
Brutale Gewalt am Bahnhof Dammtor: Bahnmitarbeiter krankenhausreif geprügelt – Täter darf gehen
Es ist ein Vorfall, der sprachlos macht und doch längst zur traurigen Normalität in diesem Land geworden ist: Am Hamburger Bahnhof Dammtor wurde am Dienstagnachmittag ein 49-jähriger Bahnmitarbeiter von einem 43-Jährigen brutal zusammengeschlagen. Das Opfer liegt mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Der Täter? Der durfte seiner Wege gehen – weil er angeblich einen „dringenden OP-Termin" hatte. Man reibt sich verwundert die Augen.
Ein Dienstraum wird zum Tatort
Die Ereignisse spielten sich gegen 15 Uhr in einem Dienst- und Aufsichtsraum ab. Der Tatverdächtige wollte sich dort aufwärmen, wurde jedoch vom Bahnpersonal darauf hingewiesen, dass dieser Bereich ausschließlich Mitarbeitern vorbehalten sei. Eine simple, höfliche Auskunft – die offenbar ausreichte, um bei dem Mann sämtliche Sicherungen durchbrennen zu lassen.
Was folgte, war ein Gewaltexzess, wie er in deutschen Bahnhöfen mittlerweile erschreckend häufig vorkommt. Zunächst Beleidigungen, dann Faustschläge gegen Kopf und Oberkörper des Bahnangestellten. Als dieser zu Boden ging, trat der als „äußerst aggressiv" beschriebene Angreifer weiter auf ihn ein. Ein 65-jähriger Kollege, der seinem Kameraden zu Hilfe eilen wollte, wurde kurzerhand in den Schwitzkasten genommen. Erst ein zufällig anwesender Landespolizist, der sich privat am Bahnhof aufhielt, konnte den Tobenden überwältigen und fixieren.
Täter auf freiem Fuß – wegen eines Arzttermins
Was nach der Festnahme geschah, spottet jeder Beschreibung und offenbart die ganze Absurdität unseres Rechtssystems. Der Schläger wurde nicht etwa in Gewahrsam genommen, sondern durfte das Weite suchen. Seine Begründung: Er habe einen dringenden Operationstermin in einem Krankenhaus. Und die Behörden? Sie ließen ihn ziehen. Man fragt sich unwillkürlich: Wenn jemand Zeit hat, sich in einem Dienstraum aufzuwärmen und anschließend zwei Menschen krankenhausreif zu prügeln – wie dringend kann dieser OP-Termin dann wirklich gewesen sein?
Das Opfer hingegen musste stationär aufgenommen werden. Kopfverletzungen, Verdacht auf Gehirnerschütterung. Ein Mann, der nichts weiter getan hat, als seinen Job zu machen.
Kein Einzelfall: Zugbegleiter stirbt nach Prügelattacke
Der Hamburger Vorfall ereignete sich nur einen Tag nach einer noch tragischeren Gewalttat. In Rheinland-Pfalz starb der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. an den Folgen einer brutalen Attacke. Der Familienvater war bei einer Fahrkartenkontrolle von einem 26-jährigen Griechen mehrfach gegen den Kopf geschlagen worden. Zunächst konnte er vor Ort reanimiert werden, doch am Mittwochmorgen erlag er im Krankenhaus einer Hirnblutung. Sein Vater erlitt nach Bekanntwerden der Nachricht einen Herzinfarkt.
Der Täter in diesem Fall sitzt immerhin in Untersuchungshaft. Ein schwacher Trost für eine Familie, die ihren Sohn und Vater verloren hat – nur weil dieser seinen Beruf ausübte.
Über 3.000 Angriffe auf Bahnmitarbeiter im Jahr 2025
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es allein im vergangenen Jahr mehr als 3.000 Angriffe auf ihre Mitarbeiter. Darunter fallen zwar auch verbale Attacken, doch die Tendenz zu körperlicher Gewalt ist unübersehbar. Die Bahngewerkschaft EVG fordert längst die Ausstattung mit Notfallknöpfen und Bodycams. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei beklagt zudem, dass die Bundespolizei „seit Monaten auf Verstärkung" warte.
Doch was nützen Bodycams und Notfallknöpfe, wenn Täter nach brutalsten Übergriffen einfach laufen gelassen werden? Was nützt Verstärkung, wenn der politische Wille fehlt, konsequent durchzugreifen?
Ein Symptom des Staatsversagens
Diese Vorfälle sind keine bedauerlichen Einzelfälle, wie uns die politisch Verantwortlichen so gerne weismachen wollen. Sie sind Symptome eines tiefgreifenden Staatsversagens. Eines Staates, der seine Bürger nicht mehr schützen kann oder will. Eines Staates, der Täter mit Samthandschuhen anfasst, während die Opfer im Krankenhaus liegen.
Die Kriminalität in Deutschland hat ein Rekordniveau erreicht. Messerangriffe, Prügelattacken, Morde – die Liste wird täglich länger. Und die Verantwortlichen? Sie schauen zu, relativieren, beschwichtigen. Es ist höchste Zeit für einen politischen Kurswechsel. Für Politiker, die wieder für Deutschland regieren und nicht gegen seine Bürger. Diese Meinung teilt nicht nur unsere Redaktion, sondern ein Großteil des deutschen Volkes, das diese Zustände schlicht nicht länger hinnehmen will.

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