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Kettner Edelmetalle
27.01.2026
09:25 Uhr

Deutsches Gold in Amerika: Wächst das Misstrauen gegenüber dem transatlantischen Partner?

Deutsches Gold in Amerika: Wächst das Misstrauen gegenüber dem transatlantischen Partner?

Die Debatte um die deutschen Goldreserven in den Tresoren der Federal Reserve Bank of New York gewinnt erneut an Schärfe. Angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen Washington und seinen europäischen Verbündeten fordern immer mehr Stimmen aus Politik und Wirtschaft, dass die Bundesbank einen größeren Teil des deutschen Edelmetallschatzes in die Heimat zurückholen solle. Was einst als reine Vorsichtsmaßnahme des Kalten Krieges galt, wird nun zum Prüfstein für das deutsch-amerikanische Vertrauensverhältnis.

Rund ein Drittel des deutschen Goldes lagert noch immer in New York

Deutschland verfügt mit etwa 3.350 Tonnen über eine der größten staatlichen Goldpositionen weltweit – ein Schatz, der in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit als ultimativer Stabilitätsanker gilt. Doch ein beträchtlicher Teil dieses Vermögens, schätzungsweise knapp ein Drittel, befindet sich nach wie vor nicht auf deutschem Boden, sondern in den unterirdischen Gewölben der amerikanischen Notenbank in Manhattan.

Diese historisch gewachsene Verteilung der Bestände – weitere Anteile lagern bei der Bank of England in London sowie in Frankfurt – war lange Zeit kaum Gegenstand öffentlicher Diskussion. Man vertraute den Partnern, man schätzte die Diversifikation der Lagerorte. Doch die Zeiten haben sich geändert, und mit ihnen die Wahrnehmung dessen, was als sicher gelten kann.

Der Grönland-Streit als Katalysator der Debatte

Den unmittelbaren Anstoß für die neu entflammte Diskussion lieferte der jüngste diplomatische Schlagabtausch zwischen Washington und europäischen Hauptstädten rund um Grönland. Die damit einhergehenden Zolldrohungen der Trump-Administration, die selbst auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für Unruhe sorgten, haben bei vielen deutschen Politikern und Wirtschaftsvertretern Alarmglocken schrillen lassen.

Die zentrale Frage, die nun gestellt wird, ist nicht mehr nur theoretischer Natur: Hätte Deutschland im Falle eines ernsthaften Konflikts mit den Vereinigten Staaten tatsächlich uneingeschränkten Zugriff auf seine in New York verwahrten Goldbarren? Oder könnte Washington im Extremfall den Zugang zu diesem strategischen Vermögen erschweren oder gar blockieren?

„Das Gold ist ein Stabilitätsanker, der nicht zum Spielball geopolitischer Konflikte werden darf."

So lautet der Tenor aus dem Bundestag, wo der Druck auf die Bundesbank wächst. Ein deutscher Ökonom warnte öffentlich vor den Risiken einer derart konzentrierten Auslandslagerung, während der Präsident eines europäischen Steuerzahlerverbandes die Unberechenbarkeit der amerikanischen Politik als Hauptargument für eine Rückführung ins Feld führte.

Die Bundesbank gibt sich gelassen – doch die Geschichte mahnt

Bundesbankpräsident Joachim Nagel bemüht sich derweil, die Wogen zu glätten. Man habe großes Vertrauen in die Verwahrung bei der Federal Reserve und sehe keinen Anlass zur Beunruhigung, so die offizielle Linie. Auch aus dem Umfeld der CDU-geführten Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz heißt es, eine Rückholung werde derzeit nicht erwogen.

Doch diese Beschwichtigungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland bereits einmal gehandelt hat, als das Vertrauen schwand. Zwischen 2013 und 2020 holte die Bundesbank im Rahmen eines groß angelegten Programms erhebliche Mengen Gold aus dem Ausland zurück – allein 300 Tonnen aus New York und rund 374 Tonnen aus Paris wurden nach Frankfurt transferiert. Dieser historische Präzedenzfall zeigt: Eine Repatriierung ist nicht nur möglich, sie wurde bereits erfolgreich durchgeführt.

Transparenz als Mindestforderung

Selbst jene, die eine vollständige Rückführung für übertrieben halten, fordern zumindest mehr Transparenz. Deutsche Vertreter sollten die in New York gelagerten Barren regelmäßig persönlich inspizieren und dokumentieren können, so eine wiederkehrende Forderung. Dass die Federal Reserve als einer der weltweit größten Gold-Kustoden Tausende Tonnen für Dutzende ausländische Zentralbanken verwahrt, wird von Kritikern zunehmend nicht mehr als Qualitätsmerkmal, sondern als zusätzliches Risiko betrachtet.

Ein Symptom tieferer Verwerfungen

Die Debatte um das deutsche Gold ist letztlich mehr als eine technische Frage der Vermögensverwaltung. Sie ist ein Symptom für das schwindende Vertrauen in die transatlantische Partnerschaft, die über Jahrzehnte als unerschütterlich galt. Wenn selbst konservative Kreise, die traditionell für enge Beziehungen zu Washington eintreten, nun die Rückholung nationaler Goldreserven fordern, dann offenbart dies eine tektonische Verschiebung im politischen Bewusstsein.

Die Frage, wo ein Staat seine Goldreserven lagert, ist eben keine rein logistische Entscheidung. Sie ist ein Statement über Vertrauen, Souveränität und strategische Unabhängigkeit. Und in einer Welt, in der alte Gewissheiten ins Wanken geraten, gewinnt physisches Gold – sicher verwahrt im eigenen Land – eine Bedeutung zurück, die viele für überholt hielten.

Für Anleger, die angesichts solcher geopolitischen Unsicherheiten ihre eigene Vermögenssicherung überdenken, bleibt physisches Gold in Form von Barren und Münzen eine bewährte Option zur Diversifikation des Portfolios. In Zeiten, in denen selbst Staaten über die sichere Verwahrung ihrer Reserven debattieren, erscheint es nur vernünftig, auch als Privatperson einen Teil des Vermögens in greifbaren Werten zu halten – am besten dort, wo man selbst darauf zugreifen kann.

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