
Arbeitsmarkt im freien Fall: Fast drei Millionen Deutsche ohne Job

Die Hiobsbotschaften vom deutschen Arbeitsmarkt reißen nicht ab. Zum Jahresende 2025 kletterte die Zahl der Arbeitslosen auf erschreckende 2,908 Millionen Menschen – ein Anstieg um 23.000 gegenüber dem Vormonat und satte 101.000 mehr als noch im Dezember 2024. Die Arbeitslosenquote erreichte damit 6,2 Prozent. Einen derart düsteren Dezember-Wert musste Deutschland zuletzt vor fünfzehn Jahren verkraften.
Wirtschaftliche Talfahrt hinterlässt tiefe Spuren
BA-Chefin Andrea Nahles kommentierte die desaströsen Zahlen mit bemerkenswerter Nüchternheit: „Dem Arbeitsmarkt fehlt weiterhin wirtschaftlicher Rückenwind." Eine Untertreibung, die angesichts der Dimension des Problems fast schon zynisch anmutet. Natürlich lässt sich ein Teil des Dezember-Anstiegs mit saisonalen Faktoren erklären – weniger Neueinstellungen vor dem Jahreswechsel, reduzierte Außentätigkeiten in Bau und Landwirtschaft während der Wintermonate. Doch diese Erklärung greift viel zu kurz.
Die Jahresbilanz 2025 offenbart das wahre Ausmaß der Misere: Im Durchschnitt waren 2,948 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet – der höchste Jahreswert seit 2013. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Ein Armutszeugnis für den einstigen Wirtschaftsmotor Europas.
Strukturelle Probleme werden ignoriert
Während Nahles vorsichtig optimistisch andeutet, die Talsohle könnte erreicht sein, drängt sich eine unbequeme Frage auf: Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Die Antwort liegt in Jahren verfehlter Wirtschaftspolitik, überbordender Bürokratie und einer ideologiegetriebenen Energiewende, die ganze Industriezweige in die Knie zwingt. Allein in der Autobranche wurden binnen eines Jahres mehr als 50.000 Arbeitsplätze vernichtet.
Die deutsche Wirtschaft dümpelt unter dem EU-Durchschnitt – eine Schande für ein Land, das sich einst als Exportweltmeister rühmte. Statt endlich die Weichen für wirtschaftliche Erholung zu stellen, verliert sich die Politik in Symboldebatten und Umverteilungsphantasien. Die arbeitslosen Bürger zahlen die Zeche für diese Versäumnisse.
Hoffnung oder Durchhalteparolen?
Bundeskanzler Merz versprach im Herbst, den „Weg für Rückkehr in den Arbeitsmarkt frei" zu machen. Schöne Worte, gewiss. Doch angesichts der weiterhin geplanten Schuldenorgien und der Festschreibung utopischer Klimaziele im Grundgesetz darf bezweifelt werden, ob die neue Regierung tatsächlich den Mut aufbringt, die notwendigen Reformen anzupacken. Die fast drei Millionen Arbeitslosen warten jedenfalls nicht auf Sonntagsreden – sie brauchen echte Perspektiven.
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