
Arbeiten bis zum Umfallen? Arbeitgeberpräsident Dulger fordert Rente mit 70 und längere Tage
Während Millionen Deutsche sich tagtäglich abrackern, um die ausufernden Sozialkosten dieser Republik zu schultern, kommt nun der nächste Vorstoß aus den oberen Etagen: Rainer Dulger, seines Zeichens Arbeitgeberpräsident, fordert lautstark, dass die Bürger länger und flexibler arbeiten sollen. Ein späterer Renteneintritt sei zwar „nicht beliebt – aber notwendig“, ließ Dulger gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland verlauten. Wer hätte das gedacht?
Dänisches Modell als Heilsbringer?
Dulger beruft sich auf Dänemark als leuchtendes Vorbild. Dort koppele man die Regelaltersgrenze an die durchschnittliche Lebenserwartung – ein Modell, das er sich auch hierzulande wünsche. Zugleich solle die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte, gemeinhin als „Rente mit 63“ bekannt, abgeschafft werden. Frühverrentungsanreize müssten weichen, eine stärkere kapitalgedeckte Vorsorge her. Was Dulger dabei elegant unter den Tisch fallen lässt: In Dänemark beträgt das Rentenniveau zwischen 80 und 85 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Davon können deutsche Rentner nur träumen, während sie sich ihre kärgliche Altersversorgung mit Pfandflaschensammeln aufbessern dürften.
Der Acht-Stunden-Tag – ein „Relikt aus alten Zeiten“?
Doch Dulger geht noch weiter. Der starre Acht-Stunden-Tag passe schlicht nicht mehr in die digitale, globalisierte Arbeitswelt von heute. Es brauche ein moderneres Arbeitszeitgesetz mit mehr Flexibilität. „Mit einer Teilzeitrepublik werden wir die demografischen Herausforderungen nicht bewältigen“, so der Arbeitgeberpräsident. Niemand werde „zu 13-Stunden-Tagen gezwungen“, beschwichtigt er. Eine Aussage, die in den Ohren vieler Arbeitnehmer wie Hohn klingen dürfte. Wer einmal in der Produktion, auf dem Bau oder als Pflegekraft gearbeitet hat, weiß, wie schnell aus „Flexibilität“ schlicht Mehrarbeit ohne adäquaten Ausgleich wird.
Die wahren Probleme bleiben unangetastet
Hintergrund der ganzen Debatte ist die laufende Rentenreform. Die Rentenkommission der Bundesregierung soll Ende Juni ihre Empfehlungen vorlegen. In der „Bild“ war jüngst zu lesen, dass eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre empfohlen werde – die Kommission dementierte zwar prompt, doch der Geist ist aus der Flasche. Bemerkenswert dabei: Während über jeden Cent gefeilscht wird, den der hart arbeitende Bürger nach 45 Beitragsjahren als Rente erhalten soll, schweigen die Verantwortlichen beharrlich zu den eigentlichen Belastungen unserer Sozialkassen. Kein Wort über die Milliardenausgaben für eine ungebremste Massenzuwanderung in unsere Sozialsysteme. Kein Wort über die üppigen Beamtenpensionen, an die sich niemand herantraut. Kein Wort über die hausgemachten Probleme einer Wirtschaftspolitik, die Industriebetriebe reihenweise ins Ausland treibt.
Wer trägt eigentlich die Last?
Die bittere Wahrheit ist: Der deutsche Arbeitnehmer soll erneut den Kopf hinhalten. Während die Lebenserwartung statistisch zwar steigen mag, schaffen es viele männliche Boomer-Jahrgänge im Schnitt nicht einmal bis 70. Wer also sein gesamtes Berufsleben Beiträge entrichtet hat, dürfte unter den neuen Plänen vielleicht noch eine Handvoll Jahre Rente genießen – sofern überhaupt. Gleichzeitig drohen jenen, die freiwillig oder unfreiwillig Überstunden leisten, saftige Steuerlasten, die jeden Anreiz zu mehr Arbeit im Keim ersticken. Wer schon einmal monatlich 250 Stunden gearbeitet hat und steuerlich behandelt wurde wie ein Spitzenverdiener, kennt das Lied.
Vom Versprechen zur Drohung
Es war noch nicht lange her, da versprach die Politik den Bürgern, mit der Anwerbung von Millionen „Fachkräften“ aus aller Welt würden die Sozialsysteme entlastet und die Renten gesichert. Heute, im Jahr 2026, ist von diesen Versprechen wenig übriggeblieben. Stattdessen sollen die Deutschen nun länger schuften – bis 70, vielleicht bald bis 75 – um ein System am Laufen zu halten, das durch politische Fehlentscheidungen aus den Fugen geraten ist. Wer sich in Bürgerforen umhört, spürt den wachsenden Unmut. Die Stimmung im Land kippt, und das nicht ohne Grund.
Edelmetalle als Schutzschild gegen die Rentenfalle
Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass sich kluge Bürger längst nicht mehr blind auf die staatliche Rente verlassen können. Wer heute jung ist und bis 70 arbeiten soll, um anschließend mit kärglicher Rente abgespeist zu werden, sollte rechtzeitig vorsorgen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Werterhalt erwiesen – unabhängig von politischen Launen, demografischen Verwerfungen und Inflationsschüben. Sie sind weder durch staatliche Schuldenexzesse entwertbar noch durch politische Manöver enteignbar. Eine sinnvolle Beimischung physischer Edelmetalle zu einem breit gestreuten Vermögensportfolio kann dabei helfen, die eigene Altersvorsorge auf ein solides Fundament zu stellen – jenseits aller Versprechungen aus Berlin.
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