
Bundeswehr-Digitalfunk: Ein Milliarden-Debakel mit lebensgefährlichen Konsequenzen

Was sich wie ein schlechter Witz anhört, ist bittere Realität: Die Bundeswehr kann nicht einmal mehr zuverlässig funken. Ein bislang unter Verschluss gehaltener Testbericht offenbart nun das ganze Ausmaß des Versagens beim neuen Digitalfunksystem der Streitkräfte – und die Ergebnisse sind noch verheerender als bisher angenommen.
„Ungenügend" – Bundeswehr stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus
Wie die „Welt am Sonntag" unter Berufung auf ein internes Papier berichtet, das Abgeordnete seit Wochen vergeblich vom Verteidigungsministerium einfordern, bewertete die Bundeswehr die zuletzt im November getestete Technik mit der Note „ungenügend". Schlimmer noch: Der Einsatztest musste wegen massiver Fehler vorzeitig abgebrochen werden. Es war bereits der zweite Abbruch – schon im Mai des vergangenen Jahres war eine Testung gescheitert.
Die Mängel seien derart gravierend gewesen, dass bereits im normalen Ausbildungs- und Übungsbetrieb „Gefahr für Leib und Leben" bestanden habe. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Nicht im Gefecht, nicht unter Feindbeschuss – nein, schon bei einer simplen Übung gefährdet dieses System die eigenen Soldaten.
Wenn der Kampfpanzer zum Schweigen verdammt ist
Besonders erschreckend sind die Details. Selbst der einfachste aller militärischen Kommunikationswege – der Sprechfunk – versagte kläglich. Zwischen umgerüsteten Kampfpanzern kamen Funksprüche schlicht nicht an. Noch fataler: Die Soldaten konnten nicht einmal erkennen, ob ihre Meldungen überhaupt gesendet worden waren. Ein verlässlicher Feuerstopp-Befehl? Unmöglich. Die Übermittlung von Feindmeldungen? Nicht gewährleistet. Im Ernstfall wäre das ein Todesurteil.
Auch die Ortung eigener Kräfte – das sogenannte „Friendly Force Tracking", eine Kernfunktion moderner Gefechtsführung – funktionierte nur eingeschränkt. Die Reichweiten blieben deutlich hinter den Anforderungen zurück. Zusammenfassend sei selbst der grundlegende Sprechfunk „als mangelhaft zu bewerten", heißt es in dem Papier. Ob eine Einsatzreife bis 2026 überhaupt erreicht werden könne, sei völlig unklar.
Verteidigungsministerium mauert – trotz Transparenzversprechen
Und was tut das Verteidigungsministerium? Es schweigt. Auf Nachfrage äußerte sich das Haus inhaltlich weder zu den Mängeln noch zu möglicherweise erzielten Verbesserungen und verwies lapidar auf eine „spätere Unterrichtung zum Projektfortgang". Das ist bemerkenswert, hatte doch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) einst volle Transparenz beim IT-Großprojekt „Digitalisierung Landbasierter Operationen" (D-LBO) versprochen. Ein Versprechen, das offenbar so zuverlässig funktioniert wie der Digitalfunk selbst.
Symptom einer jahrzehntelangen Vernachlässigung
Dieses Debakel ist kein Einzelfall, sondern das logische Ergebnis einer Politik, die über Jahrzehnte hinweg die Bundeswehr systematisch kaputtgespart und vernachlässigt hat. Während Milliarden in ideologische Prestigeprojekte flossen, während man sich in Gender-Debatten und Diversitätsstrategien für die Truppe erging, fehlte es an der elementarsten Grundausstattung. Soldaten, die nicht miteinander kommunizieren können – das ist keine Panne, das ist ein Offenbarungseid.
In einer Zeit, in der der Krieg in der Ukraine die Bedrohungslage in Europa dramatisch verändert hat und die NATO-Partner auf eine einsatzfähige Bundeswehr angewiesen wären, leistet sich Deutschland eine Armee, deren Digitalfunk nicht einmal Übungsbedingungen standhält. Das 100-Milliarden-Sondervermögen, das nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit großem Pathos angekündigt wurde, scheint in einem bürokratischen Sumpf zu versickern, ohne dass die Truppe davon spürbar profitiert.
Der deutsche Steuerzahler darf sich zu Recht fragen, wohin sein Geld fließt. In ein Funksystem, das nicht funkt? In Kampfpanzer, die stumm über das Gefechtsfeld rollen? Die Bundeswehr braucht keine weiteren Sonntagsreden über „Zeitenwende" – sie braucht funktionierende Ausrüstung. Und eine politische Führung, die Verteidigungsfähigkeit nicht als lästige Pflichtübung begreift, sondern als das, was sie ist: eine Frage der nationalen Sicherheit und des Überlebens unserer Soldaten.

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