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29.10.2026
19:16 Uhr
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Brennende Tanker in Hormus: Iran zerpflückt die US-Entwarnung!

Brennende Tanker in Hormus: Iran zerpflückt die US-Entwarnung!
Symbolbild: KI-generiert

Drei Öltanker sollen binnen 24 Stunden in der Straße von Hormus auf Seeminen gelaufen, explodiert und in Flammen aufgegangen sein. Das verkündeten die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) am Donnerstag. Damit stellt Teheran die Behauptung aus Washington, die Meerenge sei längst minenfrei, öffentlich infrage. Auf dem Spiel stehen Glaubwürdigkeit, Diplomatie und der Ölpreis.

Funkstille vor der Explosion

Nach Darstellung der IRGC-Marine sollen die drei Schiffe Warnungen ignoriert haben. Außerdem hätten sie Radar und Navigationssysteme abgeschaltet und versucht, über eine „nicht genehmigte“ südliche Route aus der Meerenge zu gelangen. Die Wracks seien schließlich an der Südküste gestrandet. Die Verantwortung gibt Teheran den Reedern und Besatzungen.

Unabhängig bestätigt ist bisher nur ein Teil davon. Die britische Seesicherheitsbehörde UKMTO meldete ein brennendes Schiff rund neun Seemeilen nördlich der omanischen Stadt Khasab. Was mit der Crew ist, sei unklar. Medienberichten zufolge soll ein weiteres Schiff in Not sein. Ob die Fälle zu den drei Tankern gehören, die der Iran nennt, ist offen. Brisant ist eines: In genau diesem Gebiet hatte die US-Marine zuletzt Tanker durch die Meerenge begleitet.

Wem glaubt man jetzt?

Pentagon und Weißes Haus hatten erklärt, die Straße von Hormus sei erfolgreich entmint. IRGC-Sprecher Brigadegeneral Hossein Mohebi forderte das US-Zentralkommando CENTCOM nun auf, das mit unabhängigen Beweisen zu belegen statt mit bloßen Erklärungen. In einer online verbreiteten Stellungnahme legte er nach:

„Die Realität der Straße von Hormus spielt sich am Himmel, auf dem Land und auf dem Meer ab – nicht im Cyberspace und in den Medien-Kriegsräumen Amerikas.“

Teheran meldete außerdem, eine US-Aufklärungsdrohne vom Typ MQM-170 per elektronischer Kriegsführung gekapert und unbeschädigt gelandet zu haben. Das US-Militär widersprach dieser Darstellung laut Berichten. Es bleibt der übliche Nebel des Krieges: Beide Seiten senden Propaganda, und die Wahrheit liegt irgendwo darunter.

Diplomatie mit angezogener Handbremse

Die Eskalation kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Außenminister Abbas Araghchi hatte am Mittwoch erklärt, sein Land gebe der Diplomatie weiterhin eine Chance. Über Vermittler stehe man in engem Kontakt, um einen „7-Tage-Plan“ womöglich noch schneller umzusetzen. Laut Medienberichten sieht ein neuer Entwurf aus Katar vor, dass der Iran die Meerenge vier Tage nach dem Ende der Sanktionen wieder öffnet. Teheran hatte ursprünglich sieben Tage verlangt.

Gleichzeitig soll US-Vizepräsident J.D. Vance auf Anweisung von Donald Trump einen Brief an Mohsen Rezaei geschickt haben. Rezaei ist Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats und war früher lange Kommandeur der Revolutionsgarden. Laut dem „Wall Street Journal“ wolle Vance ausloten, ob es genug Gemeinsamkeiten gibt, um Trump von einem kurzen, harten Militärschlag in den kommenden Wochen abzubringen. In der Atomfrage will Teheran allerdings erst nach Kriegsende verhandeln.

Die Rechnung zahlt der Verbraucher

Seit US-amerikanische und israelische Angriffe im Februar den Krieg auslösten, ist die Meerenge ein Nadelöhr unter Feuer. Vor dem Krieg ging hier rund ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs durch. Laut der IRGC fuhren damals täglich etwa 125 Schiffe durch die Meerenge, heute seien es nur noch sieben oder acht. Nach Angaben eines US-Thinktanks gibt es derzeit so viele Angriffe auf Schiffe wie noch nie seit Kriegsbeginn. Brent lag zuletzt teils über 110 Dollar je Barrel.

Für Deutschland ist das eine bittere Lektion. Ein Land, das erst seine Kernkraftwerke abgeschaltet und dann auf billige Energieimporte gesetzt hat, ist jedem Funken am Persischen Golf ausgeliefert. Wenn dort Tanker brennen, steigen hier die Preise an der Zapfsäule, die Heizkosten und die Inflation. Ein Plan der Bundesregierung für die Versorgungssicherheit? Darauf warten viele bis heute.

Fazit: Sicherheit, die nicht von Diplomaten abhängt

Ob am Ende ein Friedensdeal oder ein neuer Militärschlag steht, entscheidet sich womöglich erst nach den US-Zwischenwahlen am 3. November. Für Sparer zeigt die Lage, wie schnell geopolitische Krisen auf das eigene Vermögen durchschlagen können. Physisches Gold und Silber haben sich in solchen Phasen über Jahrhunderte als Krisenschutz bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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