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Chinas Gold-Wende: Barren statt Schmuck, Peking kauft weiter!

Chinas Gold-Wende: Barren statt Schmuck, Peking kauft weiter!
Symbolbild: KI-generiert

Die Chinesen kaufen Gold weiterhin in großen Mengen, aber sie kaufen anderes Gold als früher. Laut der China Gold Association stieg der Goldverbrauch im Reich der Mitte von Januar bis September 2026 auf 684,62 Tonnen. Dahinter steckt ein Umbruch: Barren und Münzen legen kräftig zu, Schmuck bricht ein.

Unterm Strich wirkt das Plus von 0,28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast unscheinbar. Spannend wird es erst, wenn man in die einzelnen Bereiche schaut.

Barren boomen, Ketten und Ringe bleiben liegen

Die Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen kletterte um satte 26,26 Prozent auf 444,58 Tonnen. Damit entfallen inzwischen fast zwei Drittel des gesamten chinesischen Goldverbrauchs auf Anlageprodukte. Der Schmucksektor brach dagegen um 33,86 Prozent auf 178,61 Tonnen ein. Ein Minus von einem Drittel ist für die Branche ein harter Schlag.

Auch die Industrie fragte nach Angaben des Verbands etwas mehr Gold nach als im Vorjahr: Ihr Verbrauch stieg um 1,41 Prozent auf 61,43 Tonnen. Der Verband sprach bei der Vorlage der Zahlen am Mittwoch von einer strukturellen Neuordnung des Marktes. Im Anlagebereich verdränge der Direktvertrieb zunehmend das klassische Händlermodell. Juweliere setzten auf höherwertige Stücke und auf Ware mit festen Verkaufspreisen.

Der Fiskus mischt mit

Als Gründe gelten der hohe Goldpreis und geänderte Steuerregeln. Peking hatte zum 1. November 2025 eine langjährige Vergünstigung bei der Mehrwertsteuer gekappt. Medienberichten zufolge dürfen bestimmte Händler beim Goldeinkauf über die Shanghaier Börsen seitdem nur noch 6 statt der vollen 13 Prozent verrechnen. Gold zu Anlagezwecken blieb dagegen steuerlich begünstigt. Die Sparer haben daraus offenbar schnell ihre Schlüsse gezogen.

Weniger Gold aus eigenen Minen

Die heimische Produktion schrumpft deutlich. Nach Verbandsangaben ging die Förderung aus inländischen Rohstoffen um 18,71 Prozent zurück. Als Ursachen nennt der Verband verschärfte Sicherheitsauflagen in den Bergwerken und Wartungsstopps bei wichtigen Projekten.

Chinas Konzerne gleichen das im Ausland aus. Ihre Minen außerhalb der Volksrepublik förderten 71,13 Tonnen, das sind 15,77 Prozent mehr als im Vorjahr. Peking sichert sich also weltweit Rohstoffquellen, so wie es das bei Seltenen Erden, Kupfer und Lithium schon lange tut.

Die Zentralbank kauft, Monat für Monat

Am deutlichsten ist das Signal aus der Notenbank. Die People's Bank of China stockte ihre Goldreserven in den ersten neun Monaten um 103,26 Tonnen auf 2.409,59 Tonnen auf. Damit liegt China weltweit auf Platz fünf. Offiziellen Angaben zufolge hat die Zentralbank zwischen November 2024 und September 2026 23 Monate in Folge zugekauft.

Dahinter steht eine klare Strategie: Peking will unabhängiger vom US-Dollar werden. Die Reserven sollen vor Sanktionen, Schuldenkrisen und den Launen der Geldpolitik in Washington schützen. Gold kann keine Regierung per Knopfdruck einfrieren oder vermehren. In Zeiten, in denen Staaten weltweit immer neue Schuldenberge auftürmen, macht genau das den Wert des Metalls aus.

Was deutsche Sparer daraus lernen können

Deutschland besitzt mit rund 3.350 Tonnen nach den USA den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Diesen Vorsprung hat die Bundesbank über Jahrzehnte aufgebaut. Viele Privatsparer setzen dagegen noch immer auf Sparbuch und Lebensversicherung. Und während Berlin mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen neue Lasten für kommende Generationen beschließt, sorgen Chinas Bürger und Chinas Notenbank mit physischem Metall vor.

Das muss man nicht als Vorbild sehen, aber als Warnsignal taugt es allemal. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen helfen, Ersparnisse gegen Inflation, Währungsrisiken und politische Fehlentscheidungen abzusichern.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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News
28.09.2026
15 Min.

China kauft mehr als 1.000 Tonnen Gold

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