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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
06:16 Uhr

Deutschlands selbstverschuldete Gaslücke: Wie ideologische Verbotspolitik Milliarden unter der Erde vergammeln lässt

Während deutsche Verbraucher bei jeder Gasrechnung zusammenzucken und die Industrie unter explodierenden Energiekosten ächzt, schlummern unter deutschem Boden gewaltige Erdgasreserven – unangetastet, ungenutzt, politisch weggesperrt. Der frühere Chef der deutschen Rohstoff-Behörde, Professor Hans-Joachim Kümpel, schlägt nun Alarm und warnt eindringlich vor einer strategischen Selbstfesselung, die Deutschland teuer zu stehen komme.

800 Milliarden Kubikmeter – und niemand darf ran

Die Zahlen, die Kümpel präsentiert, sind schlicht atemberaubend. In Tiefen zwischen 1.000 und 5.000 Metern lagern demnach zwischen 320 und 2.030 Milliarden Kubikmeter Schiefergas. Als realistischen Mittelwert nennt der Experte rund 800 Milliarden Kubikmeter – das Zwanzigfache der noch verbliebenen konventionellen Erdgasreserven des Landes. Daraus ließen sich über Jahrzehnte hinweg jährlich etwa 20 Milliarden Kubikmeter fördern, was rund einem Viertel des deutschen Gasbedarfs entspräche. Ein Viertel! Aus eigener Produktion, ohne Abhängigkeit von autokratischen Regimen, ohne milliardenschwere LNG-Terminals, ohne den ökologischen Irrsinn, Gas über Ozeane zu verschiffen.

Doch statt diese Ressourcen zu heben, hat sich Deutschland seit den 2010er-Jahren ein Fracking-Verbot auferlegt, das die Nutzung unkonventioneller Lagerstätten in Tonsteinen und Kohleflözen kategorisch blockiert. Was als Vorsichtsmaßnahme verkauft wurde, entpuppt sich bei nüchterner Betrachtung als ideologisch motivierte Selbstkasteiung einer Nation, die gleichzeitig händeringend nach Energiesicherheit sucht.

Die teure Illusion der LNG-Importe

Die Alternative, auf die Deutschland stattdessen setzt, ist geradezu grotesk. Flüssigerdgas – LNG – wird in Übersee gefördert, auf minus 162 Grad heruntergekühlt, in Spezialtankern über die Weltmeere geschippert und an deutschen Küsten in hastig errichteten Terminals wieder regasifiziert. Jeder einzelne Schritt dieser Kette verschlingt Energie, verursacht zusätzliche Emissionen und treibt den Preis in die Höhe. Kümpel bringt es auf den Punkt: Deutschland verkaufe diese absurde Logistikkette als „vernünftig", obwohl sie das gesamte System verteuere und die Verwundbarkeit gegenüber geopolitischen Verwerfungen massiv erhöhe.

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Land, das sich die ambitioniertesten Klimaziele der Welt auf die Fahnen schreibt, importiert Gas über Tausende Kilometer hinweg – mit all den damit verbundenen Methanverlusten und CO₂-Emissionen –, anstatt es vor der eigenen Haustür zu fördern. Kümpel rechnet vor, dass ohne das Fracking-Verbot in nur fünf Jahren 90 Millionen Tonnen CO₂ weniger angefallen wären. Die vermeintliche Umweltschutzmaßnahme schadet also ausgerechnet dem Klima. Kafkaesker geht es kaum.

Angstbilder statt Fakten: Wie eine Filmszene die Energiepolitik diktiert

Wie konnte es so weit kommen? Kümpel zeichnet das Bild einer Debatte, die von Emotionen und spektakulären Bildern gekapert wurde, während nüchterne Fachargumente auf der Strecke blieben. Als Schlüsselmoment identifiziert er die berüchtigte Szene aus dem Film „Gasland", in der ein Wasserstrahl aus einem Wasserhahn in Flammen aufgeht. Der Ex-Behördenchef bezeichnet die Sequenz als inszeniert und verweist auf isotopenanalytische Methoden, die den behaupteten Zusammenhang zwischen Fracking und brennendem Leitungswasser ausschließen könnten.

