
Corona-Aufarbeitung? Buyx feiert sich selbst – während die Opfer schweigen
Die ehemalige Ethikratsvorsitzende Alena Buyx hat sich in einem Interview mit der teleschau anlässlich ihrer neuen 3sat-Sendung erneut zur Corona-Zeit geäußert. Ihre Bilanz fällt dabei erstaunlich positiv aus – man könnte fast meinen, sie lebe in einer Parallelwelt. Während Millionen Deutsche noch immer unter den Folgen der drakonischen Maßnahmen leiden, klopft sich die Medizinethikerin selbst auf die Schulter und spricht von einer "tollen Leistung", auf die man stolz sein könne.
Realitätsverweigerung auf höchstem Niveau
Es grenzt schon an Verhöhnung der Opfer, wenn Buyx behauptet, Deutschland sei "relativ gut durch eine Zeit gekommen", die "ziemlich drastisch war". Hat die Dame vergessen, wie viele Existenzen durch die Lockdowns vernichtet wurden? Wie viele Kinder und Jugendliche psychisch zerbrochen sind? Wie viele alte Menschen einsam in Heimen sterben mussten, ohne ihre Angehörigen sehen zu dürfen?
Besonders perfide wird es, wenn Buyx beklagt, dass über die angeblichen "Leistungen" während Corona zu wenig gesprochen werde. Sie sei "schon froh", wenn überhaupt jemand danach frage. Diese Selbstbeweihräucherung ist kaum zu ertragen, wenn man bedenkt, dass dieselbe Frau zu den vehementesten Befürwortern einer Impfpflicht gehörte und schon früh für die diskriminierenden 3G-Regeln plädierte.
Die wahren "Höchstleistungen" der Corona-Zeit
Ja, es gab tatsächlich Menschen, die während Corona zu "Höchstleistungen" aufgelaufen sind – aber nicht in dem Sinne, wie Buyx es meint. Da waren die Denunzianten, die ihre Nachbarn bei der Polizei anzeigten, weil diese zu viele Besucher empfingen. Da waren die Blockwarte, die Kinder von Spielplätzen jagten. Und da waren die Politiker und ihre willfährigen "Experten", die mit immer neuen Schikanen das Leben der Bürger zur Hölle machten.
Die wahren Helden dieser Zeit waren jene, die sich dem Wahnsinn widersetzten. Die kritischen Ärzte, die ihre Approbation riskierten. Die mutigen Bürger, die trotz massiver Repressionen auf die Straße gingen. Die Journalisten, die gegen den Strom schwammen und die Wahrheit berichteten. Sie alle wurden diffamiert, ausgegrenzt und teilweise sogar kriminalisiert.
Der Kampf gegen "Verschwörungstheorien"
Besonders entlarvend ist Buyx' Klage über die angeblich zunehmende "Wissenschaftsskepsis". Was sie als "Verschwörungstheorien" und "schlicht Blödsinn" abtut, hat sich in vielen Fällen als berechtigt erwiesen. Die RKI-Files haben gezeigt, dass vieles, was als "Verschwörungstheorie" gebrandmarkt wurde, tatsächlich der Wahrheit entsprach. Die Maßnahmen waren oft nicht wissenschaftlich begründet, sondern politisch motiviert.
Wenn Buyx davon spricht, dass "Demokratiegegner" die Pandemie instrumentalisiert hätten, um das Vertrauen in staatliche Institutionen zu erschüttern, dann dreht sie die Tatsachen um. Es waren die staatlichen Institutionen selbst, die durch ihr autoritäres Handeln das Vertrauen der Bürger verspielten. Es waren Politiker und ihre Berater wie Buyx, die die Demokratie mit Füßen traten.
Die Rechnung kommt noch
Die Geschichte wird über die Corona-Zeit und ihre Protagonisten ein hartes Urteil fällen. Während Buyx sich heute noch in den Medien feiern lässt und bei 3sat eine eigene Sendung moderiert, leiden Millionen Menschen still unter den Folgen der Maßnahmen. Die psychischen Schäden bei Kindern und Jugendlichen, die wirtschaftlichen Verwerfungen, die gesellschaftliche Spaltung – all das wird uns noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte beschäftigen.
Es ist bezeichnend für den Zustand unseres Landes, dass ausgerechnet jene, die für dieses Desaster mitverantwortlich sind, heute noch hofiert werden. Statt Aufarbeitung und Verantwortung gibt es Talkshow-Auftritte und gut dotierte Posten. Die wahre "tolle Leistung" wäre es gewesen, rechtzeitig innezuhalten und die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Doch dazu waren Buyx und ihre Gesinnungsgenossen nicht in der Lage – oder nicht willens.
"Jede Dosis muss in einen Arm" – dieser Satz von Alena Buyx vom Februar 2021 wird ihr noch lange nachhängen. Er steht symbolisch für eine Zeit, in der medizinische Ethik zur Farce verkam.
Die Bürger dieses Landes haben ein Recht auf echte Aufarbeitung. Sie haben ein Recht darauf, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Und sie haben vor allem ein Recht darauf, dass sich ein solcher Zivilisationsbruch niemals wiederholt. Dafür braucht es keine selbstgefälligen Interviews, sondern schonungslose Ehrlichkeit und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen. Beides ist bei Alena Buyx offenbar nicht vorhanden.