechs Monate Krieg? Die erschreckende Planung des Pentagons

Ursprünglich sei man von einem Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen ausgegangen, räumte Trump selbst ein. Doch die Realität hat diese Planungen längst überholt. Das Nachrichtenmagazin Politico berichtete, das US-Zentralkommando habe das Verteidigungsministerium aufgefordert, zusätzliches Personal in sein Hauptquartier im floridianischen Tampa zu entsenden – für Operationen gegen den Iran von mindestens 100 Tagen, wahrscheinlich jedoch bis September. Das wären noch volle sechs Monate Krieg.

Die Verteidigungsexpertin Jennifer Kavanagh von der Denkfabrik „Defense Priorities" relativierte zwar die akute Gefahr. Die USA verfügten durchaus über große Vorräte an „etwas weniger fortschrittlichen" Offensivwaffen und Luftabwehrraketen. Man könne „ziemlich lange kämpfen". Doch diese Einschätzung klingt weniger nach Entwarnung als nach einem Eingeständnis: Die Spitzenwaffen gehen zur Neige, und was bleibt, ist die zweite Garnitur.

Die Ukraine als Kollateralschaden amerikanischer Kriegspolitik

Für Europa und insbesondere für die Ukraine könnten die Konsequenzen gravierend sein. Da die USA ihre Patriot-Raketen und andere Luftabwehrsysteme nun selbst im Iran-Konflikt einsetzen, dürften die Lieferungen an Kiew spürbar sinken. Hinzu kommt ein weiterer Faktor, der in der öffentlichen Debatte bislang zu wenig Beachtung findet: Die Golfstaaten, besorgt um den Schutz ihrer eigenen zivilen Infrastruktur vor iranischen Vergeltungsschlägen, fordern ebenfalls amerikanische Waffenlieferungen ein. Und Washington, so Kavanagh, werde diese Anfragen „wahrscheinlich höher priorisieren als die der Ukraine".

Sollte der Krieg länger als einen Monat dauern, könnten bereits ab April die Lieferungen von Patriot-Raketen an die Ukraine eingeschränkt werden. Weniger Abwehrraketen bedeuteten, dass die Ukraine ihre kritische Infrastruktur – Kraftwerke, Wasserwerke, Krankenhäuser – nicht mehr ausreichend gegen russische Angriffe schützen könne. Ein Dominoeffekt, der die gesamte europäische Sicherheitsarchitektur ins Wanken bringen könnte.

Taiwan: Die nächste Krise wartet bereits

Was Kavanagh jedoch am meisten beunruhigt, sind die langfristigen strategischen Folgen. Nach dem Iran-Krieg, so ihre Analyse, würden die USA einen erheblichen Mangel an bestimmten Munitionsarten aufweisen – ausgerechnet an jenen modernsten Systemen, die für einen möglichen Konflikt zwischen China und Taiwan am dringendsten benötigt würden. Ihre Warnung ist unmissverständlich:

„Die USA könnten damit konfrontiert sein, dass es nicht mehr darum geht, ob sie Taiwan verteidigen sollten, sondern ob sie Taiwan verteidigen könnten. Die Antwort könnte Nein sein."

Ein Satz, der in Peking mit Genugtuung zur Kenntnis genommen werden dürfte. Und einer, der die fundamentale Frage aufwirft, ob die Vereinigten Staaten unter Trump nicht dabei sind, ihre globale Abschreckungsfähigkeit auf dem Altar kurzfristiger Machtpolitik zu opfern.

Was bedeutet das für Europa – und für Deutschland?

Die Chefs der größten amerikanischen Rüstungsunternehmen wurden bereits ins Weiße Haus eingeladen, um über das Ankurbeln der Waffenproduktion zu beraten. Doch neue Produktionslinien hochzufahren dauert Jahre, nicht Wochen. Die industrielle Basis der westlichen Welt ist nach Jahrzehnten der „Friedensdividende" schlicht nicht auf einen Mehrfrontenkrieg ausgelegt.

Für Deutschland und die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ergibt sich daraus eine unbequeme Wahrheit: Wer sich bei der eigenen Verteidigung auf Amerika verlässt, könnte bald verlassen sein. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur mag politisch opportun erscheinen – doch wäre ein substanzieller Teil dieses Geldes nicht besser in die eigene Verteidigungsfähigkeit investiert? In eine Bundeswehr, die ihren Namen wieder verdient? In europäische Rüstungsproduktion, die nicht von den Launen eines amerikanischen Präsidenten abhängt?

Die Lehre aus der aktuellen Krise ist so alt wie die Geopolitik selbst: Nur wer sich selbst verteidigen kann, bleibt souverän. Alles andere ist Wunschdenken – und gefährliches dazu. Es wäre an der Zeit, dass die deutsche Politik diese Lektion endlich beherzigt, statt sich in ideologischen Debatten über Gendersternchen und Klimaneutralitätsziele zu verlieren, während die Welt um uns herum in Flammen steht.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und schwindender Waffenarsenale zeigt sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisenfeste Wertanlage ihre zeitlose Berechtigung haben. Wenn Staaten ihre Ressourcen in Kriegen verbrauchen und Währungen unter dem Druck von Schulden und Inflation ächzen, bleibt das Edelmetall als Anker der Vermögenssicherung bestehen – unabhängig davon, welcher Konflikt gerade die Schlagzeilen beherrscht.

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