
Britischer Premier Sunak: Persönliche Bereicherung durch Moderna?
Als Rishi Sunak im Oktober des letzten Jahres zum neuen britischen Premierminister gewählt wurde, strahlte er als Hoffnungsträger der konservativen Partei. Doch schnell geriet er wegen seines luxuriösen Lebensstils und der Steuermoral seiner wohlhabenden Frau Akshata Murty in die Kritik.
Reichtum und Kritik
Das Privatvermögen des Paares wurde 2022 von der Sunday Times auf umgerechnet 820 Millionen Euro geschätzt, höher als das von König Charles III. Doch das Vermögen von Sunak und Murty schmolz laut der "Rich List" der "Sunday Times" in den ersten Monaten dieses Jahres um umgerechnet 233 Millionen Euro. Der Hauptgrund dafür war der Wertverlust von Murtys Anteil am indischen IT-Unternehmen Infosys.
Verbindung zu Moderna
Jetzt gerät Sunak wegen seiner Beteiligung am Impfstoffhersteller Moderna ins Zwielicht. Sunak war Gründungspartner des auf den steuerbegünstigten Cayman-Inseln registrierten Hedgefonds Thélème Partners. Der Fonds investierte 500 Millionen Dollar in Moderna, was rund einem Fünftel des Gesamtportfolios entsprach. Sunak verließ den Hedgefonds im Jahr 2013, um seine politische Karriere im Vereinigten Königreich fortzusetzen.
Verdacht der persönlichen Bereicherung
Während der Coronakrise erklärte er im Parlament, der Impfstoff sei "sicher und wirksam" und erteilte Moderna weitere Genehmigungen für die Produktion von Impfstoffen auf der Insel. Zudem stellte Sunak im Jahr 202 den Thélème-Partner John Sheridan als Berater des Finanzministeriums für die Corona-Politik ein. Es stellt sich die Frage, ob Sunak seine Position genutzt hat, um sich persönlich zu bereichern.
Kein dauerhaftes finanzielles Interesse mehr?
Sunak weigert sich jedoch zu dementieren, dass er von einem Anstieg des Aktienkurses des Impfstoffherstellers Moderna und späteren Gewinnen von Thélème profitiert habe. In einer Pressemitteilung im Februar dieses Jahres erklärte die Investmentfirma, dass Sunak seit seinem Ausscheiden im Jahr 2013 kein dauerhaftes finanzielles Interesse mehr an den von Thélème verwalteten Fonds hat.
Möglicherweise Insiderhandel?
Ob Sunak sich einem möglichen Verfahren wegen Insiderhandels entziehen könnte, ist ungewiss. Ebenso ungewiss ist, ob es dazu überhaupt kommen wird. Was jedoch feststeht, ist, dass Sunak sich weigert zu sagen, ob er von seinem Geschäft mit Moderna über seinen Hedgefonds Thélème profitiert hat.
Fazit
Es bleibt abzuwarten, ob Sunak sich gegen die Vorwürfe der persönlichen Bereicherung und des möglichen Insiderhandels verteidigen kann. In jedem Fall unterstreicht dieser Fall erneut die Bedeutung von Transparenz und Integrität in der Politik.

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