
Chinas Roboter-Offensive: Unitree will 20.000 humanoide Maschinen in einem Jahr produzieren
Während Deutschland sich in endlosen Debatten über Gendersprache und Klimakleber verliert, baut China in atemberaubendem Tempo die Zukunft. Das Robotik-Unternehmen Unitree aus Hangzhou hat angekündigt, im Jahr 2026 bis zu 20.000 humanoide Roboter ausliefern zu wollen – eine Vervierfachung gegenüber den rund 5.500 Einheiten im Vorjahr. Was klingt wie Science-Fiction, ist für das Reich der Mitte längst industrielle Realität.
Kung-Fu-Roboter als Machtdemonstration
Den Startschuss für diese Ankündigung lieferte ein Auftritt, der weltweit für Aufsehen sorgte. Bei der traditionellen Frühlingsfest-Gala des chinesischen Staatssenders CCTV – einer Sendung, die regelmäßig Hunderte Millionen Zuschauer erreicht – führten Unitrees humanoide Roboter des Typs G1 komplexe Kampfkunst-Choreografien auf. Vollständig autonom, wie das Unternehmen betonte. Keine Fernsteuerung, kein menschliches Eingreifen.
Doch damit nicht genug. Die Maschinen sprangen von Trampolinen, vollführten Saltos in drei Metern Höhe und erklommen Wände. Geschwindigkeiten von bis zu vier Metern pro Sekunde – umgerechnet rund 14 Kilometer pro Stunde – wurden beim Hochgeschwindigkeitslauf erreicht. Mehrere dieser Leistungen seien Branchenpremieren gewesen, so das Unternehmen. Selbst ein scheinbarer Sturz eines Roboters während der Vorführung sei kein Fehler gewesen, sondern Teil der geplanten Choreografie, erklärte Firmenchef Wang Xingxing gegenüber dem chinesischen Technologieportal 36Kr.
Vom Gimmick zur Massenproduktion
Was hier geschieht, ist weit mehr als eine technische Spielerei für das Fernsehpublikum. Bereits beim Frühlingsfest 2025 hatten Unitrees Roboter mit einfachen Bewegungsabläufen für Schlagzeilen gesorgt. Dass innerhalb von nur zwölf Monaten ein derartiger Sprung in der Leistungsfähigkeit gelungen ist, sollte jedem westlichen Industriemanager schlaflose Nächte bereiten.
Wang prognostizierte, dass die weltweiten Auslieferungen humanoider Roboter in diesem Jahr insgesamt „Zehntausende" erreichen könnten. Unitree allein beanspruche davon einen Anteil von 10.000 bis 20.000 Einheiten. Die Innovationen seien „sehr praxistauglich" und würden den großflächigen Gruppeneinsatz von Robotern in der Zukunft ermöglichen, so der Firmenchef.
Europa schläft, Asien handelt
Man muss sich diese Zahlen auf der Zunge zergehen lassen. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur auflegt – finanziert auf Pump und zu Lasten kommender Generationen –, investiert China gezielt in die Technologien von morgen. Humanoide Robotik, künstliche Intelligenz, autonome Systeme: In all diesen Feldern setzt Peking Maßstäbe, die der Westen zunehmend nur noch staunend zur Kenntnis nimmt.
Die strategische Bedeutung dieser Entwicklung kann kaum überschätzt werden. Wer die Robotik beherrscht, beherrscht die industrielle Produktion der Zukunft. Wer Maschinen baut, die autonom Kung-Fu kämpfen, Wände erklimmen und in Formation agieren können, der baut morgen Maschinen, die Fabriken betreiben, Logistik abwickeln – oder Schlachtfelder dominieren.
Deutschland täte gut daran, diese Signale nicht als exotische Unterhaltung abzutun, sondern als das zu erkennen, was sie sind: ein technologischer Weckruf. Doch wer hierzulande lieber über Pronomen als über Produktivität diskutiert, darf sich nicht wundern, wenn er eines Tages von tanzenden Robotern überholt wird.

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