280.000
Kunden
Sicherer
Versand
07:48 Uhr
KI-generiert

Billionen-Grab Energiewende: Wer soll diese Rechnung bezahlen?

Billionen-Grab Energiewende: Wer soll diese Rechnung bezahlen?
Symbolbild: KI-generiert

Sechs Billionen Euro – und das soll erst der Anfang sein? Andrea Thoma-Böck, Präsidentin der Initiative Zukunft Wirtschaft Deutschland (IZW), hat in einem am 1. November 2026 veröffentlichten Interview eindringlich vor den Folgen der deutschen Energiewende gewarnt. Ihre Botschaft: Die offiziellen Kostenschätzungen könnten viel zu niedrig sein, und der Wohlstandsverlust habe längst begonnen.

Sechs Billionen Euro als Untergrenze

Auslöser der Debatte ist eine Studie des Forschungsinstituts Prognos im Auftrag der staatlichen Förderbank KfW. Danach braucht Deutschland bis 2045 zwischen 5,7 und 6,4 Billionen Euro an Investitionen, um klimaneutral zu werden. Medienberichten zufolge wären das im Schnitt rund 290 Milliarden Euro pro Jahr. Eine schwindelerregende Summe.

Thoma-Böck hält das für zu optimistisch. Sie beruft sich auf den RWI-Energieökonomen Manuel Frondel:

„Ich halte sechs Billionen Euro eher für die Untergrenze.“

Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages verweist laut dem Interview sogar auf Schätzungen von bis zu 13,3 Billionen Euro. Und die Bundesregierung? Die legt nach Darstellung der IZW-Chefin überhaupt keine eigene Gesamtkostenrechnung vor. Bei jedem Garagenanbau verlangt die Bank einen Finanzierungsplan. Beim größten Umbauprojekt der Nachkriegsgeschichte scheint das verzichtbar.

Das Stuttgart-21-Syndrom

Als Mahnung nennt Thoma-Böck den Bahnhof Stuttgart 21. Das Projekt wurde 2009 mit rund 4,5 Milliarden Euro veranschlagt. Rechnet man die verbundenen Infrastrukturprojekte mit ein, ist heute von etwa 25 Milliarden Euro die Rede, allerdings bei größerem Umfang. Wenn Deutschland schon an einem einzelnen Bahnhof scheitert, wie will es dann den Umbau der kompletten Energieversorgung verlässlich kalkulieren?

Dazu kommen nach ihrer Einschätzung technische Hürden: Netzstabilität, Speicher, Reservekraftwerke. Installierte Leistung sei eben noch keine gesicherte Leistung. Auch beim Kupfer droht Ärger. Die Internationale Energieagentur rechnet für 2035 mit einer möglichen Angebotslücke von rund einem Viertel.

Mehr Windräder, kaum mehr Strom

Besonders bitter ist eine Zahl aus dem Interview: Zwischen 2020 und 2025 seien rund 35 Milliarden Euro in neue Windkraftanlagen geflossen, die installierte Leistung sei um etwa 25 Prozent gestiegen. Trotzdem habe die Windstromerzeugung 2025 nahezu auf dem Niveau von 2020 gelegen. Milliarden in den Wind geschrieben? Kritiker dürften genau das so sehen.

Die Last trägt der Bürger

Am meisten Sorgen macht der IZW-Präsidentin die Frage der Finanzierung. Die Wirtschaft stagniert, bis 2040 erreichen rund 13,3 Millionen heutige Erwerbspersonen das Rentenalter. Die Zinsausgaben des Bundes sollen sich bis 2030 auf über 80 Milliarden Euro jährlich mehr als verdoppeln. Hinzu kommt der Sanierungsstau: Allein etwa 5.000 Teilbauwerke von Autobahnbrücken müssten laut Bundesrechnungshof dringend modernisiert werden.

„Die entscheidende Frage lautet doch: Wer soll diese Billionen erwirtschaften, wenn wir gleichzeitig die industrielle Basis schwächen, die sie finanzieren soll?“

Werden die Kosten über Zuschüsse statt über den Strompreis bezahlt, verschwinden sie nach Thoma-Böcks Worten nicht. Sie wanderten nur weiter, vom Stromkunden zum Steuerzahler und von heute zu den kommenden Generationen. Das gilt auch für das schuldenfinanzierte 500-Milliarden-Sondervermögen der Regierung Merz, das Kritiker seit Langem als Hypothek für unsere Kinder sehen.

Ein Luftschloss mit Ablaufdatum 2045?

Das Urteil der Unternehmerin fällt deutlich aus. Die Energiewende müsse sich an ihrer Wirtschaftlichkeit messen lassen und nicht an einem politischen Luftschloss, das bis 2045 fertig sein soll, koste es, was es wolle. Und weiter: „Diese Wohlstandsverluste sind längst keine theoretische Gefahr mehr.“

Für viele Sparer folgt daraus eine nüchterne Erkenntnis. Wenn der Staat Billionen auf Pump bewegt, geraten Kaufkraft und Ersparnisse unter Druck. Physisches Gold und Silber sind seit Jahrhunderten ein Wertspeicher, der sich nicht per Beschluss vermehren lässt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie eine sinnvolle Absicherung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt unsere redaktionelle Meinung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“