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Kettner Edelmetalle
06.02.2026
17:51 Uhr

Deutschlands Automobilindustrie auf dem Abstellgleis: Wenn die Fertigung geht, kommt sie nicht zurück

Es ist ein schleichender Tod, der sich nicht mit dramatischen Fanfaren ankündigt, sondern mit nüchternen Pressemitteilungen und trockenen Quartalszahlen. Die deutsche Automobilindustrie, einst das pulsierende Herz der Wirtschaftsnation, verblutet still und leise. Werksschließungen, Massenentlassungen, Insolvenzen – die Hiobsbotschaften häufen sich in einer Frequenz, die selbst hartgesottene Branchenkenner erschaudern lässt.

Die bittere Wahrheit: Abgewanderte Produktion kehrt nicht zurück

Was viele Politiker und Wirtschaftsoptimisten geflissentlich ignorieren, ist eine eiserne Gesetzmäßigkeit der Industriegeschichte: Einmal verlorene Fertigungskapazitäten lassen sich nicht per Dekret oder Förderprogramm zurückholen. Mit jeder Fabrik, die ihre Tore schließt, verschwinden nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Werkzeuge, Lieferketten, eingespieltes Prozesswissen und jene unsichtbaren Routinen, die über Jahrzehnte gewachsen sind. Während hierzulande das Licht ausgeht, bauen neue Standorte in Osteuropa, China oder anderswo parallel ihr eigenes Know-how auf. Die Zulieferer folgen den Herstellern wie treue Hunde – und mit ihnen verschwindet das gesamte industrielle Ökosystem.

Der Standort Deutschland: Ein Kostenalbtraum für die Industrie

Wer verstehen will, warum die Automobilhersteller in Scharen das Land verlassen, muss nur einen Blick auf die Standortfaktoren werfen. Deutschland präsentiert sich als regelrechtes Gruselkabinett für produzierende Unternehmen: explodierende Energiepreise, eine erdrückende Steuerlast und Genehmigungsverfahren, die sich über Jahre hinziehen können. Dazu kommt eine Infrastruktur, die vielerorts den Charme der Nachkriegszeit versprüht – marode Brücken, überlastete Straßen, ein Schienennetz am Rande des Kollapses.

Diese toxische Mischung treibt die Kosten in jeder Kalkulation nach oben. Selbst starke Marken mit globalem Renommee verlieren unter diesen Bedingungen Takt und Tempo. Die Nachfrage nach deutschen Automobilen existiert weltweit weiterhin – nur werden diese Fahrzeuge eben zunehmend anderswo gebaut.

Die schleichende Verlagerung: Nicht nur VW betroffen

Es wäre ein fataler Irrtum zu glauben, das Problem beschränke sich auf einen einzelnen Konzern. Neben Volkswagen haben auch BMW, Mercedes und Ford Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagert. Diese Entwicklung vollzieht sich oft in kleinen Schritten, fast unmerklich – aber sie wirkt dauerhaft. Sobald Lieferketten, Qualitätsprozesse und Taktzeiten an neuen Standorten stabil laufen, wird eine Rückkehr wirtschaftlich schlicht unattraktiv. Warum sollte ein Unternehmen auch zurückkehren in ein Land, das ihm das Leben so schwer macht?

Vom Ingenieursgeist zur Management-Doktrin: Der Vertrauensbruch

Das Fundament der deutschen Automobilindustrie war stets Vertrauen. Kunden weltweit kauften deutsche Ingenieurskunst, nicht bunte Kommunikationsfolien oder wohlklingende Nachhaltigkeitsversprechen. Doch dieses Fundament hat tiefe Risse bekommen. Viele Unternehmen ordneten ihre technische Exzellenz zunehmend betriebswirtschaftlichen Zielbildern unter. Statt in Kernkompetenzen zu investieren, floss die Aufmerksamkeit in Zertifikate, Programme und das, was man heute so gerne "Transformation" nennt.

Der politisch aufgeladene Umgang mit dem Dieselskandal lieferte dabei die perfekte Kulisse für eine Flucht nach vorn. Viele Entscheider setzten hastig auf Elektromobilität, obwohl weder Netze noch Preise noch Infrastruktur auch nur annähernd bereit waren. Das Ergebnis ist ein perfekter Sturm aus Kostenanstieg und sinkender Wettbewerbsfähigkeit – die Verlagerung wird zur logischen, ja unvermeidlichen Konsequenz.

Die Zulieferer: Frühwarnsystem des industriellen Absturzes

Der wahre Alarm kommt nicht von den großen Konzernen mit ihren PR-Abteilungen und geschliffenen Pressemitteilungen. Er kommt von unten, von den Zulieferern, die das gesamte System tragen. Wenn ihr Netz reißt, bricht die industrielle Logik auseinander. Deshalb zählt jede Insolvenz eines mittelständischen Zulieferers mehr als jedes noch so glänzende neue Modell, das auf einer Automesse präsentiert wird.

Mit dem Verschwinden von Gießereien, Werkzeugbauern und Spezialbetrieben schrumpft das Land nicht nur – es verlernt auch. Die Folge ist eine Kettenreaktion: Mit jedem abwandernden Auftrag wandert auch Prozesswissen ab. Später fehlen die Partner für neue Plattformen. Selbst wenn Politik und Hersteller irgendwann umsteuern sollten, steht die Produktionsrealität längst anderswo. Kompetenz lässt sich nicht per Verordnung zurückholen.

