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27.01.2026
06:02 Uhr

Deutschlands Energiesicherheit am Abgrund: Drittgrößter Gasspeicher vor dem Aus

Deutschlands Energiesicherheit am Abgrund: Drittgrößter Gasspeicher vor dem Aus

Was sich derzeit im bayerischen Breitbrunn abspielt, ist nichts weniger als ein energiepolitisches Desaster mit Ansage. Der drittgrößte Gasspeicher Deutschlands – und zugleich der größte in Bayern – steht vor der dauerhaften Stilllegung. Mit einem kläglichen Füllstand von gerade einmal 19 Prozent unterschreitet die Anlage die gesetzlich vorgeschriebenen 40 Prozent um mehr als die Hälfte. Und das mitten im Winter, während die Temperaturen sinken und der Energiebedarf steigt.

Uniper zieht den Stecker – aus wirtschaftlichen Gründen

Der Betreiber Uniper, jenes Energieunternehmen, das der deutsche Steuerzahler mit Milliarden vor dem Untergang retten musste, hat nun die Stilllegung des Porenspeichers zum 31. März 2027 beantragt. Die Begründung klingt so nüchtern wie erschreckend: Der Speicher lasse sich nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Die Margen seien minimal oder sogar negativ. Ein weiterer Winter soll die Anlage noch durchhalten, dann ist Schluss.

Von den möglichen 11,5 Terawattstunden Erdgas sind in Breitbrunn nur noch magere 2,2 Terawattstunden vorhanden. Bereits am 1. November 2025 lag der Füllstand bei lediglich 57 Prozent statt der vorgeschriebenen 80 Prozent. Es scheint, als habe man es regelrecht darauf angelegt, die Anlage leerlaufen zu lassen.

Die bittere Ironie der deutschen Energiepolitik

Besonders pikant mutet die Situation an, wenn man bedenkt, dass ausgerechnet Uniper erst kürzlich warnte, die Versorgungssicherheit mit Erdgas in Deutschland sei „nicht garantiert". Das Unternehmen forderte von der Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen und Marktanreize zur Speicherbefüllung. Doch wer hat diese desaströse Lage eigentlich herbeigeführt?

Die Antwort liegt auf der Hand: Eine ideologiegetriebene Energiepolitik, die funktionierende Kernkraftwerke abschaltete, Kohlekraftwerke verdammte und die Abhängigkeit von russischem Gas durch teureres LNG ersetzte – ohne dabei die wirtschaftlichen Realitäten zu berücksichtigen. Die sogenannte „Speicherarbitrage", also die Gewinnmöglichkeit durch saisonale Preisunterschiede, wurde durch bürokratische Füllstandsvorgaben praktisch zunichtegemacht.

Bayern wehrt sich – doch reicht das?

Aus der bayerischen Landespolitik kommt erwartungsgemäß Widerstand. Energieminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern forderte die Bundesnetzagentur auf, die Stilllegungsgenehmigung zu versagen. Doch wie viel Gewicht hat eine solche Forderung, wenn die wirtschaftlichen Grundlagen für den Betrieb schlicht nicht mehr gegeben sind? Bereits 2023 wurde ein Speicher nahe Nürnberg stillgelegt – Breitbrunn wäre der nächste Dominostein.

Droht Deutschland eine Gasmangellage?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der bundesweite Füllstand der Gasspeicher liegt bei etwa 36 Prozent – deutlich niedriger als im Vorjahr. Schon im Februar könnte eine Notlage eintreten. Die Konsequenz wäre zunächst die Abschaltung von Industrieanlagen. Für ein Land, das sich noch immer als führende Industrienation versteht, wäre dies ein verheerendes Signal.

Die Speicherbetreiber schlagen mittlerweile eine nationale, strategische Gasreserve für den Krisenfall vor. Doch wer soll diese bezahlen? Richtig – der ohnehin schon gebeutelte Steuerzahler, der bereits für die Rettung von Uniper und die explodierenden Energiepreise aufkommen musste.

„Wir können den Speicher in Breitbrunn nicht wirtschaftlich betreiben."

Dieser lapidare Satz einer Uniper-Sprecherin fasst das ganze Elend der deutschen Energiepolitik zusammen. Man hat ein funktionierendes System systematisch demontiert, ohne für adäquaten Ersatz zu sorgen. Die Zeche zahlen am Ende die Bürger – mit höheren Preisen, unsicherer Versorgung und dem schleichenden Niedergang des Industriestandorts Deutschland.

Ein Lehrstück in politischem Versagen

Was wir hier erleben, ist das Ergebnis jahrelanger energiepolitischer Fehlentscheidungen. Die Abkehr von günstiger, zuverlässiger Energie hin zu einer ideologisch motivierten „Transformation" hat Deutschland in eine prekäre Lage manövriert. Während andere Länder pragmatisch ihre Energieversorgung sichern, diskutiert man hierzulande noch immer über Klimaziele und Ausstiegsszenarien – während die Gasspeicher leerlaufen und die Industrie abwandert.

Die Stilllegung des Speichers in Breitbrunn wäre mehr als nur ein technischer Vorgang. Sie wäre ein Symbol für das Scheitern einer Politik, die Ideologie über Vernunft, Wunschdenken über Realität gestellt hat. Und sie wäre eine Warnung: Wer die Grundlagen seiner Energieversorgung zerstört, darf sich nicht wundern, wenn am Ende die Lichter ausgehen.

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