
Die woke Fassade bröckelt: Wie eine US-Demokratin ihre LGBT-Bekenntnisse für muslimische Stimmen versteckt
Es gibt Momente, in denen die schöne, bunte Welt der progressiven Identitätspolitik mit einem lauten Knall auf den harten Boden der Realität aufschlägt. Ein solcher Moment ereignete sich jüngst im US-Bundesstaat Washington. Dort demonstriert die demokratische Kongresskandidatin Melissa Chaudhry mit beeindruckender Offenheit, wie schnell die angeblich unantastbaren Grundsätze der Linken über Bord geworfen werden, sobald es um nackte Machtarithmetik geht.
Wenn die Regenbogenfahne plötzlich stört
Chaudhry, die im 9. Kongresswahlbezirk antritt, verzichtet nach Berichten der Seattler Zeitung The Stranger ganz bewusst darauf, ihre Unterstützung für LGBT-Rechte auf ihrer Kampagnenseite zu erwähnen. Der Grund? Rücksichtnahme auf ihre muslimische Wählerschaft. Auf die Frage, warum entsprechende Positionen auf ihrer Website fehlten, soll sie erklärt haben, dass viele Muslime leider nicht so dächten.
Man lasse sich diese Aussage auf der Zunge zergehen. Da tritt eine Kandidatin einer Partei an, die sich die Fahne der sexuellen Vielfalt praktisch tätowieren lässt – und versteckt genau dieses Bekenntnis, weil es einem Teil ihrer Wählerschaft nicht in den Kram passt. Die viel beschworene Toleranz endet offenbar genau dort, wo sie taktisch unbequem wird.
„Weil viele Muslime leider nicht so denken.“ – Mit diesem Satz entlarvt sich die gesamte progressive Doppelmoral von selbst.
Ein Bündnis, das zwangsläufig zerbrechen muss
Was sich hier abspielt, ist mehr als eine Wahlkampf-Anekdote. Es ist das sichtbare Aufplatzen eines fundamentalen Widerspruchs im linken Lager. Auf der einen Seite steht die progressive Bewegung mit ihrer bedingungslosen Verklärung von LGBT-Ideologie. Auf der anderen Seite umwirbt dieselbe Bewegung eine Wählerschaft, deren wertkonservative religiöse Überzeugungen mit ebendiesen Positionen kaum vereinbar sind. Zwei Klientelgruppen, die sich in ihren Grundüberzeugungen diametral gegenüberstehen – und die Linke versucht verzweifelt, beide gleichzeitig zu bedienen.
Chaudhry, eine weiße Konvertitin zum Islam, die in der Öffentlichkeit demonstrativ den Hijab trägt, wird vom American Muslim Advancement Council unterstützt, der ihre muslimische Identität ausdrücklich hervorhebt. Gleichzeitig zeigen sich die eigenen Reihen empört: Der Vorsitzende der Washington Stonewall Democrats, Andrew Ashiofu, erklärte auf Facebook, die eigene Community sei nicht entbehrlich. LGBT-Rechte seien nicht optional, sondern verpflichtend für jeden, der demokratische Unterstützung suche.
Der Verrat an den eigenen Anhängern
Und so passiert das, was in der Politik immer geschieht, wenn Prinzipientreue nur eine Schönwetter-Angelegenheit ist: Es werden Prioritäten gesetzt. Wenn unter den potenziellen Wählern die eine Gruppe zahlenmäßig überwiegt, wird die andere Gruppe eben geopfert. Die viel gepriesene Solidarität entpuppt sich als hohle Phrase, die man bei Bedarf klaglos einmottet.
Für zusätzliche Irritation sorgte übrigens, dass Chaudhry in dem Interview in Aussicht gestellt haben soll, im Falle eines Wahlsiegs zu den Greens zu wechseln – eine Passage, um deren Nichtveröffentlichung sie später gebeten habe, was die Redaktion jedoch ablehnte. Wer seine Fahne gleich in mehrere Windrichtungen hängen möchte, sollte sich über den daraus entstehenden Sturm nicht wundern.
Eine Lehre über die Grenzen der Beliebigkeit
Dieser Vorgang ist ein Lehrstück über die inneren Bruchlinien einer Ideologie, die glaubt, sich beliebig widersprechende Gruppen unter einem Dach vereinen zu können. Die Realität lehrt etwas anderes: Wer allen alles verspricht, verrät am Ende jeden. Die progressive Klientelpolitik, die auf Identität statt auf gemeinsame Werte setzt, trägt den Keim ihrer eigenen Zerrüttung in sich.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass moralische Standhaftigkeit und Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Überzeugungen mehr wert sind als jedes wendehalsige Taktieren. Wer als Wähler nach Verlässlichkeit sucht, wird bei Kandidaten dieser Machart bitter enttäuscht. Und wer nach Beständigkeit in unsicheren Zeiten sucht, tut gut daran, sich nicht auf die schönen Worte der Politik zu verlassen, sondern auf handfeste Werte – im übertragenen wie im ganz wörtlichen Sinne. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber kennen keine opportunistischen Kehrtwenden und keine je nach Publikum wechselnden Bekenntnisse. Sie behalten ihren Wert, während politische Versprechen im Wind der Umfragewerte flattern.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.
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