Stellenabbau 2025/26: Das Totengeläut der Branche

Die Meldungen der letzten zwölf Monate lesen sich wie ein Trauerregister. Die Branche wirkt abgestumpft, fast resigniert angesichts der Hiobsbotschaften, die im Wochentakt eintrudeln:

ZF Friedrichshafen plant den Abbau von bis zu 14.000 Stellen in Deutschland. Standorte wie Gelsenkirchen oder Eitorf stehen auf der Kippe. Bosch reduziert in seiner Mobility-Sparte bis 2030 rund 13.000 Jobs, wobei der Druck besonders auf den Jahren 2025 und 2026 liegt. Continental streicht über 10.000 Stellen weltweit, während Teile der Automotive-Sparte zur Verlustbegrenzung für einen möglichen Börsengang "fitgemacht" werden – ein Euphemismus, der kaum verhüllt, was tatsächlich geschieht.

Diese Zahlen sind weit mehr als bloße Personalpolitik. Weniger Beschäftigte bedeuten weniger Entwicklungskapazität, geringere Fertigungstiefe und schwindende Investitionsfähigkeit. Gleichzeitig steigen die Fixkosten pro Einheit, weil das Volumen fehlt. Damit wächst der Anreiz, die nächste Produktionslinie gleich dort aufzubauen, wo Energie, Flächen und regulatorische Vorgaben besser passen.

Insolvenzen treffen Regionen, bevor Berlin reagiert

Manche Fälle zeigen die Härte besonders deutlich, ohne dass sie großes mediales Rampenlicht erhalten. Kiekert, ein traditionsreicher Zulieferer, musste Insolvenz anmelden – ein schwerer Schlag für die Region Wuppertal und Heiligenhaus. Die AE Group schloss ihre deutschen Werke Ende 2025 endgültig, nachdem die Investorensuche gescheitert war. Über 600 Menschen in Thüringen verlieren ihre Arbeit, Wertschöpfungsketten reißen unwiederbringlich.

Auch Traditionsnamen sparen weiter, während die Umstellung auf neue Antriebe alte Erlösmodelle zerlegt. Schaeffler baut weitere 1.300 Stellen ab, bei Mahle folgen rund 1.000 Jobs. Die Unternehmen senken Kosten, verlieren dabei aber oft genau jene Fähigkeiten, die sie einst groß gemacht haben. Die vielgepriesene Transformation frisst an vielen Stellen die eigene industrielle Basis, während neue Standorte die Lernkurve übernehmen.

Wenn Know-how verschwindet, gibt es keinen Neustart

Ein modernes Automobilwerk lässt sich nicht einfach "neu starten" wie ein Computer. Die Umgebung ermöglicht den Betrieb – oder eben nicht. Zuliefererlandschaften wachsen über Jahrzehnte, sterben aber in wenigen Quartalen. Wenn Experten, Maschinenbauer und Werkzeugmacher gehen, verliert das Land sein Know-how unwiederbringlich. Werden Fertigungskapazitäten in Osteuropa oder China aufgebaut, fließt auch die nächste Investitionsrunde dorthin.

Dazu kommt der Druck auf Fachkräfte. Viele Ingenieure vergleichen Länder heute knallhart nach Netto-Einkommen und Lebensqualität. Wenn hohe Abgaben Karrierepläne ausbremsen, wird Standorttreue zur Luxusidee, die sich immer weniger leisten können oder wollen. Die Chance, dass junge Teams hier neue Produktionslinien aufbauen, sinkt dramatisch, weil schlicht die Perspektiven fehlen. Die Deindustrialisierung wird so zum Dauerzustand, nicht zur vorübergehenden Delle.

Die Industrie schrumpft nicht gesund – sie wird ersetzt

Viele Hersteller versuchen sich gesundzuschrumpfen, während der Boden unter ihnen austrocknet. Doch Narrative ersetzen keine Physik. Produktion braucht bezahlbare Energie und Planungssicherheit – beides Mangelware in Deutschland. Während andere Regionen schneller skalieren, wirken deutsche Produkte häufiger teurer und weniger dynamisch. Sobald Entwicklung, Einkauf und Fertigung auf neue Standorte eingeschwungen sind, sinkt die Rückkehrchance gegen null.

Was wir hier erleben, ist nicht weniger als der Ausverkauf einer Schlüsselindustrie, die Deutschland über ein Jahrhundert lang geprägt hat. Die politischen Entscheidungsträger, die diese Entwicklung durch ihre verfehlte Energie- und Wirtschaftspolitik maßgeblich mit zu verantworten haben, werden eines Tages Rechenschaft ablegen müssen.

Ein Blick auf sichere Werte in unsicheren Zeiten

Während ganze Industriezweige vor unseren Augen erodieren und Arbeitsplätze in Scharen verschwinden, stellt sich für viele Bürger die Frage nach der Sicherung des eigenen Vermögens. In Zeiten, in denen selbst vermeintlich sichere Branchen ins Wanken geraten, gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios an Bedeutung. Sie haben sich über Jahrhunderte als Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche Industrien gerade aufsteigen oder untergehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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