„Die Schreckensszenarien sind ausgedacht", sagt Kümpel unmissverständlich. Er betont, dass Behörden Fracking-Genehmigungen nur bei Einhaltung strenger Auflagen für Grundwasserschutz, Bohrplatzsicherung, Verrohrung, Zementierung, Leckage-Überwachung und Abwasser-Handling erteilen würden. Auch das oft bemühte Erdbeben-Argument weist er zurück, da bei unkonventionellen Lagerstätten keine großräumigen Druckunterschiede wie bei bestimmten konventionellen Förderungen entstünden.

Wer profitiert vom deutschen Fracking-Verbot?

Die Frage, wem das deutsche Fracking-Verbot eigentlich nützt, beantwortet Kümpel mit bemerkenswerter Klarheit. Als Nutznießer nennt er unter anderem Gazprom, weil deutsche Fördermengen einen dominanten Lieferanten geschwächt hätten. Parallel lief bekanntlich Nord Stream 2 als geopolitisches Projekt – eine Pipeline, die Deutschland in eine fatale Abhängigkeit von russischem Gas trieb, deren Konsequenzen nach dem Beginn des Ukraine-Krieges schmerzhaft offenbar wurden.

Der Ex-Behördenchef schildert zudem einen institutionellen Mechanismus, der die Debatte systematisch verzerrt habe. Sobald statt des Wirtschaftsministeriums das Umweltministerium die Federführung übernommen habe, sei der gesamte Rahmen in Richtung „Wasserschutz-Alarm" gekippt. Der Bundestag hätte das Regelwerk am Stand von Wissenschaft und Technik prüfen sollen, habe es jedoch unterlassen – weil politischer Gegenwind drohte. Feigheit vor dem Wähler, könnte man auch sagen.

Geothermie als Bonus – wenn man nur wollte

Als zusätzliches Argument führt Kümpel die Synergie mit der Geothermie an. Tiefe Bohrungen seien der kostspieligste Teil vieler Geothermie-Projekte. Vorhandene Fracking-Infrastruktur könnte die Anfangsinvestitionen erheblich senken und damit erneuerbare Grundlast perspektivisch erleichtern. Nicht jede Bohrung werde automatisch ein Kraftwerk, doch es entstünden Know-how und Anlagen, die Deutschland langfristig zugutekämen.

Es ist ein bitteres Lehrstück deutscher Energiepolitik: Ein Land, das über enorme Bodenschätze verfügt, lässt diese ungenutzt verrotten, kauft stattdessen teures Gas auf dem Weltmarkt ein und gefährdet damit gleichzeitig seine Versorgungssicherheit, seine Wettbewerbsfähigkeit und – Ironie des Schicksals – sogar seine Klimabilanz. Während andere Nationen pragmatisch ihre Ressourcen nutzen, leistet sich Deutschland den Luxus ideologischer Reinheit. Einen Luxus, den letztlich der Bürger mit seiner Gasrechnung bezahlt.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hätte die Chance, dieses Kapitel der energiepolitischen Selbstsabotage zu beenden. Ob sie den Mut dazu aufbringt, steht freilich auf einem anderen Blatt. Die Erfahrung lehrt: In Deutschland ist die Angst vor dem politischen Gegenwind oft größer als die Sorge um die eigene Energiesicherheit. Und so dürften die 800 Milliarden Kubikmeter Schiefergas wohl noch eine Weile ungestört in der Tiefe schlummern – während an der Oberfläche die Rechnungen immer höher werden.

Für Anleger, die angesichts solcher energiepolitischen Verwerfungen und der damit verbundenen Inflationsrisiken nach Stabilität suchen, bleiben physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine bewährte Säule der Vermögenssicherung. In Zeiten, in denen politische Fehlentscheidungen die Kaufkraft des Geldes systematisch aushöhlen, bietet die Beimischung von Edelmetallen in ein breit gestreutes Portfolio einen zeitlosen Schutzschild gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend unberechenbaren Wirtschaftspolitik.

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