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Kettner Edelmetalle
27.01.2026
11:37 Uhr

Bosch setzt Belegschaft die Pistole auf die Brust: Tausende Arbeitsplätze in Gefahr

Bosch setzt Belegschaft die Pistole auf die Brust: Tausende Arbeitsplätze in Gefahr

Der deutsche Technologieriese Bosch treibt seinen massiven Stellenabbau mit harter Hand voran. Am Standort Bühl im badischen Kreis Rastatt stehen rund 1.700 Arbeitsplätze auf der Kippe – und der Konzern hat den Arbeitnehmervertretern nun ein knallhartes Ultimatum gestellt. Die Belegschaft reagierte mit einer Protestaktion, die deutlich macht: Der Frust sitzt tief, und kampflos will man sich nicht geschlagen geben.

Ein Ultimatum als Verhandlungsstrategie

Was sich derzeit in Bühl und dem benachbarten Bühlertal abspielt, ist symptomatisch für die Krise der deutschen Industrie. Bosch, einst Inbegriff deutscher Ingenieurskunst und solider Arbeitsplätze, droht damit, die Einigungsstelle anzurufen, sollten die Verhandlungen nicht umgehend zu einem Ergebnis führen. Für die Gewerkschaft IG Metall ist das ein Affront sondergleichen. Denn eine externe Einigungsstelle kennt weder die Mitarbeiter noch deren spezifische Arbeit – sie würde lediglich über die Modalitäten des Abbaus entscheiden, nicht aber über Alternativen oder Abmilderungen.

„Die Stimmung bei uns ist abgrundtief schlecht", brachte ein Mitarbeiter die Lage auf den Punkt. Und wer kann es ihm verdenken? Wenn ein Standort praktisch halbiert werden soll, stellt sich unweigerlich die Frage nach dessen Überlebensfähigkeit.

Protestmarsch unter dem Motto „We're not gonna take it"

Am vergangenen Donnerstag versammelten sich rund 1.200 Beschäftigte zu einer sogenannten „aktiven Mittagspause". Unter dem kämpferischen Motto „We're not gonna take it" – angelehnt an den gleichnamigen Rocksong der Band Twisted Sister – machten die Boschler ihrem Unmut Luft. Die Botschaft war unmissverständlich: Wir lassen uns nicht einfach abspeisen.

„Wir sind verhandlungsbereit und wollen gestalten. So einfach geht es hier in Bühl nicht – wir sind da."

Diese Worte einer Gewerkschafterin spiegeln den Kampfgeist wider, der sich unter den Beschäftigten breitgemacht hat. Doch wie viel Gewicht haben solche Proteste noch, wenn ein Weltkonzern mit über 400.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 90 Milliarden Euro seine Entscheidungen längst getroffen zu haben scheint?

Das große Bild: 13.000 Stellen auf der Streichliste

Der Stellenabbau in Bühl ist nur ein Teil eines weitaus größeren Problems. Bosch hatte im vergangenen Jahr den Abbau von insgesamt 13.000 Arbeitsplätzen angekündigt, wobei deutsche Standorte besonders hart getroffen werden. Das Werk im Luftkurort Bühlertal soll sogar vollständig geschlossen werden – ein herber Schlag für die gesamte Region.

Während am Standort Reutlingen zumindest eine Einigung erzielt werden konnte, die den Kahlschlag etwas abmilderte, scheint die Lage in Bühl festgefahren. Die IG Metall-Chefin von Baden-Württemberg, Barbara Resch, hatte bereits im vergangenen Jahr unmissverständlich klargestellt: „Das werden wir nicht kampflos hinnehmen."

Symptom einer verfehlten Wirtschaftspolitik

Was wir hier beobachten, ist kein isoliertes Phänomen. Die deutsche Industrie befindet sich in einer tiefen Strukturkrise, die durch jahrelange politische Fehlentscheidungen verschärft wurde. Explodierende Energiekosten, eine überbordende Bürokratie und eine Wirtschaftspolitik, die ideologische Ziele über wirtschaftliche Vernunft stellt, haben Deutschland als Industriestandort massiv geschwächt. Die Leidtragenden sind am Ende immer die Arbeitnehmer – jene Menschen, die Tag für Tag zur Wertschöpfung dieses Landes beitragen.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar vollmundige Versprechen gemacht, doch ob diese den Niedergang der deutschen Industrie aufhalten können, bleibt mehr als fraglich. Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Infrastruktur klingt beeindruckend, wird aber kommende Generationen mit Schulden belasten und die Inflation weiter anheizen. Von einer echten Entlastung der Wirtschaft ist bislang wenig zu spüren.

Die Beschäftigten bei Bosch in Bühl haben mit ihrer Protestaktion ein Zeichen gesetzt. Ob es gehört wird, steht auf einem anderen Blatt. Eines ist jedoch sicher: Wenn Deutschland seinen industriellen Kern weiter so sträflich vernachlässigt, werden solche Szenen zur traurigen Normalität werden.

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