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KI-generiert

Blaue Welle trifft KI-Boom: Wackelt jetzt das Rechenzentren-Wunder?

Blaue Welle trifft KI-Boom: Wackelt jetzt das Rechenzentren-Wunder?
Symbolbild: KI-generiert

Die US-Zwischenwahlen sind für Donald Trump zum Debakel geworden, und die Rechnung könnte jetzt auch die KI-Branche bekommen. In Texas, Ohio und Georgia haben demokratische Kandidatinnen gewonnen, die neue Rechenzentren stoppen oder strenger regeln wollen. Damit droht dem milliardenschweren Infrastruktur-Rausch der Tech-Konzerne eine Vollbremsung.

Texas: Das Herz des Booms gerät ins Stocken

Ausgerechnet der Lone Star State, bislang Liebling der Investoren, wird zum größten Risiko. Gina Hinojosa hat Amtsinhaber Greg Abbott geschlagen. Sie ist die erste demokratische Gouverneurin in Texas seit dem Wahlsieg von Ann Richards im Jahr 1990.

Ihr Wahlversprechen hat es in sich: Hinojosa fordere ein Moratorium für neue Rechenzentren, bis gesetzliche Regeln zum Schutz der Bevölkerung stünden. Auch die Kosten für den Netzausbau, den Wasserverbrauch und die üppigen Steuervergünstigungen wolle sie neu ordnen lassen. Pikant ist, dass schon Abbott Genehmigungen ausgesetzt hatte, nachdem Medienberichten zufolge vor allem auf dem Land der Unmut gewachsen war.

Wie viel auf dem Spiel steht, zeigen die Zahlen. Laut Bloomberg könnte fast die Hälfte der geplanten zusätzlichen KI-Kapazitäten in den USA strengeren politischen Prüfungen ausgesetzt sein. Das Analysehaus SemiAnalysis beziffert den Anteil von Texas an den Kapazitäten, die bis 2028 ans Netz gehen sollen, auf knapp 30 Prozent. Schon wenige Monate Verzögerung dort könnten die landesweite Bilanz verschieben, warnen die Analysten.

13 Gigawatt in der Warteschleife

GLJ Research schätzt, dass in Texas rund 13 Gigawatt geplanter Leistung betroffen sein könnten. Projekte mit gesichertem Stromanschluss, aber ohne Umweltgenehmigung drohten sich um zwölf bis 18 Monate zu verzögern. Wer nicht einmal das vorweisen kann, muss womöglich in andere Bundesstaaten ausweichen oder den Plan ganz begraben.

Der Bürger sagt: Nicht vor meiner Haustür!

Ohios neue Gouverneurin Amy Acton verlange einen bedingten Baustopp, in Georgia habe Keisha Lance Bottoms ebenfalls ein Moratorium gefordert. Auch Pennsylvanias Gouverneur Josh Shapiro sehe spekulative Projekte inzwischen kritischer.

Der eigentliche Treiber sitzt aber nicht in den Gouverneurspalästen. Mehreren Umfragen zufolge lehnt eine Mehrheit der Amerikaner neue KI-Rechenzentren in ihrer Nachbarschaft ab, und zwar quer durch beide Lager. Die Leute ärgern sich über den gewaltigen Strom- und Wasserhunger der Anlagen und über steigende Stromrechnungen für Privathaushalte. Laut S&P Global wurden von Januar bis Juli 2026 bereits 294 lokale Moratorien und Verbote registriert. Bereits genehmigte Anlagen sind davon allerdings nicht automatisch betroffen.

Sand im Getriebe der Börsenlieblinge

Für die Wall Street ist das mehr als eine Baustellen-Posse. Wenn Projekte verschoben werden, könnte die Nachfrage nach Chips von Nvidia und AMD, nach Servern von Super Micro Computer und nach Rechenleistung von Oracle langsamer wachsen, als die ambitionierten Kursziele unterstellen. Auch Zulieferer wie Vertiv, Eaton und Schneider Electric müssten sich auf spätere Aufträge einstellen.

„Selbst wenn es nicht zu landesweiten Moratorien kommt, erwarten wir deutlich mehr Sand im Getriebe beim KI-Ausbau.“

So fasst es PIMCO-Expertin Libby Cantrill zusammen. Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein. Nach dem jüngsten KI-Ausverkauf liegt der Nasdaq 100 bereits mehr als zehn Prozent unter seinem Hoch und steckt damit offiziell in einer Korrektur. Elon Musk wiederum wirbt laut Medienberichten nach Hinojosas Sieg erneut für Rechenzentren im Weltall. Eine schnelle Lösung für irdische Genehmigungsprobleme ist das wohl kaum.

Fazit: Wenn Visionen auf Wähler treffen

Das Ende des KI-Booms ist damit nicht besiegelt. Die Episode zeigt aber, wie verwundbar Bewertungen sind, die auf ungebremstem Wachstum beruhen. Ein Wahlabend kann reichen, um Milliardenpläne ins Wanken zu bringen. Wer sein Vermögen nicht allein vom Kurs einiger Tech-Giganten abhängig machen will, sollte breit streuen. Physisches Gold und Silber sind dabei als krisenerprobte Beimischung eine sinnvolle Ergänzung, denn sie brauchen weder Genehmigungen noch Gigawatt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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