
Australiens zweitgrößter Pensionsfonds flüchtet aus dem Dollar – Ein Zeichen des Wandels?

Die Zeichen mehren sich, dass das Vertrauen internationaler Investoren in den US-Dollar bröckelt. Nach den Dänen, die ihre ohnehin bescheidenen US-Staatsanleihen abstießen, zieht nun auch der zweitgrößte australische Pensionsfonds die Reißleine. Der Australian Retirement Trust (ART) reduziert seine Dollar-Exposition durch verstärkte Währungsabsicherung – ein Schritt, der aufhorchen lässt.
Ein Koloss bewegt sich: 237 Milliarden Dollar unter Verwaltung
Mit einem verwalteten Vermögen von stolzen 353 Milliarden australischen Dollar, umgerechnet etwa 237 Milliarden US-Dollar, ist der ART kein kleiner Fisch im globalen Finanzteich. Als zweitgrößter Fonds im australischen Superannuation-System, das insgesamt 4,5 Billionen australische Dollar umfasst, sendet seine strategische Neuausrichtung ein unmissverständliches Signal an die Märkte.
Andrew Fisher, Generaldirektor für Gesamtportfoliomanagement beim ART, machte gegenüber Reuters unmissverständlich klar, wohin die Reise geht:
„Der US-Dollar scheint der eine Bereich zu sein, in dem die US-Regierung bekommen wird, was sie will – nämlich einen schwächeren Dollar. Sie haben deutlich gemacht, dass sie eine Abschwächung wollen. Es schadet der amerikanischen Wettbewerbsfähigkeit, und ich denke, sie werden Erfolg haben."
Die Strategie: Hedging statt Flucht
Bemerkenswert ist, dass der australische Pensionsfonds seine US-Aktienbestände von rund 53 Milliarden australischen Dollar nicht antastet. Stattdessen setzt man auf eine ausgeklügelte Währungsabsicherung. Während früher Pensionsfonds ihre US-Investments kaum absicherten – schließlich galt der Dollar als sicherer Hafen in Krisenzeiten – hat sich das Blatt offenbar gewendet.
Fisher erläuterte die neue Philosophie: Man werde die Allokation in US-Aktien nicht ändern, jedoch die Währungsabsicherung deutlich erhöhen. Gleichzeitig könnte das Japan-Engagement vollständig ungesichert bleiben. Ein bemerkenswerter Paradigmenwechsel, der die veränderten Machtverhältnisse in der globalen Finanzarchitektur widerspiegelt.
Zinsdifferenzen als Treiber
Die Finanzmärkte haben bereits Zinssenkungen der Federal Reserve von 50 Basispunkten für 2026 eingepreist. Währenddessen werden in Japan und Australien steigende Zinsen erwartet, während Europa seine Sätze stabil halten dürfte. Diese Zinsdifferenzen könnten den Dollar weiter unter Druck setzen – eine Entwicklung, die offenbar auch von der Trump-Administration gewünscht wird.
Bessents scharfe Zunge gegenüber den Dänen
US-Finanzminister Scott Bessent zeigte sich von den europäischen Absetzbewegungen wenig beeindruckt. Auf die Frage nach dänischen Investoren, die sich von US-Staatsanleihen trennen, konterte er beim Weltwirtschaftsforum mit beißendem Spott: „Dänemarks Investment in US-Staatsanleihen ist, wie Dänemark selbst, irrelevant." Eine diplomatische Meisterleistung war das gewiss nicht – doch Bessent hatte einen Punkt: Die dänischen Bestände sind tatsächlich kaum mehr als ein Rundungsfehler im Gesamtbild.
Für konservative Anleger, die sich Sorgen um die Stabilität des globalen Finanzsystems machen, könnte diese Entwicklung ein weiteres Argument für die Beimischung physischer Edelmetalle sein. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche Währung gerade schwächelt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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