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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
10:21 Uhr

Deutschlands Goldschatz in fremden Händen: Warum die Bundesbank jetzt handeln muss

Es klingt wie ein schlechter Witz, ist aber bittere Realität: Mehr als ein Drittel des deutschen Goldschatzes – rund 1.236 Tonnen, verteilt auf etwa 98.600 Barren – lagert nicht etwa in den Tresoren der Bundesbank in Frankfurt, sondern tausende Kilometer entfernt in New York. Weitere 405 Tonnen befinden sich in London. In einer Welt, in der geopolitische Verwerfungen zum Alltag gehören und Bündnisse schneller zerbrechen als Wahlversprechen, stellt sich eine drängende Frage: Wie lange können wir es uns noch leisten, unser wertvollstes Sicherungsinstrument in fremden Händen zu belassen?

3.375 Tonnen Gold – und ein beunruhigendes Transparenzproblem

Deutschland verfügt über einen Goldbestand von stolzen 3.375 Tonnen, bestehend aus rund 270.000 Barren mit einem Stückgewicht von zumeist 12,5 Kilogramm. Damit gehört die Bundesrepublik zu den größten Goldbesitzern der Welt. Pro Kopf stehen jedem Deutschen rechnerisch etwa 40 Gramm Gold zur Verfügung – weltweit Platz vier hinter der Schweiz, dem Libanon und Italien. Ein beeindruckender Wert, der allerdings durch einen gravierenden Makel getrübt wird: Es existiert keine vollständige, transparente Inventur für das deutsche Gold in New York.

Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. Ein Vermögen, das beim aktuellen Goldpreis einen Wert von über 400 Milliarden Euro repräsentiert, lagert in ausländischen Tresoren – ohne dass die deutschen Eigentümer, also letztlich die Bürger dieses Landes, eine lückenlose Bestandsaufnahme vorweisen können. In jedem mittelständischen Betrieb würde der Wirtschaftsprüfer bei solchen Zuständen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Die absurde Idee vom Goldverkauf

Als wäre die Lagerungsfrage nicht schon brisant genug, kursieren derzeit auch noch Vorschläge, den deutschen Goldschatz zu veräußern. Die Rechnung klingt auf den ersten Blick verlockend: Über 400 Milliarden Euro Erlös könnten die klammen Staatskassen füllen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt die ganze Absurdität dieses Vorhabens.

Allein für das Jahr 2026 plant die Bundesregierung neue Schulden in Höhe von 180 Milliarden Euro. Der gesamte Golderlös wäre also in weniger als zweieinhalb Jahren restlos verpulvert – und Deutschland stünde ohne seine wichtigste Rückversicherung da. Man erinnere sich: Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Nun regiert er mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen und einer Verschuldungspolitik, die selbst eingefleischte Keynesianer erröten lassen dürfte. Und ausgerechnet in dieser Situation soll auch noch das letzte Tafelsilber – oder besser: das letzte Tafelgold – verscherbelt werden?

Gold als Lebensversicherung für den Ernstfall

Das Bundesbankgold ist weit mehr als ein glänzender Posten in der Bilanz. Es ist eine Sicherheit für den Fall der Fälle. Sollte das Euro-System eines Tages scheitern – und angesichts der gewaltigen Target-2-Ungleichgewichte, die sich mittlerweile auf eine Billion Euro belaufen, ist dieses Szenario keineswegs aus der Luft gegriffen –, dann wäre Gold die einzige harte Währung, mit der Deutschland einen monetären Neustart gestalten könnte. Ohne Gold stünden die Deutschen mit leeren Händen da.

Statt Gold zu verkaufen, wäre es weitaus klüger, die Bestände sogar auszubauen. Die Bundesbank hält noch immer ausländische Staatsanleihen in ihren Währungsreserven. Diese könnten veräußert und der Erlös in physisches Gold umgewandelt werden. Denn während Staatsanleihen letztlich nur ein Versprechen auf Papier sind – ein Versprechen, das von zunehmend überschuldeten Staaten gegeben wird –, behält Gold seinen Wert seit Jahrtausenden.

Die Rückholung: Aufwendig, aber machbar

Dass eine Umlagerung des Goldes möglich ist, hat die Vergangenheit bereits bewiesen. Zwischen 2013 und 2017 wurden 300 Tonnen aus New York und sämtliche 374 Tonnen aus Paris nach Frankfurt überführt. Der damalige Beschluss des Bundesbankrats, fortan mindestens die Hälfte des Goldes im Inland zu lagern, war ein Schritt in die richtige Richtung. Aber eben nur ein halber.

Warum sollte gut ein Drittel des deutschen Goldes weiterhin in Amerika deponiert bleiben? Das Argument, einen gewissen Anteil am wichtigsten Goldhandelsplatz vorzuhalten, um die jederzeitige Einsetzbarkeit zu gewährleisten, mag einen Kern Berechtigung haben. Doch 1.236 Tonnen? Das ist keine strategische Reserve am Handelsplatz – das ist ein Vertrauensvorschuss von geradezu naiver Dimension.

Geopolitische Realitäten nicht ignorieren

Unter der Trump-Administration haben sich die transatlantischen Beziehungen fundamental verändert. Massive Zollerhöhungen von 20 Prozent auf EU-Importe, eine zunehmend unberechenbare Außenpolitik und die offenkundige Bereitschaft Washingtons, wirtschaftlichen Druck auch gegen vermeintliche Verbündete einzusetzen – all das sollte jeden verantwortungsvollen Politiker in Berlin alarmieren. Während Moskau und Washington Verträge über Energie und Rohstoffe schmieden, steht Deutschland zunehmend isoliert da. In einer solchen Lage sein wertvollstes Vermögen in den Tresoren einer fremden Macht zu belassen, grenzt an Fahrlässigkeit.

Es sei daran erinnert, dass die Forderung nach einer vollständigen Rückholung des deutschen Goldes keineswegs neu ist. Bereits vor Jahren wurde sie von verschiedenen politischen Kräften erhoben – und prompt als populistisch abgetan. Die Realität hat diese Kritiker längst eingeholt. Souveränität beginnt nicht bei Sonntagsreden, sondern bei der Kontrolle über die eigenen Vermögenswerte.

Ein Appell an die Vernunft

Die Bundesbank muss handeln. Nicht morgen, nicht irgendwann, sondern jetzt. Das gesamte in New York und London gelagerte Gold sollte nach Frankfurt überführt, dort einer gründlichen Prüfung unterzogen und fortan im eigenen Tresor verwahrt werden. Solange keine vollständige, transparente Inventur des in New York gelagerten Goldes vorliegt, gibt es schlicht keinen vernünftigen Grund, auch nur eine einzige Unze dort zu belassen.

Deutschland braucht sein Gold – als Sicherheit, als Rückversicherung und als Fundament für eine mögliche monetäre Neuordnung. In Zeiten, in denen die Schuldenpolitik der Bundesregierung immer neue Rekorde bricht und die Inflation den Bürgern das Ersparte aus der Tasche zieht, ist physisches Gold der letzte Anker der Stabilität. Diesen Anker in fremden Gewässern liegen zu lassen, wäre nicht nur unklug – es wäre unverantwortlich gegenüber kommenden Generationen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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