
Das Ende der Vernunft: Warum Deutschland heute das Fünffache fürs Gas bezahlt

Es ist eine Rechnung, bei der jedem Bürger die Zornesröte ins Gesicht steigen müsste. Während der deutsche Steuerzahler in einer schrumpfenden Wirtschaft ums finanzielle Überleben kämpft, verdienen sich andere eine goldene Nase an der planlosen Energiepolitik der Bundesrepublik. Wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf jüngste Quartalszahlen des norwegischen Staatskonzerns Equinor sowie auf Marktdaten zum europäischen Gashandel berichtet, zahle Deutschland heute für norwegisches Erdgas rund fünfmal so viel wie einst für russische Lieferungen – und das, obwohl Norwegen kaum mehr fördere als vor der selbst herbeigeführten Energiekrise.
Ein Konzern lacht sich ins Fäustchen
Man betrachte die nackten Zahlen, die für sich sprechen. Equinor habe seine Öl- und Gasförderung im zweiten Quartal lediglich um magere drei Prozent gesteigert. Der Gewinn hingegen? Ein Sprung um satte 77 Prozent auf 11,48 Milliarden Dollar. Der operative Cashflow habe sich beinahe vervierfacht. Konzernchef Anders Opedal führe dies freimütig auf die gestiegenen Energiepreise zurück – die stabile Produktion habe es ermöglicht, kräftig von den hohen Marktpreisen zu profitieren.
Übersetzt in Klartext bedeutet das: Ein ausländischer Staatskonzern schöpft Milliardengewinne ab, während die deutsche Industrie ausblutet. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die viel gepriesene «Diversifizierung» der Energiequellen sich als teuerster Deal der jüngeren Wirtschaftsgeschichte entpuppen würde?
Von zwölf auf sechzig Euro – der Preis der Ideologie
Seit dem Wegfall der russischen Lieferungen ist Norwegen mit Abstand der wichtigste Gaslieferant der Bundesrepublik geworden. Nach Angaben der Bundesnetzagentur stammten 2025 rund 44 Prozent der Gasimporte aus dem hohen Norden. Weitere Mengen kämen aus den Niederlanden und Belgien, während Flüssigerdgas über die LNG-Terminals gut zehn Prozent des Bedarfs decke.
Der entscheidende Punkt aber, den man in Berlin nur zu gerne verschweigt: Der dramatische Preisanstieg sei nicht etwa auf gierige Forderungen Norwegens zurückzuführen. Nein, entscheidend sei der Wegfall der günstigen russischen Langfristverträge. Europa kaufe sein Gas heute weitgehend zum vollen Weltmarktpreis ein.
Während importiertes Gas an der deutschen Grenze im Jahr 2020 noch rund zwölf Euro pro Megawattstunde kostete, lag der europäische Handelspreis zuletzt bei gut 60 Euro.
Vor dem Ausbruch des Iran-Krieges seien es noch rund 31 Euro gewesen. Die Spannungen im Nahen Osten und die Unsicherheit über die Schifffahrt durch die strategisch bedeutsame Strasse von Hormus trieben die Preise nun erneut in die Höhe. Man fragt sich: Wie lange soll das deutsche Volk diese teure Zeche noch zahlen?
Der Bürger und die Industrie tragen die Last
Für die privaten Haushalte macht sich das längst schmerzhaft bemerkbar. Verbraucher zahlten zuletzt im Durchschnitt mehr als das Doppelte pro Kilowattstunde im Vergleich zur Zeit vor der Energiekrise. Doch die tickende Zeitbombe liegt tiefer: Es ist unsere einst weltweit bewunderte, energieintensive Industrie, die unter diesen Konditionen erstickt. Chemie, Pharma, Grundstoffproduktion – sie wandern ab in Länder mit günstigerem Nuklear- und Kohlestrom oder gleich ins ferne Asien.
Man muss es so deutlich sagen: Die deutsche Politik hat sehenden Auges einen Standort geopfert, den Generationen von Ingenieuren und Arbeitern aufgebaut haben – auf dem Altar einer ideologiegetriebenen Energiepolitik, die Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Vernunft dem grünen Zeitgeist unterordnete. Und diese Ansicht teilt nicht nur unsere Redaktion, sondern ein wachsender Teil eines zunehmend verärgerten deutschen Volkes.
Warum Sachwerte in Zeiten der Teuerung Sicherheit bieten
Wenn Energiepreise explodieren, wenn die Inflation frisst und wenn politische Fehlentscheidungen den Wohlstand ganzer Nationen aufzehren, dann zeigt sich einmal mehr der bleibende Wert physischer Edelmetalle. Gold und Silber kennen keine Langfristverträge, die von Sanktionsspiralen zerrissen werden, und keine Regierung, die sie durch planlose Politik entwertet. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie das, was in der aktuellen Wirtschaftslage am kostbarsten geworden ist: krisenfeste Beständigkeit.
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