
Chinas Zentralbank setzt Goldkäufe unbeirrt fort – ein Signal, das der Westen nicht ignorieren sollte

Während westliche Anleger nach dem jüngsten Kursrutsch bei Edelmetallen nervös ihre Portfolios umschichten, zeigt sich die Volksrepublik China von bemerkenswerter Gelassenheit. Die People's Bank of China hat ihre Goldkäufe im Januar 2026 fortgesetzt und damit eine beeindruckende Serie von nunmehr 15 aufeinanderfolgenden Monaten der Goldakkumulation verlängert. Ein Zeichen strategischer Weitsicht, das in Berlin und Brüssel offenbar kaum Beachtung findet.
40.000 Unzen Gold – Monat für Monat
Die am Samstag veröffentlichten Daten sprechen eine deutliche Sprache: Die chinesische Zentralbank hat ihre Goldreserven im vergangenen Monat um weitere 40.000 Feinunzen aufgestockt. Seit November 2024 kauft Peking kontinuierlich das gelbe Edelmetall – unbeirrt von kurzfristigen Marktschwankungen, unbeirrt von spekulativen Verwerfungen, unbeirrt von dem, was westliche Finanzanalysten als "historischen Einbruch" bezeichneten.
Denn ja, der Goldmarkt erlebte Ende Januar einen scharfen Rücksetzer. Spekulative Wellen hatten Gold und Silber zuvor auf immer neue Höchststände getrieben, bevor die unvermeidliche Korrektur einsetzte. Doch während manch ein Anleger in Panik verfiel, blieb China seiner Strategie treu. Eine Lektion in langfristigem Denken, die hierzulande offenbar in Vergessenheit geraten ist.
Globale Zentralbanken setzen auf das Krisenmetall
China steht mit seiner Goldstrategie keineswegs allein. Der World Gold Council berichtet, dass die weltweiten Goldkäufe der Zentralbanken im letzten Quartal 2025 deutlich zulegten. Über das gesamte Jahr hinweg erwarben die Notenbanken mehr als 860 Tonnen des Edelmetalls. Zwar liegt dieser Wert unter den über 1.000 Tonnen, die in den drei Jahren zuvor jährlich akkumuliert wurden, doch die Tendenz bleibt eindeutig: Gold festigt seine Rolle als unverzichtbarer Bestandteil offizieller Währungsreserven.
Die Nachfrage dürfte auf hohem Niveau verbleiben und die Bedeutung von Gold in den offiziellen Reserven weiter stärken.
So die Einschätzung des World Gold Council – eine Prognose, die angesichts der geopolitischen Verwerfungen unserer Zeit kaum überraschen dürfte.
Was weiß Peking, das Berlin nicht sehen will?
Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um sich zu fragen, warum ausgerechnet China – jene Nation, die den Westen wirtschaftlich und technologisch zunehmend herausfordert – so beharrlich auf physisches Gold setzt. Die Antwort liegt auf der Hand: In einer Welt, in der Währungen nach Belieben gedruckt werden, in der Schuldenorgien zur politischen Normalität verkommen sind und in der geopolitische Spannungen täglich eskalieren, bietet Gold das, was kein Papiergeld garantieren kann – echten, greifbaren Wert.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits bewiesen, dass auch in Deutschland die Schuldenpolitik fröhliche Urständ feiert. Versprechen, keine neuen Schulden zu machen? Längst vergessen. Während deutsche Bürger die Zeche in Form von Inflation und künftigen Steuerlasten zahlen werden, sichert sich China mit physischem Gold gegen genau diese Entwicklungen ab.
Edelmetalle als Anker in stürmischen Zeiten
Für den deutschen Anleger, der sein Vermögen vor den Folgen politischer Fehlentscheidungen schützen möchte, bietet die chinesische Strategie durchaus Denkanstöße. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihre Funktion als Wertspeicher bewiesen. Sie kennen keine Inflation, keine Staatspleiten, keine politischen Willkür. In einem breit gestreuten Portfolio können sie als sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung dienen – gerade in Zeiten, in denen das Vertrauen in politische Institutionen und Papierwährungen schwindet.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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