
BASF-Chef schlägt Alarm: Brüssels Klimawahn treibt Europas Industrie in den Abgrund

Es sind Worte, die aufhorchen lassen sollten – doch in den Brüsseler Elfenbeintürmen wird man sie vermutlich mit dem üblichen ideologischen Schulterzucken abtun. Markus Kamieth, Vorstandschef des Chemieriesen BASF, hat der europäischen Klimapolitik ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Seine Diagnose ist so unmissverständlich wie erschreckend: Die EU beschleunige mit ihren Plänen den „industriellen Niedergang Europas“. Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen – sie stammt nicht von einem Wutbürger, sondern vom Chef eines der bedeutendsten Industriekonzerne des Kontinents.
Wenn Bürokraten das Unmögliche verlangen
Worum geht es? Die EU-Kommission hat in der vergangenen Woche eine Reform ihres Emissionshandelssystems, kurz ETS, vorgestellt. Auf dem Papier soll das Ganze die Industrie entlasten. In der Realität, so warnt Kamieth, könnte das Gegenteil eintreten. Denn die Unternehmen sollen künftig Investitionszusagen abgeben – und zwar für Technologien, deren wirtschaftlicher Betrieb schlicht nicht gewährleistet sei.
„Ich halte diesen Vorschlag für riskant, da er den industriellen Niedergang Europas beschleunigen könnte. Steigende CO₂-Preise verstärken die Verlagerung von Produktionsstätten“, so Kamieth gegenüber der Financial Times.
Man stelle sich das einmal bildhaft vor: Ein Landwirt soll die Ernte garantieren, obwohl ihm niemand Saatgut, Wasser oder fruchtbaren Boden zur Verfügung stellt. Genau das verlangt Brüssel von der Industrie. Denn die Wundertechnologie, die alles retten soll – der sogenannte grüne Wasserstoff – ist schlicht zu teuer und schlicht nicht in ausreichender Menge vorhanden.
Das Märchen vom bezahlbaren grünen Wasserstoff
Die Stahl- und Chemieindustrie soll ihre fossilen Energieträger durch grünen Wasserstoff ersetzen. Eine schöne Vision – für Menschen, die von wirtschaftlichen Realitäten weit entfernt in ihren Ministerien residieren. Unterstützung erhält Kamieth ausgerechnet aus der Stahlbranche. Axel Eggert, Generaldirektor des Verbands Eurofer, brachte es auf den Punkt: Man könne solche Bedingungen nicht stellen, wenn der Wasserstoff schlicht nicht existiere.
Konkret sollen Unternehmen 80 Prozent ihrer kostenlosen Zertifikate erhalten, wenn sie „konkrete Pläne“ vorlegen. Die restlichen 20 Prozent gibt es erst, wenn die Investitionen tatsächlich getätigt wurden. Klingt vernünftig? Nur solange man ignoriert, dass die technologischen Voraussetzungen für diese Investitionen gar nicht gegeben sind.
Die bittere Bilanz: Ein Kontinent verliert seine Substanz
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Seit 2022 hat die europäische Chemieindustrie rund zehn Prozent ihrer Produktionskapazität verloren. Zehn Prozent! Das ist kein statistisches Rauschen, das ist Substanzverlust im großen Stil. Und Kamieth, der neben BASF auch den europäischen Chemieverband Cefic leitet, fand bereits vor der Reform drastische Worte: Wenn das Emissionshandelssystem schneller verschärft werde, als Unternehmen ihre Produktion umbauen könnten, dann „werden die Investitionen Europa verlassen, bevor es die Emissionen tun“.
Was für ein Satz. Er beschreibt in einer einzigen Zeile das Grunddilemma einer Politik, die den moralischen Zeigefinger über den ökonomischen Verstand stellt. BASF investiert dort, wo die Nachfrage wächst – und das ist längst nicht mehr Europa, sondern Asien. Wer will es dem Unternehmen verdenken?
Wenn Ideologie über Vernunft siegt
Bezeichnend ist die Reaktion aus Schweden. Klimaministerin Romina Pourmokhtari kritisierte die Zugeständnisse an die Industrie, weil sie den CO₂-Preis schwächen könnten. Man sieht: Während der eine Teil Europas verzweifelt versucht, seine Industrie am Leben zu halten, drängt der andere Teil auf noch mehr Verschärfung. Ein Kontinent, der sich in klimapolitischer Selbstkasteiung übt, während die USA unter Trump und Asien munter weiterproduzieren und die Weltmärkte erobern.
Diese Entwicklung reiht sich nahtlos ein in eine Kette schlechter Nachrichten aus der deutschen und europäischen Industrie. Ob VW, Bosch oder eben BASF – überall wird abgebaut, verlagert, geschlossen. „Made in Germany“ droht zu „Made irgendwo anders“ zu werden. Und die Verantwortlichen? Sie basteln weiter an Zertifikaten, Auflagen und Verboten, statt endlich Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen Wertschöpfung in Europa überhaupt noch möglich ist.
Was bleibt dem Anleger?
Die Reform ist noch nicht beschlossen. Parlament und Mitgliedstaaten können nachbessern – oder auch nicht. Doch die Richtung ist klar erkennbar: Europas Industrie steht unter Dauerbeschuss einer Politik, die den Wohlstand kommender Generationen aufs Spiel setzt. Wer sein Vermögen in diesen unsicheren Zeiten schützen will, tut gut daran, sich nicht allein auf die Papierwerte einer schwächelnden Industrie zu verlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie auch dann Bestand haben, wenn Regierungen und Bürokratien ganze Wirtschaftszweige an die Wand fahren. Als krisenfeste Beimischung eines breit gestreuten Portefeuilles bieten sie eine solide Grundlage zur Vermögenssicherung.
Hinweis: Dieser Artikel gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Für Investitionsentscheidungen sollten Sie gegebenenfalls einen unabhängigen Fach-, Steuer- oder Rechtsberater hinzuziehen.
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