
Bessent provoziert Europa: „Dänemark ist irrelevant" – US-Finanzminister zeigt wahres Gesicht der Trump-Administration
Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa erreichen einen neuen Tiefpunkt. US-Finanzminister Scott Bessent hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit einer Aussage für Aufsehen gesorgt, die an Arroganz kaum zu überbieten ist: „Dänemarks Investitionen in US-Staatsanleihen sind, wie Dänemark selbst, irrelevant." Eine Bemerkung, die nicht nur diplomatisch fragwürdig ist, sondern auch die wahre Haltung der Trump-Administration gegenüber ihren europäischen Verbündeten offenbart.
Der „Sell America"-Trend nimmt Fahrt auf
Die Märkte reagierten am Dienstag mit einem massiven Ausverkauf amerikanischer Vermögenswerte. Investoren trennten sich sowohl von US-Aktien als auch von Staatsanleihen, was die Renditen in die Höhe trieb. Der Auslöser? Präsident Trumps eskalierende Drohungen gegenüber europäischen Ländern im Zusammenhang mit seinen Ambitionen auf Grönland. Die angekündigten Zölle von zunächst zehn Prozent, später sogar 25 Prozent, auf Importe aus acht europäischen Staaten haben die Nervosität an den Finanzmärkten deutlich erhöht.
Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension verkündete den Verkauf von US-Staatsanleihen im Wert von 100 Millionen Dollar. Anders Schelde, der Investmentchef des Fonds, begründete die Entscheidung mit den „schlechten Staatsfinanzen" der USA. Eine Einschätzung, die angesichts der explodierenden amerikanischen Staatsverschuldung durchaus nachvollziehbar erscheint.
Bessent weist Kritik als „Fake News" zurück
Doch statt die berechtigten Sorgen europäischer Investoren ernst zu nehmen, wählte Bessent den Weg der Verhöhnung. Die Vorstellung, dass Europäer amerikanische Vermögenswerte abstoßen könnten, stamme von „einem einzelnen Analysten der Deutschen Bank" und sei dann von den „Fake-News-Medien" aufgebauscht worden, so der Finanzminister. Eine bemerkenswerte Aussage, bedenkt man, dass europäische Länder zum Zeitpunkt der Analyse US-Anleihen und Aktien im Wert von acht Billionen Dollar hielten.
George Saravelos, globaler Leiter der Devisenforschung bei der Deutschen Bank, hatte in seiner Analyse gewarnt:
„Die USA haben eine entscheidende Schwäche: Sie sind darauf angewiesen, dass andere ihre Rechnungen bezahlen. In einem Umfeld, in dem die geoökonomische Stabilität der westlichen Allianz existenziell gestört wird, ist nicht klar, warum Europäer weiterhin bereit sein sollten, diese Rolle zu spielen."
Bessent behauptete allerdings, der CEO der Deutschen Bank habe ihn angerufen und mitgeteilt, dass die Bank „nicht hinter diesem Analystenreport steht". Eine Darstellung, die bislang unbestätigt bleibt.
Grönland: Trumps gefährliches Spiel mit der Souveränität
Im Kern geht es bei diesem diplomatischen Eklat um Trumps Ambitionen auf Grönland. Die arktische Insel, die zu Dänemark gehört, wird von der US-Administration als „nationale Sicherheitsbedrohung" eingestuft, da sich mit der Erwärmung der Arktis neue Handelsrouten eröffnen. Ein potenzielles Machtspiel zwischen den USA, Russland und China zeichnet sich ab.
„Wir bitten unsere Verbündeten zu verstehen, dass Grönland Teil der Vereinigten Staaten werden muss", erklärte Bessent unverblümt. Die Reaktion der Grönländer? Fassungslosigkeit. Naaja Nathanielsen, Wirtschaftsministerin Grönlands, zeigte sich gegenüber Medien erschüttert:
„Wir haben uns immer als Verbündete der USA betrachtet und versucht, den Bedürfnissen der USA über die Jahre entgegenzukommen. Uns plötzlich inmitten eines Sturms wiederzufinden, in dem es darum geht, uns wie ein Produkt oder Eigentum zu erwerben, ist wirklich schwierig – ganz zu schweigen von den Drohungen mit militärischen Aktionen und einer tatsächlichen Besetzung unseres Landes."
Europa soll „abwarten und zuhören"
Bessents Ratschlag an die Europäer klingt wie blanker Hohn: Sie sollten „tief durchatmen", nicht reflexartig wütend reagieren und stattdessen „abwarten, bis Präsident Trump kommt, und seinem Argument zuhören". Man werde schon überzeugt werden, so der Finanzminister. Eine Aussage, die an Überheblichkeit kaum zu überbieten ist und die Frage aufwirft, wie lange sich Europa diese Behandlung noch gefallen lassen wird.
Der Verweis Bessents auf den historischen Kauf der US-Jungferninseln von Dänemark während des Ersten Weltkriegs zeigt, dass die Trump-Administration offenbar glaubt, Geschichte könne sich einfach wiederholen. Doch die Zeiten haben sich geändert, und souveräne Nationen lassen sich nicht mehr wie Kolonialwaren handeln.
Ein Weckruf für Europa
Diese Entwicklungen sollten für jeden europäischen Bürger ein Weckruf sein. Die vermeintlich unerschütterliche transatlantische Partnerschaft zeigt tiefe Risse. Wenn der US-Finanzminister einen NATO-Verbündeten öffentlich als „irrelevant" bezeichnet, dann offenbart dies eine besorgniserregende Geringschätzung gegenüber langjährigen Partnern. Es ist höchste Zeit, dass Europa seine Abhängigkeit von den USA überdenkt und eigene Stärke entwickelt – wirtschaftlich, militärisch und diplomatisch.
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